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Neuer Garten für Kriebethaler Burggeister

Die Wurzeln der Bäume auf dem Kita-Spielplatz werden zur Gefahr. Das soll sich ändern. Aber es passiert noch viel mehr im Außengelände.

Timo, Kurt und Benedict zeigen die Wurzeln der Nadelbäume, die im Lauf der Jahre zu Stolperfallen geworden sind. Der Außenbereich der Kita „Burggeister“ in Kriebethal soll im nächsten Jahr umgestaltet werden.
Timo, Kurt und Benedict zeigen die Wurzeln der Nadelbäume, die im Lauf der Jahre zu Stolperfallen geworden sind. Der Außenbereich der Kita „Burggeister“ in Kriebethal soll im nächsten Jahr umgestaltet werden. © Lars Halbauer

Kriebethal. Benedict, Kurt und Timo flitzen durch den Garten ihrer Kita an der Wiesensiedlung in Kriebethal. Dabei müssen sie gut aufpassen. Überall stehen die Wurzeln der großen Fichten hervor und werden zur gefährlichen Stolperquelle. Lange bleibt das nicht mehr so.

Die Gemeinde Kriebstein hat für die Kita Burggeister ein Projekt für die Neugestaltung des Kindergarten-Gartens ausarbeiten lassen. „Das Fördergeld aus dem Leader-Programm Sachsenkreuz Plus ist da, und wir können endlich loslegen“, sagt Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler).

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Fichten müssen gefällt werden

Noch in dieser „Fällsaison“ sollen die meisten der großen Fichten verschwinden. „Darüber sind wir eigentlich ein bisschen traurig, denn es sind hervorragende natürliche Schattenspender“, sagt Kita-Leiterin Heike Nitschke. Die Schäden, die sie mit ihren Wurzeln verursacht haben, seien jedoch immens.

Teilweise drücken sie die Gehwegplatten hoch, sodass diese eine Unfallquelle sowohl für die Kinder, als auch die Erzieher sind. „Deshalb sehen wir ein, dass die Neugestaltung des Gartens nur gelingen kann, wenn die Bäume gefällt werden“, so Heike Nitschke.

Das Projekt sieht einige Um- und vor allem aber Neuanpflanzungen vor. Bis die neuen Bäume die entsprechende Größe erreicht haben, soll ein großes Sonnensegel den spielenden Kindern Schatten spenden.

Gesamtes Areal auf dem Prüfstand

Eigentlich hatten die Mitarbeiter der Kindertagesstätte nur den Wunsch nach einer neuen Sitzecke im Außenbereich geäußert. Wie die Bürgermeisterin erklärte, sei daraufhin das gesamte Areal zu Recht auf den Prüfstand gestellt worden. „Das 5.000 Quadratmeter große Grundstück wird derzeit nicht optimal genutzt. Es fehlt einfach an Möglichkeiten, wo sich die Kinder entfalten können“, so Maria Euchler.

Nachdem die Bäume gefällt sind, sollen die Bauarbeiten so schnell wie möglich beginnen. Es ist geplant, das Projekt im kommenden Jahr abzuschließen.

Für insgesamt 118.800 Euro wird die Firma „Freiträume“ Garten- und Landschaftsbau aus Freiberg das Gelände komplett umgestalten. 75 Prozent davon sind Leader-Fördermittel. Der Gemeinderat hat in der Vergabe an die Freiberger Firma in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

So wird es eine Rennbahn für Buggy, Roller, Laufräder und andere Kinderfahrzeuge geben. Die neue Sitzecke erhält eine Überdachung mit einem Sonnensegel. „Dort können die Kinder draußen essen, malen oder auch Feste feiern“, erklärt die Bürgermeisterin.

Um die Sitzecke wird eine Stützmauer gebaut. Die beiden vorhandenen Sandkästen werden erneuert. An der Rennbahn wird noch weiterer angelegt. Außerdem wird ein neuer Rutschturm gebaut.

Extra-Bereich für Krippenkinder

An den Hang kommt eine sogenannte Kriechröhre. Im Winter kann der kleine Hügel trotzdem noch als Rodelhang genutzt werden. Nicht zuletzt soll der bereits begonnen Bau des Zaunes beendet und ein neues Eingangstor eingebaut werden.

Für die Krippenkinder bleibt ein abgetrennter Bereich erhalten. „Sie behalten auch ihre bereits vorhandene Nestschaukel“, so Maria Euchler. Neu angelegt werde dort aber eine weitere kleine Rennbahn, die ausschließlich von den Jüngsten genutzt werden kann.

Meinung der Erzieher einbezogen

„Wir freuen uns sehr, dass es der Gemeinde gelungen ist, die Fördermittel an Land zu ziehen und dass es nun bald losgehen kann“, so Heike Nitschke. Erfreut zeigte sie sich auch darüber, dass die Erzieher in die Ausarbeitung des Projektes einbezogen worden sind, „und sich eine Gartenarchitektin unsere Anlage angeschaut hat.“

So sei es aus ihrer Sicht gelungen, Erhaltenswertes zu erhalten und Neues so zu gestalten, dass sich das pädagogische Konzept der Einrichtung noch besser umsetzen ließe. Die Kindertagesstätte arbeitet nach dem sogenannten situationsorientierten Ansatz.

Insgesamt sind derzeit in der Kriebethaler Kita Burggeister 60 Mädchen und Jungen angemeldet, 20 davon in der Krippe.

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