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Ostrau will noch mehr Fördermittel

Die Gemeinde beantragt bei dem EU-Förderprogramm „Leader“ weitere Projekte, die sie umsetzen will. Dazu zählt nicht nur die Straßenbeleuchtung.

Ostrau will unter anderem die Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen mit EU-Fördermitteln erneuern.
Ostrau will unter anderem die Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen mit EU-Fördermitteln erneuern. © Symbolfoto: Archiv/André Braun

Ostrau. Über vier Anträge stimmten die Räte der Gemeinde Ostrau am Dienstagabend ab. Es geht um mehrere hunderttausend Euro Fördermittel, die Ostrau aus dem Fördermitteltopf „Leader“ der Europäischen Union bekommen will.

Dazu zählen zunächst drei Projekte, die mit der Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Jahna und Binnewitz zusammenhängen. Wie Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) in der Gemeinderatssitzung erklärte, sollen in der Goldhausener Straße in Jahna zehn Lampen auf einer Straßenlänge von 535 Metern, in der Straße Im Wiesengrund 32 Lampen auf einer Länge von knapp 1,1 Kilometern sowie auf der Neuen Bergstraße in Binnewitz 20 Lampen auf mehreren hundert Metern saniert werden.

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270.000 Euro Gesamtkosten für Straßenbeleuchtung

„Wir wollen dort, wie bereits mehrfach in der Vergangenheit an anderen Stellen, die Leuchtköpfe gegen LED-Lampen austauschen und teilweise auch komplett neue Leuchten aufstellen“, so Dirk Schilling. Zudem sei vorgesehen jeweils den Schaltkasten zu erneuern.

Insgesamt liegen die Kostenschätzungen nach Angaben der Verwaltung bei knapp 270.000 Euro für alle drei Projekte zusammen. Davon sind allein etwa58.000 Euro Planungskosten für das Ingenieurbüro Elektrotechnik aus Döbeln, das der Gemeinderat mit Beschluss bereits mit den ersten Schritten beauftragt hat. 80 Prozent der Gesamtkosten sollen aus dem Fördergeld-Topf der EU kommen.

Entsprechenden Anträgen hat der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung zugestimmt. Somit blieben für den eigenen Haushalt lediglich knapp 54.000 Euro, die gestemmt werden müssten. Das sei nach Aussage der Kämmerin jedoch kein Problem.

Ebenfalls ein Antrag auf Förderung wurde für das Projekt „Sanierung Freizeitsportanlage/Tennisplatz Schrebitz“ gestellt. Auf dem ehemaligen Schulgelände in Schrebitz befindet sich auf einer Teilfläche eine Freizeitsportanlage.

Die Anlage ist frei zugänglich und wird von privaten Freizeitsportlern sowie von Vereinssportgruppen genutzt. Die Mehrzahl der Tennisspieler ist der Sektion Tennis des SV Kiebitz organisiert. Die Altersstruktur der Nutzer ist Bürgermeister Schilling zufolge durchmischt.

Freizeitanlage in Schrebitz braucht dringend Sanierung

„Eine Kinder- und Jugendgruppe spielt unter Anleitung regelmäßig auf dem Platz. Der Tennisplatz wurde 1999 errichtet und hat einen Tartan-Belag. Der Belag ist aufgrund der Abnutzung sehr rissig“, sagte er.

Mit dem Antrag soll nun dem langjährigen Wunsch der Tennisspieler nachgekommen werden, die Anlage im Ostrauer Ortsteil zu erneuern. Die Gemeinde selbst versuchte mit eigenen Mitteln die Freizeitsportanlage vor vier Jahren selbst streckenweise zu reparieren, doch das sei langfristig nicht sinnvoll, so Bürgermeister Schilling.

„Wenn wir das machen, dann richtig.“ Der Platz wird dreimal wöchentlich genutzt und es ist auch das Ansinnen der Gemeinde, einen existierenden Ort zu pflegen.“

Mit der jetzigen Maßnahme soll der vorhandene Kunststoff-Belag komplett ausgebaut und entsorgt werden. Der Asphaltuntergrund wird gereinigt und geglättet und ein neuer Kunststoffbelag zweilagig aufgetragen. Anschließend wird der Platz normgerecht liniert.

Zusammengefasst rechnet die Gemeinde mit Kosten von circa 68.000 Euro, 80 Prozent davon sollen gefördert werden. Es bliebe somit ein Eigenanteil von13.600 Euro.

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