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Döbeln

Leisnig: Zum Jubiläum wenigstens geschmückt?

Die Heimatfreunde wollen die Ersterwähnung vor 975 Jahren nicht sang- und klanglos verstreichen lassen. Sie rufen die Einwohner auf, jetzt aktiv zu werden.

Zur 950-Jahrfeier Leisnigs 1996 haben Anwohner den Lindenplatz geschmückt. Jetzt soll das passieren, ohne dass es einen Umzug oder eine größere Feier gibt.
Zur 950-Jahrfeier Leisnigs 1996 haben Anwohner den Lindenplatz geschmückt. Jetzt soll das passieren, ohne dass es einen Umzug oder eine größere Feier gibt. ©  privat (Archiv)

Leisnig. Die Stadträte haben es sich nicht wirklich leicht gemacht, den 975. Jahrestag der Ersterwähnung verstreichen zu lassen, ohne daran mit einem etwas größeren Fest zu erinnern. Das ist in den vergangenen Jahrzehnten eher selten passiert.

Vor allem das erste Jubiläum nach der Wende 1996 ist vielen noch in guter Erinnerung, zumal dies die Geburtsstunde des Leisniger Riesenstiefels war. „Doch haben wir nicht auch jetzt allen Grund zum Feiern?“, fragt Uwe Reichel, der Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins Leisnig.

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Er und einige seiner Mitstreiter finden: Das ursprünglich geplante Fest einfach ausfallen zu lassen, das ist vielleicht auch der falsche Weg. „Wenn wir schon nicht feiern dürfen, dann sollten wir doch wenigstens dieses Jubiläums gedenken.“

Im Juni Wimpelketten und Girlanden aufhängen

Daher wolle der Geschichts- und Heimatverein die Leisniger aufrufen, „trotz aktueller Corona-Beschränkungen alles zu tun, um würdig an das Datum der Ersterwähnung unserer Stadt zu erinnern“. Die Überlegungen der Vereinsmitglieder gehen derzeit dahin, dass alle mithelfen, die Stadt zu schmücken, Schaufenster zum Thema passend zu dekorieren oder Fensterbretter zu gestalten.

Heiner Stephan, damaliger Bürgermeister, kann sich zum Beispiel erinnern, dass eine Reihe Leisniger zum 950. Jubiläum nicht nur Wimpelketten aufgehangen, sondern im Bereich der Innenstadt auch Gläser mit Teelichtern auf die Fensterbretter gestellt hatten. „Das war abends eine Wucht“, sagt er. Schon im Vorfeld sei ein großartiger Ruck durch die Stadt gegangen

. Viele Leute hätten sich etwas einfallen lassen und keine Mühen gescheut. Dazu zählt der Altbürgermeister auch den Besitzer eines Hauses an der Obermarktgasse/Markt. „Der hatte kurz vom Fest innerhalb weniger Tage das Haus komplett neu gestrichen“, so Heiner Stephan.

Vereine mögen im Fundus stöbern

„Ja, wir haben vor 25 Jahren bewiesen, dass wir unsere Stadt mit Blumen, Wimpeln, Girlanden und Fahnen wunderschön schmücken können“, so der Chef des Heimatvereins. Er ruft die Leisniger auf, auf Dachböden, in Kellern und Garagen nachzuschauen, ob noch Material zum Schmücken vorhanden ist. „Vielleicht hat auch noch jemand ein Stadtwappen oder Ähnliches, das verwendet werden kann.“

Neben Privatpersonen und Hausgemeinschaften wolle der Vorstand die Leisniger Vereine ansprechen: „Schaut in eurem Fundus nach. Bestimmt kommt da noch so manches für eine Schmückung Brachbare zum Vorschein“, vermutet Uwe Reichel. Insgesamt soll die Stadt im Juni hübsch herausgeputzt sein, wünscht sich der Heimatverein.

Weitere kreative Ideen und Vorschläge seien willkommen. Ansprechpartner dafür sind Klaus-Dieter Reißmann (Tel. 034321 12793), Karla Fischer (034321 12894) sowie Frank Geißler unter Tel. 034321 51700.

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