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Zwei Versorger bauen in Hartha

Auf Wunsch der Stadt: An der Leipziger Straße werden Wasser- und Elektroleitungen im selben Zeitraum verlegt.

Fred Bormann von der Firma Erdmann Bau in Mügeln schweißt die Wasserrohre zusammen, die später im Bohrspülverfahren in die Straße eingebaut werden.
Fred Bormann von der Firma Erdmann Bau in Mügeln schweißt die Wasserrohre zusammen, die später im Bohrspülverfahren in die Straße eingebaut werden. © Lars Halbauer

Hartha. Die Leipziger Straße in Hartha ist im Bereich von der Umgehungsstraße bis zum Ortseingang voraussichtlich bis Mitte Oktober gesperrt.

Sowohl der Energieversorger Mitnetz Strom als auch die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft wollen neue Leitungen verlegen. Oftmals ist es in der Vergangenheit so gewesen, dass dies zu verschiedenen Zeitpunkten geschehen ist. Sehr zum Leidwesen der Verkehrsteilnehmer, weil solche Arbeiten meist mit Behinderungen einhergehen.

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Auf bitten der Stadt haben sich die beiden Versorger in diesem Fall auf einen gemeinsamen Termin einigen können. „Das ging ziemlich unkompliziert“, sagte Harthas Bauamtsleiter Ronald Fischer.

1.000 Meter Kabel werden erneuert

Die Mitnetz Strom erneuert im Bereich Hartha Kreuz rund 900 Meter Mittel- und etwa 100 Meter Niederspannungskabel. Außerdem wird eine Trafostation ersetzt. Gleichzeitig werden rund 350 Meter Mittel- und rund 160 Meter Niederspannungsfreileitung demontiert.

„Die Baumaßnahme begann im Juli 2020 und soll voraussichtlich im Oktober 2020 abgeschlossen sein. Sie dient der Erhöhung der Versorgungszuverlässigkeit“, sagte Pressesprecherin Evelyn Zaruba. Mit den Arbeiten ist die Baufirma Klaus Bauer Elektroanlagen aus Döbeln beauftragt. Die Kosten liegen bei rund 200.000 Euro.

Die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft (DOWW), Kooperationsgesellschaft des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz und der Veolia Wasser Deutschland GmbH, erneuert in der Leipziger Straße die Trinkwasserleitungen. 

Das geschieht im Bohrspülverfahren. Damit können Rohrleitungen unterirdisch verlegt werden, ohne dazu einen Graben ausheben zu müssen. Es wird im Abstand von etwa 100 Metern jeweils ein Kopfloch gebohrt. Von hier aus arbeitet sich die Technik dann Stück für Stück bis zur Zielgrube vor und zieht die neue Leitung hinter sich her.

Trinkwasserversorgung sichern

Die bestehende Trinkwasserleitung wird in diesem Bereich erneuert, weil sie mit den Jahren marode geworden ist. 

„Mit ihrer Investition will die DOWW dazu beitragen, die Zahl der Rohrbrüche zu reduzieren. Letztlich ist diese Erneuerung wie jede Investition in die Trinkwasserinfrastruktur auch eine Maßnahme, um die Versorgungssicherheit der Wasserverbandskunden zu verbessern“, sagte Tina Stroisch, Leiterin der Unternehmenskommunikation.

Die Leitung in der Leipziger Straße hat einen Außendurchmesser von 110 Millimetern. 600 Meter werden erneuert. Die Kosten betragen etwa 100.000 Euro. Den Auftrag hat die Firma Erdmann Bau aus Mügeln übernommen.

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