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Neue Schmierereien am Bahnhof Waldheim

Kaum sind die Wände im Durchgang gestrichen, sind sie schon wieder verschandelt. Jetzt soll die Bundespolizei kontrollieren.

Von Frank Korn
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Am Bahnhof Waldheim wird im Durchgang zu den Bahnsteigen neuer Fußboden aufgebracht. Links sind Fußspuren zu sehen und auch die Wände sind schon wieder beschmiert.
Am Bahnhof Waldheim wird im Durchgang zu den Bahnsteigen neuer Fußboden aufgebracht. Links sind Fußspuren zu sehen und auch die Wände sind schon wieder beschmiert. © Dietmar Thomas

Waldheim. Es ist, als würden einige Leute regelrecht darauf lauern, dass sie wieder Schaden anrichten können.

Im Durchgang des Waldheimer Bahnhofs sind die Maler am Montag mit dem Streichen der Wände fertig geworden. Prompt waren diese am Dienstag mit neuen Schmierereien verschandelt.

Das ist nicht zum ersten Mal passiert. Die Deutsche Bahn (DB) hatte die blauen Fliesen entfernen und die Wände mit einem Glattputz versehen lassen, um dem Tunnel ein frischeres Ambiente zu geben, hatte ein Sprecher der DB mitgeteilt. Doch kaum waren die Arbeiten beendet, waren neue Kritzeleien da (Sächsische.de berichtete).

Fußabdrücke auf neuem Belag

Und auch die Mitarbeiter der Firma Fischer aus Blankenburg im Harz bekamen die Auswirkungen des Vandalismus zu spüren. Sie hatten am Dienstag begonnen, einen neuen Fußbodenbelag aufzutragen. Dabei handelt es sich um ein Epoxidharz, das widerstandsfähig, salzfest und rutschfest ist.

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„Es handelt sich um einen Zwei-Komponenten-Mörtel, der eine gewisse Zeit braucht, bis er fest ist“, erklärte Bauleiter Ronny Rhein. Deshalb sei der Bereich aufgeteilt worden, um den Zugang zum Bahnsteig zu gewährleisten.

„Als wir die Arbeit am Mittwoch wieder aufnehmen wollten, stellten wir Fußabdrücke auf dem neuen Belag fest“, sagte Ronny Rhein. Einfach neuen Belag auftragen, um die Fußspuren zu überdecken, ist nicht möglich. „Wenn die Oberfläche reagiert hat, lässt sich nichts mehr machen“, so der Bauleiter. Es sei demotivierend, wenn die Arbeit im wahrsten Sinn des Wortes so mit Füßen getreten werde, so Rhein.

Die Modernisierung des Durchgangs ist nicht billig. Insgesamt werden dafür rund 45.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes eingesetzt – Geld des Steuerzahlers also. "Mit Bedauern haben wir die Schmierereien festgestellt. Der Schaden liegt nach einer ersten Schätzung in einem niedrigen vierstelleigen Bereich. Wir werden die Wände erneut überstreichen beziehungsweise instand setzen", sagte eine DB-Sprecherin.

Einen Termin könne sie noch nicht nennen. Bezüglich der Beschädigungen auf dem erst neu aufgebrachten Fußbodenbelag sei noch keine Entscheidung getroffen. "Unser Ziel ist, dass DB-Sicherheitskräfte und Bundespolizei den Bahnhof stärker kontrollieren, um weiteren Beschädigungen vorzubeugen", so die Sprecherin.