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Ostrauer Kalköfen werden aufpoliert

In diesem Jahr sollen zwei Kalköfen saniert und damit zu einem Tourismusmagnet entlang des Jahnatalweges werden. Das plant die Gemeinde.

In diesem Jahr sollen zwei Kalköfen saniert und damit zu einem Tourismusmagnet entlang des Jahnatalweges werden.
In diesem Jahr sollen zwei Kalköfen saniert und damit zu einem Tourismusmagnet entlang des Jahnatalweges werden. © Archiv/Dietmar Thomas

Ostrau. Die Gemeinde Ostrau will für Ausflugstouristen und Radfahrer noch attraktiver werden. Sie plant unter anderem, zwei alte Kalköfen in Münchhof zu sanieren. Die Idee gibt es schon längere Zeit. Doch in diesem Jahr soll sie umgesetzt werden.

Die Planung für das Vorhaben hat das Ingenieurbüro Ritter-Müller aus Leipzig übernommen. „Das Leistungsverzeichnis ist fertig. Wir bereiten die Ausschreibung vor. Zur Ratssitzung im Februar sollen die Aufträge vergeben werden“, sagte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

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Eine weitere Voraussetzung für die Sanierung des historischen Bauwerkes ist ein Artenschutzgutachten, das in den kommenden Tagen ebenfalls fertiggestellt wird.

Die seit Jahrzehnten leerstehenden Kalköfen wurden einst von den Kalkwerken Ostrau genutzt.
Die seit Jahrzehnten leerstehenden Kalköfen wurden einst von den Kalkwerken Ostrau genutzt. © Archiv/Dietmar Thomas

Bemerkenswerte Relikte aus den Zeiten des Kalkabbaus

Die seit Jahrzehnten leerstehenden Kalköfen wurden einst von den Kalkwerken Ostrau genutzt. „Durch Witterungseinflüsse ist die Substanz der Öfen stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass loses Gestein herausbricht. Um sie zu erhalten und für Touristen und Radfahrer als Ausflugsziel attraktiv zu gestalten, ist eine Sanierung geplant“, sagte der Bürgermeister.

Für die Sanierung der beiden Kalköfen sind insgesamt Kosten in Höhe von 215.000 Euro eingeplant. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 43.000 Euro. Das Vorhaben wird mithilfe der Leaderförderung finanziert. Eine entsprechende Förderzusage liegt der Gemeindeverwaltung vor.

„Die Kalköfen sind als bemerkenswerte Relikte aus den Zeiten des Kalkabbaus in der Region Ostrau verblieben. Sie sind jedoch zunehmend vom Verfall bedroht und sollen erhalten werden“, hieß es in der entsprechenden Vorlage. Dazu sind umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an den Bauwerken erforderlich. Ebenso sollen die Bereiche um die Öfen hergerichtet werden.

Ein Ofen bekommt eine Plattform

Einer der beiden Öfen soll eine Plattform erhalten und begehbar sein. Zudem sollen Rastmöglichkeiten wie Tische und Bänke geschaffen werden. „Die Kalkwerke haben uns ihre Unterstützung mit Know-how und Informationsmaterial zugesichert“, sagte Dirk Schilling.

Früher sei der Kalk noch mit einem Seilzug zum Bahndamm transportiert worden. Diese Geschichte soll den Touristen mithilfe von Informationstafeln vermittelt werden.

Ausgeschrieben wird das Vorhaben in drei Losen. Zum einen sind Tiefbauarbeiten für die Gestaltung des Vorplatzes notwendig. Die größte Herausforderung sind die Natursteinarbeiten zur Sanierung der Öfen. Für die Aussichtsplattform und die Treppe sind Stahlbauarbeiten notwendig.

Kneipp-Strecke im Mühlgraben

Ein weiteres Projekt entlang des Jahnatalweges soll ebenfalls in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Gemeinde will Wasser in der Nähe der Eschkemühle erlebbar machen. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 160.000 Euro. Als Eigenanteil müsste die Gemeinde 32.000 Euro aufbringen. Für dieses Projekt soll der Auftrag im März vergeben werden.

Der Platz am Mühlgraben im Zentrum von Ostrau ist zurzeit nicht gestaltet, der wilde Bewuchs und die zerfallenden Betonwände sind nicht einladend und ein starker Kontrast zum Festplatz an der Eschkemühle.

Die Eschkemühle in Ostrau ist ein wahrer Blickfang. Damit sich die Ostrauer und Gäste nicht nur hier wohl fühlen, soll ein der Mühlgraben renaturiert werden und eine Kneipp-Strecke entstehen.
Die Eschkemühle in Ostrau ist ein wahrer Blickfang. Damit sich die Ostrauer und Gäste nicht nur hier wohl fühlen, soll ein der Mühlgraben renaturiert werden und eine Kneipp-Strecke entstehen. © André Braun/Archiv

Deshalb soll der Mühlgraben in diesem Bereich renaturiert und durch Treppenstufen begehbar gemacht werden, um einen natürlichen Charakter entstehen zu lassen und ihn als Kneipp-Strecke nutzen zu können. Zwischen dem Wasserlauf und dem direkt vorbeiführenden Jahnatalweg wird ein Rastplatz gebaut.

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