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Ostrau macht sich für Skaterpark stark

Die Gemeinderäte haben einen Grundsatzbeschluss gefasst. Zur Finanzierung des Projektes wird Fördergeld beantragt.

Voller Vorfreude auf den Skaterpark in Ostrau hatten sich Eddie (von links), Morris Damm, Jenny Leisker, Marius und Alexander fotografieren lassen. Nun hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben.
Voller Vorfreude auf den Skaterpark in Ostrau hatten sich Eddie (von links), Morris Damm, Jenny Leisker, Marius und Alexander fotografieren lassen. Nun hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben. © Lars Halbauer

Ostrau. Die Idee, in Ostrau einen Skaterpark zu errichten, ist bei den Ostrauer Gemeinderäten auf offene Ohren gestoßen.

Nach der Präsentation des Projektes durch die Initiatoren um Jenny Leisker in der Sitzung im Januar zeigten sich die Räte begeistert. Schon damals wurde im nichtöffentlichen Teil beschlossen, dass dem Bau eines Skaterparks grundsätzlich zugestimmt werden soll. Diese Zustimmung machten die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend nun auch öffentlich. Dem Grundsatzbeschluss zum Bau des Skaterparks wurde einstimmig zugestimmt.

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Insgesamt will die Gemeinde 250.000 Euro für das Projekt bereitstellen. Über das Leader-Programm sollen 200.000 Euro Fördergeld beantragt werden, der Eigenanteil der Gemeinde würde 50.000 Euro betragen. Die Antragstellung soll voraussichtlich im August erfolgen.

Bedarf beim Regionalmanagement angemeldet

„Für die Leader-Region Lommatzscher Pflege stehen 2,9 Millionen Euro als Übergangsgeld für die Jahre 2021 und 2022 zur Verfügung“, informierte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). „Wir haben den Bedarf für den Skaterpark beim Regionalmanagement angemeldet“, so Schilling weiter.

Mit den Initiatoren des Skaterparks um Jenny Leisker sei das Gelände am sogenannten Biotop in Ostrau unweit des Gewerbegebietes auserkoren worden. Der untersuchte Standort in der Gemarkung Wutzschwitz befindet sich im Eigentum der Gemeinde und ist gemäß Flächennutzungsplan bebaubar. Damit wären wesentliche Voraussetzungen für eine Förder- und Genehmigungsfähigkeit gegeben.

Von den 250.000 Euro sollen für dieses Jahr 15.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Diese Summe ist für die Genehmigungsplanung sowie Untersuchung des Baugrundes gedacht. Im Jahr 2022 soll das Projekt dann möglichst umgesetzt werden und deshalb der größere Teil der Summe in die Haushaltsplanung einfließen.

Erste Planungsleistungen bewilligt

Für die Antragstellung ist eine Entwurfsplanung mit Kostenaufstellung sowie gegebenenfalls eine Genehmigungsplanung erforderlich. Gemäß der Leader-Richtlinie seien diese Leistungen öffentlich ausgeschrieben worden. Zwei Planungsbüros bekundeten ihr Interesse, darunter das Ingenieurbüro Ritter-Müller aus Leipzig. „Mit diesem Büro hat die Gemeinde bereits zusammengearbeitet und gute Erfahrungen gesammelt“, sagte Dirk Schilling.

Die Leistung soll vorerst nur bis zur Planungsphase 4 – der sogenannten Genehmigungsplanung – vergeben werden. Die Kosten dafür betragen knapp 12.000 Euro. Für die gesamte Planung des Projektes würden knapp 38.000 Euro anfallen. Die restlichen Planungsschritte der Phasen 5 bis 9 würden nur bei einer Bewilligung des Fördergeldes in Auftrag gegeben werden. Diesem Prozedere stimmten die Gemeinderäte zu und vergaben den Auftrag an das Ingenieurbüro Ritter-Müller.

Zugang von der Straße aus

Einzige Schwierigkeit ist, dass drei Randstreifen an der Straße nicht der Gemeinde gehören. Eigentümer ist die Bodenverwaltungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) Sachsen/Thüringen. „Die Gemeinde hat Antrag auf Erwerb dieser Flurstücke gestellt. Jedoch wurden dafür horrende Summen aufgerufen“, so Schilling.

Es sei klar, dass für den Bau des Skaterparks ein Zugang erforderlich ist, möglichst von der Straße aus. Allerdings sei das Grundstück auch vom Biotop beziehungsweise von einem Grünstreifen aus erreichbar.

Nach Rücksprache mit der BVVG konnte zumindest für ein Teilstück ein Ergebnis erzielt werden, mit dem die Gemeinde leben kann. Das Grundstück hat eine Größe von 643 Quadratmetern. „Es ist von großem Vorteil, die Zufahrt an dieser Stelle herzustellen, zumal an der Straße zwei größere Parkbuchten vorhanden sind, welche als Parkmöglichkeiten für die Nutzer des Skaterparks dienen könnten“, heißt es in dem Beschlussvorschlag. Die Gemeinderäte stimmten dem Kauf des Grundstücks zum Preis von knapp 2.300 Euro zu.

Erste Spenden eingegangen

Jenny Leisker zeigte sich mit dem Verlauf der Sitzung sehr zufrieden. „Es ist schön, dass das Projekt die Unterstützung der Gemeinderäte gefunden hat“, sagte sie. Sie habe sich in den vergangenen Wochen fast täglich mit dem Projekt beschäftigt. „Wir haben Gespräche mit Fachleuten geführt, in denen es unter anderem darum ging, welche Elemente infrage kommen“, so Leisker. Zudem habe sie eine Facebook-Seite eingerichtet, auf der sie über die Fortschritte berichtet.

Nach den Worten von Bürgermeister Dirk Schilling ist auf dem Spendenkonto, das bei der Gemeinde für den Bau des Skaterparks eingerichtet wurde, schon einiges an Geld eingegangen. Schilling wies darauf hin, dass als Zweck Skaterpark Ostrau angegeben werden soll. Zudem sei es wichtig, Namen und Adresse bei der Überweisung anzugeben, um die Spenden genau zuordnen zu können.

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Das Spendenkonto der Gemeinde Ostrau ist bei der Sparkasse Döbeln. Als Verwendungszweck soll der Skaterpark Ostrau eingetragen werden.IBAN: DE43 8605 5462 0036 9500 01, BIC: SOLADES1DLN.

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