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Nicht jedes Kind bekommt Platz in Wunsch-Kita

In den Gemeinden gibt es genügend Betreuungsplätze. Am höchsten ist die Auslastung im Kindergarten.

Der Jugendhilfeausschuss hat den Bedarfsplan für Kindertagersstätten vorgestellt.
Der Jugendhilfeausschuss hat den Bedarfsplan für Kindertagersstätten vorgestellt. © Symbol: dpa

Mittelsachsen. In Mittelsachsen stehen in jeder Stadt beziehungsweise Gemeinde Kindertagesbetreuungsplätze in ausreichender Zahl für Kinder in der Krippe oder Kindertagespflege, Kindergarten und Hort zur Verfügung. Das geht aus der aktuellen Kita-Bedarfsplanung für die Jahre 2021 bis 2023 hervor, die der Jugendhilfeausschuss kürzlich beschlossen hat.

Der Kita-Bedarfsplan gibt Auskunft über die Nutzung der Betreuungsangebote im Kindergarten, Kinderkrippe und Hort des Schuljahres 2019/2020 sowie die Entwicklungserfordernisse bezüglich der vorgehaltenen Kapazitäten bis zum Schuljahr 2022/2023.

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Bei der Erhebung im Juni 2020 standen insgesamt 26.664 Betreuungsplätze für die Kinder ab 0 Jahre bis zur Beendigung der Grundschule im Landkreis Mittelsachsen zur Verfügung, im Vorjahr waren es 26.302 Plätze. 266 Kindertageseinrichtungen und 49 Kindertagespflegestellen sind Bestandteil der Bedarfsplanung. Betrieben werden die Kindertageseinrichtungen vor allem von freien Trägern (153). In 113 Einrichtungen sind es die Städte und Gemeinden.

Hohe Auslastung in Kindergärten

Am 30. Juni 2020 wurden im Landkreis Mittelsachsen insgesamt 22.991 Kinder im Alter zwischen 0 und 10,5 Jahre in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege betreut, im Vorjahr zählten die Einrichtungen 23.260 Kinder. Zu diesem Stichtag wohnten 26.835 Kinder zwischen 0 und 10,5 Jahre im Landkreis. Dies stellt einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (27.268) dar, der sich voraussichtlich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen wird.

Die Auslastung lag zum Stichtag insbesondere im Kindergarten mit 93,5 Prozent sehr hoch, bei den Krippenplätzen gab es eine Auslastung von 79,3 Prozent und bei den Hortplätzen mit 85,1 Prozent. Eine hohe Auslastung hat zur Folge, dass nicht immer der gewünschte Platz zur Verfügung steht, wie ihn die Eltern in Anspruch nehmen wollen.

Mit zwei Jahren besuchen bereits 90 Prozent der Kinder eine Kinderkrippe oder Kindertagespflegestelle. Zwischen ein und zwei Jahren liegt die Inanspruchnahme bei etwa 60 Prozent. Im Kindergarten besuchen fast alle Kinder eine Kindertageseinrichtung – insbesondere im Vorschulalter ist die Inanspruchnahme am höchsten. Bei der Inanspruchnahme der Hortplätze nimmt dies mit zunehmenden Alter ab.

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Ab dem ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Für schulpflichtige Kinder bis zur Vollendung der vierten Klasse ist für ein bedarfsgerechtes Angebot an Hortplätzen zu sorgen.

Der Versorgungsgrad, das heißt, das Verhältnis der Zahl der örtlich verfügbaren Betreuungsplätze zur Zahl der wohnhaften Kinder, lag bei den Krippenplätzen beziehungsweise Kindertagespflegestellen bei rund 65 Prozent (Planungsgröße 60 Prozent), im Kindergarten bei rund 120 (112) und im Hort bei rund 100 Prozent (85 Prozent). (DA/fk)

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