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Ostrau jubelt im Derby trotz erstem Gegentor

Der Döbelner SC hält gut und lange dagegen, unterliegt aber letztlich verdient. Roßwein fertigt Partheland ab. Leisnig und Hartha verlieren auswärts.

Sandro Antony bejubelt hier sein 1:0 für den Ostrauer SV, bereitete den dritten Treffer vor und avancierte so zum Matchwinner gegen den Döbelner SC.
Sandro Antony bejubelt hier sein 1:0 für den Ostrauer SV, bereitete den dritten Treffer vor und avancierte so zum Matchwinner gegen den Döbelner SC. © Foto: Lutz Weidler

Region Döbeln. Die betrübliche Nachricht für Fußball-Kreisoberligist SV Ostrau: Die Schützlinge von Trainer Mathias Donath haben am Sonnabend den ersten Gegentreffer der Saison hinnehmen müssen. Sie werden es verschmerzen: Es hat im Derby gegen den Döbelner SC trotzdem zu drei Punkten gereicht. Am Ende gewannen die Jahnataler mit 3:1

Es war das „Gipfeltreffen“ des Spieltages. Beide Teams traten mit makelloser Bilanz an, allerdings hat Ostrau ein Spiel mehr absolviert. Und so entwickelte sich nach kurzem Abtasten ein munteres Spielchen mit Torchancen auf beiden Seiten.

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Im Zschaitzer Waldstadion entwickelte sich nach 10 Minuten ein munteres abwechslungsreiches Spiel mit Torszenen auf beiden Seiten. Doch weder Sandro Antony oder Patrick Fromme auf Ostrauer Seite noch Chris Liebmann oder Steve Oehme vom DSC konnten sie nutzen. So ging es mit dem berühmten „0:0 der besseren Art“ in die Halbzeitpause.

Umstellung verhilft zum Sieg

SVO-Coach Mathias Donath stellte nach der Pause um, beorderte Felix Zschockelt aus der Innenverteidigung in die Offensive neben Sandro Antony. Ein gelungener Schachzug, denn Ostraus Stoßstürmer beschäftigte die Döbelner Abwehr, in der mit Jonas Dewitz und Hugo Stiller das etatmäßige Duo der Innenverteidigung fehlte.

Sandro Antony war es dann vorbehalten, die Ostrauer Führung zu erzielen. Er überlistete den herauslaufenden Döbelner Hüter Mirko Niepel. Im Gegensatz zur Vorwoche brauchte der DSC, um sich von dem Gegentreffer zu erholen. Dann probierte es der eingewechselte Viet Vu Duc mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der unhaltbar zum Ausgleich abgefälscht wurde. Doch Ostrau schlug zurück. Nach einem Foul in Strafraumnähe traf Michael Fromme aus 25 Metern mit einem unhaltbaren Freistoßhammer in den Winkel zum 2:1. Fünf Minuten später brachte Felix Zschockelt eine Flanke von Sandro Antony zum 3:1 in die Maschen.

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„Mit dem Ergebnis mussten wir Lehrgeld bezahlen“, DSC-Trainer Thomas Kupper. Bis zur 70. Minute habe seine Mannschaft die besseren Spielanteile verzeichnet. Doch danach seien Fehler vom Gegner bestraft worden. „Somit geht die Niederlage in Ordnung. Dennoch war ich über weite Teile mit der Mannschaft zufrieden“, so Thomas Kupper. Sein Ostrauer Kollege Mathias Donath freute sich, dass seine Taktik-Umstellung funktionierte. „Es ist immer wieder schön, ein Derby zu gewinnen“, so Donath nach dem Spiel.

Leisnig beklagt frühe Verletzung

„Deutzen war gnadenlos effektiv“, kommentierte dagegen Rico Meister, Trainer beim VfB Leisnig, die 1:3-Niederlage bei den Blau-Weißen. Seine Elf hingegen habe „unsere Chancen nicht nutzen können und unsere spielerische Überlegenheit nicht in Tore umgesetzt“. Ein Knackpunkt der Begegnung: Nach einem Foul musste Patrick Hußner nach zehn Minuten raus, den fälligen Elfmeter vergab der VfB. „Einen Spieler wie Hußner können wir natürlich nicht adäquat ersetzen“, so Rico Meister.

Wo BC Hartha draufsteht, geht es momentan in der Regel spektakulär zu. Beim SV Blau-Weiß Bennewitz zogen die Schützlinge von Trainer Martin Scheidig nach wiederum torrechen Spiel mit 3:5 den Kürzen. Blau-Weiß hatte mit dem vierfachen Torschützen Max Jeurink einen „Helden“. Beim BC gab‘s nur einen tragischen Helden: Erst schoss Rico Bebersdorf mit seinem achten Saisontor den 1:2-Anschluss. Vier Minuten später kassierte er Rot.

Im Sonntagspiel hatte der Roßweiner bei Schlusslicht SC Partheland leichtes Spiel. Die Elf von Trainer Jörg Soujon gewann mit 8:2. Benjamin Brambor erzielte fünf Treffer, vier davon in den letzten 20 Minuten.

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