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Zwei CDU-Politiker wollen in den Bundestag

Am Freitag wählt die CDU Mittelsachsen ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2021. Neben Veronika Bellmann gibt es auch noch einen anderen.

Im kommenden Jahr wird der Bundestag neu gewählt. Der Wahlkampf dafür beginnt in Mittelsachsen schon jetzt.
Im kommenden Jahr wird der Bundestag neu gewählt. Der Wahlkampf dafür beginnt in Mittelsachsen schon jetzt. © Michael Kappeler/dpa (Archiv)

Mittelsachsen. Veronika Bellmann oder Oliver Gerstner? Wer geht im kommenden Jahr für die CDU im Wahlkreis 161 als Direktkandidat ins Rennen um das Amt des Bundestagsabgeordneten für Mittelsachsen? Das wird sich am Freitag in Siebenlehn entscheiden.

Dann stimmen die knapp 750 wahlberechtigten Christdemokraten über den Kandidaten für die Wahl im kommenden Jahr ab. Zwei Bewerbungen liegen dafür bisher vor, wie Robert Frisch, Geschäftsführer des Kreisverbandes der CDU Mittelsachsen, sagt. 

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Erneut um das Amt beworben hat sich Veronika Bellmann. Die 59-jährige, gebürtige Chemnitzerin sitzt bereits seit 2002 im Deutschen Bundestag. Und möchte das Amt offenbar gern weiter ausführen. 

Veronika Bellmann sitzt seit 2002 für Mittelsachsen im Deutschen Bundestag. Die gebürtige Chemnitzerin ist 59 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter.
Veronika Bellmann sitzt seit 2002 für Mittelsachsen im Deutschen Bundestag. Die gebürtige Chemnitzerin ist 59 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter. © Dietmar Thomas

"Für mich gilt das Motto - schon viel erreicht, aber auch noch viel zu tun", begründet Bellmann ihre erneute Kandidatur. Punkten wolle sie gegenüber ihrem Mitbewerber unter anderem damit, dass sie vielerorts gut vernetzt sei. Als kritisch-konstruktive Politikerin in Mittelsachsen sei ihr Bekanntheitsgrad doch recht groß ist. "Für die CDU Mittelsachsen bin ich dadurch auch in schwierigen Lagen ein Garant für Wahlsiege", äußerte sich Bellmann. 

Zudem sei sie als Politikerin krisenerprobt: "Hochwasser 2002 und 2013, die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009, die Migrationskrise 2015 und nun eben die Corona-Pandemie. Ich bin ein wieder 'Aufbau-Mensch'". 

Auch mit 59 Jahren möchte sich die Politikerin weitere vier Jahr engagieren. "Trotz meines reiferen Alters bin ich ein Energiebündel. Die Hände in den Schoß legen, liegt mir nicht." Dass sie am Freitag gegen einen Mitbewerber antrete, sehe sie sportlich. 

Beworben hat sich auch Oliver Gerstner. Der Frankenberger ist 37 Jahre alt und derzeit Fachlehrer für den Bereich Cyber (IT/Digitalisierung) an der Offizierschule Dresden. Er bewirbt sich das erste Mal um ein Direktmandat. Seit 2019 sitzt Gerstner im Kreistag Mittelsachsens, ist zudem Mitglied im Stadtrat von Frankenberg.

CDU-Mitgliedschaft für Direktkandidaten nicht notwendig

Die Wahl soll auch für Mittelsachsen einen Generationswechsel möglich machen, begründet Gerstner seine Bewerbung. Er wolle den CDU-Mitgliedern eine Wahlmöglichkeit geben. 

„Mir ist wichtig, dass der ländliche Raum durch einen Abgeordneten mit festen Wurzeln in Mittelsachsen und zukunftsgerichteten Vorstellungen vertreten wird“, so der Frankenberger, der nach eigenen Angaben bereits über 20 Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik habe.

Oliver Gerstner ist 37 Jahre alt, kommt aus und lebt in Frankenberg. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.
Oliver Gerstner ist 37 Jahre alt, kommt aus und lebt in Frankenberg. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. © privat

Sowohl Bellmann als auch Gerstner hatten sich bereits Anfang Juli für das Amt beworben, informiert Robert Frisch. Seit Mitte August fänden Regionalveranstaltungen im Wahlkreis statt. Bis zum Aufruf des Tagesordnungspunktes am Nominierungstag sind nach Angaben des Kreisgeschäftsführers weitere Bewerbungen möglich.

„Zur optimalen Vorbereitung der Wahlniederschriften, aber auch zur Vorstellung der Bewerber in den Stadt- und Ortsverbänden der CDU Mittelsachsen, empfiehlt sich jedoch eine frühzeitige Kandidaturbekundung“, empfiehlt Frisch. 

Interessenten können sich unabhängig von Alter und Wohnort für das Direktmandat bewerben. Auch eine Mitgliedschaft in der CDU ist laut Satzung nicht notwendig.

Dieser Artikel wurde am Freitag, 4. September, 9.39 Uhr aktualisiert. 

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