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Döbeln

Bewerber für Leitung der Harthaer Schule

Seit vergangenem Jahr ist die Stelle vakant. Jetzt will sich ein Pädagoge der Aufgabe stellen. Bis zur Amtseinführung dauert es.

Seit Ende des vergangenen Schuljahres ist die Schulleiterstelle der Pestalozzi-Oberschule Hartha vakant. Nun gibt es eine Bewerbung auf diese Stelle.
Seit Ende des vergangenen Schuljahres ist die Schulleiterstelle der Pestalozzi-Oberschule Hartha vakant. Nun gibt es eine Bewerbung auf diese Stelle. © Lars Halbauer

Hartha. Plötzlich ging es im August vergangenen Jahres ganz schnell. Kerstin Wilde, die seit 2012 Schulleiterin an der Pestalozzi-Oberschule (OS) Hartha war, trat ihren Dienst in der Oberschule Lichtenau, ihrem Heimatort, an. Kerstin Wilde hat sich um den Erhalt der Harthaer Schule und die pädagogische sowie inhaltliche Neuausrichtung der Schule sehr verdient gemacht.

 Ihre Stellvertreterin Heike Brüssau übernahm die Schulleitung kommisarisch. Seitdem war die Schulleiterstelle für die OS Hartha ohne Erfolg ausgeschrieben.

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Im vergangenen Schuljahr hatten Dagmar Hardege, neben ihrer Schule in Frankenberg auch die in Hartha geleitet. Nun hat sie die Schule wieder verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Der lange Weg zum Schulleiter/in

„Inzwischen liegt eine Bewerbung vor. Damit beginnt das Schulleiterbestimmungsverfahren, dessen Dauer und Ausgang von vielen Faktoren abhängt“, teilte Kerstin Fechert stellvertretende Pressesprecherin vom Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) auf Anfrage von Sächsische.de mit. Ein Schulleiterbestimmungsverfahren könne sich in die Länge ziehen. Nach dem Bewerbungsgespräch müssten unter anderem die Schulkonferenz, die Personalvertretung und der Schulträger befragt werden. Dafür sind bestimmte Fristen einzuhalten, so Fechert.

 Stimmen alle der Bewerbung zu, bedarf es eines Kabinettsbeschlusses, um den Bewerber für das Amt zu berufen. „Wir sind sehr daran interessiert, die Stelle so schnell wie möglich zu besetzen. Es kommt darauf an, wie schnell alle Gremien arbeiten“, so die stellvertretende Pressesprecherin.

Warum der Chefsessel an manchen Schulen nicht oder schwer besetzt werden kann, darüber kann Kerstin Fechert nur spekulieren. Es könnte zum Beispiel der Berufsethos sein. „Die Lehrer haben ihren Beruf gewählt, um den Kindern Wissen beizubringen. Ihnen ist klar, dass bei der angespannten Lehrersituation jeder fehlt und entscheiden sich dann fürs Unterrichten“, nimmt Fechert an. Außerdem komme auf eine Schulleitung ein großer Arbeitsumfang zu. Der beinhalte nicht nur die Arbeit mit den Schülern, Eltern und Kollegen. 

Auch die Altersstruktur wirke sich auf die Besetzung leitender Stellen aus. Die Jüngeren würden oftmals an der Familienplanung arbeiten und die Älteren nicht noch mal eine neue Aufgabe übernehmen. Schön sei es, dass es nun eine Bewerbung für die Stelle an der Oberschule in Hartha gibt, so Fechert. 

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