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Gute Ausstattung für die Ostrauer Wehr

Moderne Technik und gute Ausrüstung für die Feuerwehr begeistern junge Leute für das Ehrenamt. Ostrau macht es vor.

Die Schrebitzer Feuerwehrleute freuen sich über ihr neues Tanklöschfahrzeug, das schon einige Zeit bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz im Einsatz gewesen ist.
Die Schrebitzer Feuerwehrleute freuen sich über ihr neues Tanklöschfahrzeug, das schon einige Zeit bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz im Einsatz gewesen ist. © Dietmar Thomas

Ostrau. Die Feuerwehren in Ostrau und Rittmitz haben Zuwachs bekommen. Sieben neue Kameraden begannen im letzten halben Jahr ihren Dienst. „Dafür bedanke ich mich bei den Ortswehrleitungen“, sagte Hauptamtsleiterin Antje Zornik, die von Amtswegen für die Wehren zuständig ist. Dass das Interesse an diesem Ehrenamt gewachsen ist, sei auch der guten technischen Ausstattung der Ortswehren geschuldet.

Fahrzeugbestand drastisch verjüngt

„Wir haben unseren Fahrzeugbestand in kurzer Zeit drastisch verjüngt“, so Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Er kritisierte in diesem Zusammenhang, dass die Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen ihre Preise nach Bekanntwerden der Erhöhung des Fördergeldes sofort angezogen haben. „Die Preise sind extrem gestiegen“, so Schilling. Die Extraförderung bei der Bestellung von mehreren Fahrzeugen, die wir noch nutzen konnten, gibt es nicht mehr.“

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Im November 2018 erhielt die Ostrauer Wehr einen gebrauchten, aber modernisierten Mannschaftstransportwagen. Das war mit finanzieller Unterstützung des Feuerwehrfördervereins möglich. Das gebrauchte Ostrauer Auto tauschten die Nosckowitzer Kameraden gegen ihren B 1000. Im Oktober vor einem Jahr wurde das Löschtankfahrzeug 4.000 an die Ostrauer Kameraden übergeben und gegen den Tanker getauscht, der nun in Noschkowitz seinen Dienst tut. 

Im März diesen Jahres ersteigerte die Gemeinde ein TLF 24/50 für die Schrebitzer Wehr, deren 30 Jahre altes Auto nun ausgemustert wurde. Noch im Dezember sollen die Rittmitzer Ortswehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug, das 800 Liter Wasser mitführen kann, bekommen. Damit dann auch die alte Tragkraftspritze gegen eine Neue eingetauscht werden kann, soll eine solche Spritze im nächsten Jahr angeschafft werden.

Im November vergangenen Jahres übergab Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) Gemeindewehrleiter Tom Kunath die Schlüssel für das neue Tanklöschfahrzeug.
Im November vergangenen Jahres übergab Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) Gemeindewehrleiter Tom Kunath die Schlüssel für das neue Tanklöschfahrzeug. © Dietmar Thomas

Neue Dienst- und Schutzkleidung

Für das nächstes Jahr wird wieder eine Förderung für die Anschaffung der Dienst- und Schutzbekleidung in Aussicht gestellt. Um diese beantragen zu können, haben die Gemeinderäte einer Ausgabe von 7.000 Euro im kommenden Jahr zugestimmt.

 Die Gesamtkosten für die geplante Anschaffung belaufen sich auf 11.800 Euro.Bekommt die Gemeinde das Fördergeld, sollen davon unter anderem 15 Feuerwehrhelme für die Schrebitzer Wehr und rote Überhosen sowie rote Jacken angeschafft werden. Gemeinderätin Franziska Dinor wollte wissen, warum die Ortswehren Rittmitz und Noschkowitz bei den Anschaffungen nicht bedacht worden sind.

„Es wurde kein Bedarf angemeldet. Die Feuerwehrleute sind verantwortungsbewusst und bestellen nur das, was wirklich notwendig ist“, so Antje Zornik. Das sei auch notwendig. Immerhin kostet die Ausstattung eines neuen Kameraden etwa 1.000 Euro. Doch diese Investition müsse sein, damit die Neuen auch an der Ausbildung teilnehmen können.

Atemschutzträger demnächst in Rot

Franziska Dinor interessierte auch, warum rote Schutzkleidung angeschafft werden soll. „Wir wollen unsere 20 Atemschutzträger künftig mit der roten Schutzbekleidung ausstatten. Diese ist zwar teurer, aber sie gibt zum einen mehr Schutz und hält wegen des guten Materials zum anderen länger“, so die Hauptamtsleiterin. Pro Hose und Jacke in Rot liegen die Kosten bei 1.300 Euro. 

Außerdem haben die Gemeinderäte einen Grundsatzbeschluss gefasst. Der wird für die Beantragung von Fördergeld benötigt. In den Haushalt sollen Kosten in Höhe von 32.000 Euro für die Ausrüstung der Feuerwehr eingestellt werden. Sollte das Fördergeld fließen, hätte die Gemeinde noch einen Eigenanteil von 19.000 Euro zu zahlen. 

Von dem Geld sollen unter anderem Feuerpatschen, Hakengurte, ein Notfallrucksack, vier digitale Funkmelder und eine Tragkraftspritze gekauft werden.

Die gute Ausrüstung und die regelmäßigen Treffen und fachliche Anleitung der Jugendwarte lassen auch die Nachfrage von Interessierten für die Jugendwehr steigen. Zurzeit sind es 14 Kinder und Jugendliche, die sich regelmäßig treffen, um das Einmaleins der Feuerwehr zu erlernen.

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