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Umkämpftes Derby geht an Roßwein

Fußball-Kreisoberliga: Beim VfB Leisnig gelingt ein 2:1. Der SV Ostrau startet furios mit einem 3:0 gegen Böhlen in die Saison. Hartha verfehlt einen Sieg trotz Unterzahl knapp.

Umkämpftes Derby: Der Leisniger Dominik Erl (links) liefert sich hier einen Zweikampf mit dem Roßweiner Ronny Marbach. Am Ende hatte der RSV knapp mit 2:1 die Nase vorn.
Umkämpftes Derby: Der Leisniger Dominik Erl (links) liefert sich hier einen Zweikampf mit dem Roßweiner Ronny Marbach. Am Ende hatte der RSV knapp mit 2:1 die Nase vorn. © Lutz Weidler

Region Döbeln. Rico Meister hat sich am Sonnabend vor allem über bestes Wetter und beste Stimmung gefreut. Doch das Ergebnis des ersten Kreisoberliga-Derbys war natürlich nicht nach dem Geschmack des Trainers beim VfB Leisnig. Seine junge Truppe unterlag dem erklärten Staffelfavoriten vom Roßweiner SV daheim mit 1:2. Für Rico Meister eine ärgerliche Niederlage, „weil ein Punktgewinn verdient gewesen wäre. Ein Unentschieden wäre sicherlich drin und auch leistungsgerecht gewesen“.

Roßweins Co-Trainer Helge Möws wiederum spricht von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft, auch wenn sie nicht so gut ins Spiel kam. „Es war kein schönes, dafür aber sehr umkämpftes Spiel“, so Möws. Er musste wegen einer Verletzung von Stanley Steenbeck nach einer Viertelstunde wechseln und die Mannschaft umstellen. Dann dauerte es bis kurz vor der Pause, ehe die etwas glückliche Führung nach einem wohl als Flanke gedachten Ball durch Köhler gelang.

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Roßwein wirkt abgebrühter

Nach dem Wechsel ein kaum verändertes Bild. Roßwein wirkte irgendwie abgebrühter, während der VfB im Spiel nach vorn kaum zwingende Mittel fand. So blieben Chancen auf beiden Seiten eher Mangelware, doch auch hier hatte der RSV Vorteile.

Und doch mussten die Möws-Schützlinge lange um die drei Punkte bangen. Erst eine etwas zu ungestüme Leisniger Attacke gegen RSV-Torjäger Martin Schwibs in der 86. Minute leitete die Vorentscheidung ein. Krondorf verwandelte den Elfmeter. Der Strafstoß „ging in Ordnung. Da hat sich Erfahrung gegen jugendlichen Tatendrang durchgesetzt“, so VfB-Coach Rico Meister. Dass seine Mannschaft danach noch zum Anschluss kam, „hat gezeigt, das die Jungs bis zum Schluss alles gegeben haben“.

Helge Möws kommentiert den Dreier aus Sicht des Liga-Favoriten nüchtern. „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt“, sagt er, auch wenn es bis zum Elfmeter eine Zitterpartie gewesen sei. Rico Meister nimmt das Positive aus Leisniger Sicht mit.

„Die Jungs haben auch nach der glücklichen Roßweiner Führung nicht aufgehört mit dem Fußballspielen. Das gilt es mitzunehmen, und wenn die Jungs das in den kommenden Spielen abrufen dann werden Punktgewinne nicht lange auf sich warten lassen“, sagt er.

Ostrauer Hausherren legen gleich rasant los

Für den SV Ostrau 1990 dagegen hätte der Start in die neue Spielserie kaum besser verlaufen können - zumindest vom Ergebnis her. Gegen den SV Chemie Böhlen steht ein klares 3:0 zu Buche. Die Hausherren, die ihre Heimspiele noch im Waldstadion am Zschaitzer Burgberg austragen, legten dabei ziemlich rasant los.

Schon in der 4. Minute traf eine Flanke von Toni Vogt das Aluminium des Böhlener Gehäuses. Doch die Gäste versteckten sich keinesfalls und versuchten, sich in der Ostrauer Hälfte festzusetzen. Der erste gefährliche Schuss auf das Gehäuse der Platzherren kam dann in der 8. Minute vom Böhlener Weber.

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Drei Minuten später die Führung für die Jahnataler. Nach starker Vorarbeit von Sandro Antony im Mittelfeld bediente er Toni Vogt, dessen Flanke David Karius zum ersten Pflichtspieltor für die Ostrauer versenkte. Danach waren die Gastgeber die druckvollere Mannschaft, ließ aber gute Torgelegenheiten sträflich ungenutzt.

Trotzdem konnte noch vor dem Pausenpfiff erhöht werden. Einen schnell ausgeführten Freistoß von David Karius steckte Sandro Antony den Ball durch die Böhlener Abwehr auf Toni Vogt, der vollenden konnte.

Im zweiten Durchgang traf es die Gäste aus Böhlen ziemlich hart. Erst verletzte Torhüter Michael Arndt ohne gegnerische Einwirkung, konnte nicht weiterspielen. Wenig später dezimierte sich das Team durch eine gelb-rote Karte für Kapitän Steffen Scharf. Doch trotz Überzahl kamen die Ostrauer nicht wesentlich besser ins Spiel, weil Böhlen das Defizit mit viel Laufbereitschaft ausglich.

Hartha nach Feldverweis in der Unterzahl

So dauerte es noch bis zur 87. Minute, ehe die endgültige „Erlösung“ für die 1990er kam. Felix Zschockelt umspielte nach Vorarbeit von Lukas Bauer erst einen Abwehrspieler und dann den Böhlener Hüter.

Der BC Hartha ist am Sonntag nur knapp an einem Sieg beim TSV Großsteinberg vorbeigeschrammt. Bebersdorf netzte kurz vor und unmittelbar nach der Pause zur zwischenzeitlichen Führung ein. Doch fünf Minuten vor Ultimo zerplatzte der Traum vom Dreier. Dennoch eine starke Leistung. Denn ab der 25. Minute mussten die Harthaer nach Feldverweis für Moratzky mit zehn Mann auskommen.

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