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Waldheimer Pflegedienst sagt Danke

Für die Kirchgemeinde gibt es eine Überraschung in Form von Geld. Damit hat der Pfarrer gar nicht gerechnet.

Benjamin Brambor (links) vom gleichnamigen Pflegedienst und Teamleiterin Sina Schumann überreichten an den Waldheimer Pfarrer Reinald Richber eine Spende. Im Anschluss hielt der Pfarrer einen Gottesdienst ab.
Benjamin Brambor (links) vom gleichnamigen Pflegedienst und Teamleiterin Sina Schumann überreichten an den Waldheimer Pfarrer Reinald Richber eine Spende. Im Anschluss hielt der Pfarrer einen Gottesdienst ab. © Elke Braun

Waldheim. Pfarrer Reinald Richber zündet zu Beginn des Gottesdienstes im Haus „Türmchen“ an der Bahnhofstraße eine dunkelblaue Kerze an. Dunkelblau ist die Hausfarbe des Pflegedienstes Brambor, der die Einrichtung des Betreuten Wohnens betreibt.

Zuvor hat Prokurist Benjamin Brambor dem Pfarrer einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro überreicht. „Es soll ein kleines Dankeschön dafür sein, dass die Kirchgemeinde sich mit den regelmäßigen Gottesdiensten so liebevoll um unsere Mieter kümmert“, sagte Brambor. Insgesamt wohnen derzeit 21 Männer und Frauen im Haus an der Bahnhofstraße 59.

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Aller vier Wochen ein kleiner Gottesdienst

Seit der Eröffnung des Betreuten Wohnens im Jahr 2013 kommt Pfarrer Reinald Richber aller vier Wochen in die Einrichtung, um einen kleinen Gottesdienst abzuhalten. „Das bringt den Mietern sehr viel, denn für sie wäre ein Besuch der Gottesdienste in der Kirche zu beschwerlich“, sagt Brambor. 

Er freut sich , dass die Kirchgemeinde diese Besuche ganz eigenständig und ohne viel Aufhebens organisiert. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Benjamin Brambor. Im Haus an der Härtelstraße, das auch vom Pflegedienst Brambor betrieben wird, laufe diese Kooperation sogar bereits seit 2009. „Dafür wollen wir uns mal bedanken“, so der Prokurist.

Konzert als willkommene Abwechslung

Sehr gerne erinnert er in diesem Zusammenhang auch an das kleine Trompetenkonzert mit dem Waldheimer Kantor vor dem Heim im Mai dieses Jahres. Mitten im ersten Lockdown wegen der Corona-Pandemie sei das für die Bewohner eine willkommene Abwechslung und ein kleiner Lichtblick gewesen.

Reinald Richber, der insgesamt in vier Senioreneinrichtungen diese mobilen Gottesdienste anbietet, war sichtlich überrascht über die finanzielle Zuwendung. Ob es denn Prioritäten gebe, wofür das Geld eingesetzt werden soll, fragt er. „Wichtig ist uns nur, dass es für Projekte in Waldheim verwendet wird“, so Brambor.

Ein Zeichen setzen für die Stadt

Mit solchen Aktionen wolle die Firma ein Zeichen in der jeweiligen Stadt setzen, in der sie arbeitet. „Wir sind neben Döbeln und Roßwein hier in Waldheim ansässig und versuchen so, die jeweiligen Städte zu unterstützen.

 So hat sich das Pflegedienst- Unternehmen mit Döbeln- und Waldheim-Gutscheinen bei Mitarbeitern und Geschäftspartnern während der Corona-Pandemie bedankt.

„Am Ende haben die hier ansässigen Händler und Gewerbetreibenden auch wieder etwas davon“, sagte er. Überdies erwerbe das Unternehmen alles, was es für seine Arbeit benötige, vor Ort.

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