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Mit Rosen und Atemübungen gegen das Virus

Rund 30 Zuhörer verfolgten am Montagabend eine Veranstaltung auf dem Waldheimer Markt. Dazu hatte René Michael Röder eingeladen.

Zu einer Kundgebung hatte René Michael Röder am Montagabend auf den Waldheimer Markt eingeladen. Die Veranstaltung wurde von Beamten der Polizei beobachtet.
Zu einer Kundgebung hatte René Michael Röder am Montagabend auf den Waldheimer Markt eingeladen. Die Veranstaltung wurde von Beamten der Polizei beobachtet. © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer und Elke Braun

Waldheim. Das war heute die letzte Demo, eine weitere wird es nicht geben – mit diesen Worten schloss René Michael Röder am Montagabend eine Kundgebung auf dem Waldheimer Markt.

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Ob es wirklich die letzte Veranstaltung gewesen ist, ließ er im Gespräch mit Sächsische.de offen. Nur soviel: „Ich werde weiterhin für die Fragen der Menschen da sein und ihnen helfen, mit Liebe und ohne Angst gegen das Virus vorzugehen.“

Zum dritten Mal hatte der Waldheimer, der seit vielen Jahren bei der Kirchgemeinde Waldheim-Geringswalde als Kantor angestellt ist, eine Kundgebung angemeldet. Etwa 30 Zuhörer hatten sich am Montag eingefunden, um den Worten Röders zu folgen.

Bei der Kundgebung verteilte René Michael Röder Rosen.
Bei der Kundgebung verteilte René Michael Röder Rosen. © Lars Halbauer

Zunächst führte er gemeinsame Atemübungen als „Einladung zum Runterkommen“ vor, dann verteilte er an die Gäste Rosen „als Zeichen des Lebens in zwei Welten“, wie er sagte. Mit Musik und Gedichten rief er zum Nachdenken auf.

Musik und Gedichte zum Nachdenken

Auch den bei der Kundgebung in der vergangenen Woche gezogenen Vergleich zwischen der Corona-Impfung und den Menschen-Experimenten von SS-Arzt Mengele durch einen anderen Redner griff er auf.

„Hier ist ein Nebensatz als eine spontane Assoziation aufgegriffen worden, die zeigt, dass wir unsere Vergangenheit nicht aufgearbeitet haben. Es kann hilfreich sein, der Frage nachzugehen, wie es zu dieser Assoziation kommt“, meint Röder.

Von Schmerz spricht er und wie man damit umgehen könnte. Abschließend bietet er den Anwesenden noch ein Experiment an: „Haben Sie keine Angst, etwas zu wagen.“ Er würde beispielsweise herumliegende Masken aufsammeln und wegwerfen, damit sie nicht wild herumliegen.

„Vor einem Jahr hätte ich mich das nicht getraut, weil das Virus so tödlich sein soll. Aber ich bin immer noch gesund.“ Er lasse sich ab jetzt von dem Wahlspruch leiten: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst.“

Die Versammlung am Montag wurde sowohl von Vertretern des Waldheimer Ordnungsamtes als auch von der Polizei begleitet. Sie verlief ohne Zwischenfälle.

Kirchgemeinde distanziert sich

Die Kirchgemeinde Waldheim-Geringswalde hatte sich im Vorfeld bereits von den Veranstaltungen Röders distanziert. Röder hatte die Zusammenkünfte zwar als Privatmann organisiert. „In der Öffentlichkeit wird er jedoch als Kantor und somit als Mitarbeiter der Kirche wahrgenommen“, so der Waldheimer Pfarrer Reinald Richber.

In einer gemeinsamen Erklärung wiesen Richber und sein Amtskollege Klaus Tietze darauf hin, „dass der Kirchenvorstand als verantwortliches Gremium der Kirchgemeinde die Maßnahmen der geltenden sächsischen Allgemeinverfügung achtet. Sie dienen dem Schutz der Menschen.“

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