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Gasthof Obersteina soll endlich weg

Schon mehr als sechs Jahre versucht die Verwaltung, den Gasthof „Grüne Aue“ abzureißen. Notwendig sind dafür aber Fördermittel.

Der ehemalige Gasthof „Grüne Aue“ in Obersteina soll weg. Derzeit versucht die Gemeinde, erneut Fördermittel für den Abriss zu generieren.
Der ehemalige Gasthof „Grüne Aue“ in Obersteina soll weg. Derzeit versucht die Gemeinde, erneut Fördermittel für den Abriss zu generieren. © Dietmar Thomas

Ostrau. Schon 2014 wollte der Gemeinderat den Gasthof „Grüne Aue“ im Ortsteil Obersteina abreißen. Damals war Fördergeld, das für den Abriss des Herrenhauses vom Rittergut geplant war, übrig geblieben. Doch daraus wurde nichts. Weitere sieben Jahre stand das Haus leer. Doch nun kommt wieder Schwung in die Abrisspläne der Gemeindeverwaltung.

In der vergangenen Ratssitzung legte sie den Gemeinderäten einen neuen Vorschlag zum Abriss des leerstehenden Gebäudes vor. Finanzielle Unterstützung würde die Gemeinde hierbei aus dem Förderprogramm „Vitale Dorfkerne“ des Freistaates Sachsen erhalten.

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Nässe hat vieles im Gasthof Obersteina kaputt gemacht

„Derzeit haben wir keine Hoffnung, andere Fördergelder zu bekommen, außer bei diesem Programm“, erklärt Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Deshalb wolle er es zumindest versuchen.

Das Gebäude an der Staatsstraße 35 in Obersteina besteht aus zwei Einheiten: den vorderen Teil mit der ehemaligen Gaststube sowie im Obergeschoss eine Wohnung und einem hinteren Teil mit Wirtschaftsräumen und einem großen Saal.

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„Es gibt schon seit Jahren keine Nutzung für das Gebäude mehr“, erklärt Schilling. „Außer dem Abriss sehen wir derzeit keine andere Verwendungsmöglichkeit.“

Durch die eindringende Nässe sind Holzbalkendecken in der Vergangenheit bereits stark beschädigt worden. Im Obergeschoss sind verschiedene Räume nicht mehr betretbar, gleiches spiegelt sich auch im Dachgeschoss. Die Vorbereitung für den geplanten Abriss wird durch ein Planungsbüro durchgeführt.

75 Prozent könnten vom Freistaat gefördert werden

Hierfür liege bereits eine Kostenschätzung in Höhe von etwa 125.000 Euro vor, so der Bürgermeister. „Die Summe gliedert sich in 109.000 Euro Abrisskosten und 16.000 Euro Planungs- und Gutachterkosten“, so Dirk Schilling.

Der Abriss beinhalte ihm zufolge, die Demontage der vorhandenen Medienanschlüsse, eine Entrümpelung und den Abbruch des Gebäudes. Hinzu kommt die Sicherung des Natursteinkanals der Kleinen Jahna, der das Gebäude unterquert.

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Die freiwerdende Fläche soll im Anschluss als Grünfläche mit Bänken, Blumen, Büschen und Bäumen gestaltet werden. „Die an der südlichen Grundstücksgrenze befindliche Mauer wird auf lose Steine untersucht. Gegebenenfalls werden diese entfernt oder befestigt“, erklärt der Bürgermeister. Zudem wird vor der Felsmauer ein Schutzzaun angeordnet, um herabfallende Steine aufzufangen.

Sollte es zur Förderung kommen, läge die Quote bei 75 Prozent. Den Rest müsste Ostrau mit einem Eigenanteil in Höhe von etwa 31.200 Euro außerplanmäßig in den Haushalt einstellen. Gelder seien jedoch dafür noch verfügbar, so Kämmerin Ulrike Brückner-Kremtz. Die Gemeinderäte waren einstimmig für das Projekt.

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