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Mietkosten für Waldheimer Kita steigen

Die Baukosten sind höher ausgefallen als kalkuliert. Deshalb muss die Stadt mehr Geld bezahlen.

Der Neubau der Kindertagesstätte an der Waldheimer Breuningstraße ist teurer geworden als geplant.
Der Neubau der Kindertagesstätte an der Waldheimer Breuningstraße ist teurer geworden als geplant. © Dietmar Thomas

Waldheim. Vor fast einem Jahr ist am 1. April 2020 die neue Kindertagesstätte an der Breuningstraße in Betrieb gegangen. Jetzt ist die Endabrechnung erfolgt. Etwas mehr als 2,8 Millionen Euro hat der Bau gekostet.

Die Waldheimer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WBV) hat die Kindertagesstätte gebaut, die Kommune hat sich für die Dauer von 20 Jahren eingemietet. Schon im Oktober 2019 hatte der Stadtrat den Mietvertrag mit der WBV beschlossen. Der Mietpreis bezog sich damals auf die kalkulierten Baukosten.

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Auch die Folgekosten, die beim Betrieb der Einrichtung entstehen, standen zum damaligen Zeitpunkt unter dem Vorbehalt der Anpassung nach der Endabrechnung.

Die ist nun erfolgt. Ergebnis: Der Bau wird insgesamt knapp 140.000 Euro teurer als geplant.

Baukosten rund 150.000 Euro höher

Der größte Anteil entfällt dabei mit mehr als 150.000 Euro allein auf die Baukosten. Die Folgekosten fallen dagegen niedriger aus als kalkuliert.

Die ursprünglich im Mietvertrag vereinbarte Miete, die die Stadt an die WBV abführen muss, steigt damit um 470 Euro monatlich von 14.900 Euro auf 15.370 Euro. Damit muss die Stadt im Jahr insgesamt 184.400 Euro an die WBV bezahlen. Auch über die Mieterhöhung hatte der Stadtrat zu befinden und befürwortete diese einstimmig.

Die Kosten werden im Haushalt für die künftigen Jahre eingestellt. Für das laufende Jahr stellt die Kommune überplanmäßige Mittel in Höhe von 5.640 Euro bereit.

Wie WBV-Geschäftsführerin Ina Pugell erklärte, hätte die Gesellschaft den Mietpreis gemindert, wenn die Endabrechnung niedriger ausgefallen wäre, als kalkuliert. „Das war im Vorfeld so vertraglich vereinbart“, sagte sie.

Kommune hätte wesentlich mehr Zeit gebraucht

Sicherlich wäre die Stadt auf Dauer günstiger gekommen, hätte sie die Kindertagesstätte selbst gebaut. Funktioniert hätte das aus Sicht von Ina Pugell aber nicht in diesem Zeitraum. „Öffentliche Ausschreibungen, zu denen die Kommune verpflichtet ist, dauern wesentlich länger.

Und die Stadt brauchte die Plätze dringend“, so die Geschäftsführerin. Auch würden bei Aufträgen für die öffentliche Hand oft ganz andere Preise aufgerufen als bei einem Privatunternehmen.

Insgesamt seien die Baukosten um fünf Prozent höher ausgefallen. 3,5 Prozent habe die WBV aber nur an die Stadt weitergegeben, weil an anderer Stelle eingespart worden sei.

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