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Leisnig: Schweigeminute für Dirk Morgenstern

Bürgermeister Tobias Goth würdigte in der Stadtratssitzung die Leistungen des Leisnigers. Auch zwei anderen Bürgern wurde gedacht.

Der Leisniger Dirk Morgenstern ist am 16. Mai aus dem Leben geschieden. Am Donnerstagabend würdigte der Bürgermeister Tobias Goth seine Arbeit.
Der Leisniger Dirk Morgenstern ist am 16. Mai aus dem Leben geschieden. Am Donnerstagabend würdigte der Bürgermeister Tobias Goth seine Arbeit. © Archiv/Dietmar Thomas

Leisnig. Am Donnerstagabend gab es in der Leisniger Kulturscheune in Börtewitz gleich drei Schweigeminuten. Unter anderem wurde dem ehemaligen Stadtrat Dirk Morgenstern gedacht. Der 50-Jährige schied am 16. Mai aus dem Leben.

Von einem Todesfall hatte Bürgermeister Tobias Goth selbst erst wenige Stunden vor Beginn der Stadtratssitzung erfahren: Ralf Herrmann starb am 24. Juni im Alter von 61 Jahren.

Bürgermeister Tobias Goth (CDU) würdigte ihn als einen stets engagierten und leistungsstarken Mitarbeiter. Ralf Herrmann leitete seit 2014 den Stadtbauhof. Damals hatte er einen Job in der Schweiz aufgegeben, um in Leisnig zu arbeiten. „Die Leisniger haben immer gesagt, er habe goldene Hände“, so Goth.

Sein plötzlicher Tod sei für alle, die ihn kannten, ein Schock. Ralf Herrmann sei vor zwei Wochen plötzlich zusammengebrochen. Er musste ins künstliche Koma versetzt werden. „Viele Tage hat er gekämpft, aber er hat es leider nicht geschafft“, sagt Goth.

Ralf Herrmann starb am 24. Juni. Er war Leiter des Leisniger Bauhofs und im CCL aktiv.
Ralf Herrmann starb am 24. Juni. Er war Leiter des Leisniger Bauhofs und im CCL aktiv. © Archiv/Dietmar Thomas

Ralf Herrmann kannte fast jeder Leisniger. Er sei freundlich, hilfsbereit und für jeden Spaß zu haben gewesen. Besonders bekannt war er auch durch seine Auftritte bei den Faschingsveranstaltungen des Carnevalclub Leisng (CCL) oder bei den Leisniger Altstadtfesten, wo er in so manche Rolle schlüpfte, die ihm fast immer auf den Leib geschneidert waren. Zuletzt stellte er unter anderem die Figur des „Fress-Nitsche“ dar.

Engagierter Mitarbeiter aus Leisnig

Als Mitarbeiter im Bauhof und später im Technologieorientierten Gründer- und Entwicklungszentrum (TGE) hat auch Reiner Siebert vielfältige Aufgaben für die Stadt Leisnig übernommen. Er starb am 12. Juni im Alter von 60 Jahren. Reiner Siebert war zunächst beim Bauhof der Gemeindeverwaltung Bockelwitz tätig.

„Mit der Eingemeindung kam er 2012 in den Leisniger Bauhof und war ein sehr engagierter und zuverlässiger Mitarbeiter“, sagte Tobias Goth. In dieser Zeit habe er sich besonders um den Bau und die Erhaltung von Stützmauern gekümmert. Ab 2014 war im Technologieorientierten Gründer- und Entwicklungszentrum (TGE) Leisnig tätig.

Reiner Siebert starb am 12. Juni. Er war im Bauhof Börtewitz und Leisnig tätig, später im TGE.
Reiner Siebert starb am 12. Juni. Er war im Bauhof Börtewitz und Leisnig tätig, später im TGE. © Archiv/Dietmar Thomas

"Wir verlieren auch einen Freund"

Im Alter von 50 Jahren kam bereits am 16. Mai Dirk Morgenstern ums Leben. In der Stadtratssitzung betonte der Bürgermeister: „Wir verlieren in Dirk Morgenstern ein Stadtratsmitglied und auch einen Freund.“

Der Rathauschef hob die „außerordentliche Bereitschaft der Familie Morgenstern“ hervor, soziale Projekte für den Umweltschutz privat durch Spenden zu unterstützen. Dirk Morgenstern war viele Jahre Stadtrat, schaffte den Einzug ins Parlament bei der Kommunalwahl 2019 aber nicht.

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Anfang dieses Jahres rückte er dann für Wolfgang Rölle nach, der aus Altersgründen aus dem Gremium ausschied. Auch als Geschäftsführer der Leisniger Baugilde war Dirk Morgenstern vielen Leisnigern bekannt. Goth sprach den Hinterbliebenen der Verstorbenen sein tiefes Mitgefühl aus.

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