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Ostrau investiert in Sport, Straßen und Tourismus

3,3 Millionen Euro will die Gemeinde im Jahr 2021 benutzen, um in Projekte zu investieren. Auch Schulden werden weiterhin kontinuierlich abgebaut.

In dieses Bauprojekt steckt die Gemeinde Ostrau 284.000 Euro. Das neue Sportlerheim des SV 90 Ostrau wächst Tag für Tag. Es ist zusammen mit der Sanierung der Kalköfen eines der größten Investitionen der Gemeinde in diesem Jahr.
In dieses Bauprojekt steckt die Gemeinde Ostrau 284.000 Euro. Das neue Sportlerheim des SV 90 Ostrau wächst Tag für Tag. Es ist zusammen mit der Sanierung der Kalköfen eines der größten Investitionen der Gemeinde in diesem Jahr. © Dietmar Thomas

Ostrau. Bis April war der erste Entwurf des diesjährigen Haushalts der Gemeinde Ostrau fertig. Nach öffentlicher Vorstellung der Zustimmung der Gemeinderäte in der vergangenen Ratssitzung kann er nun zur Prüfung beim Landratsamt Mittelsachsen eingereicht werden.

Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) und Kämmerin Ulrike Brückner-Kremtz sind mit dem Entwurf für das laufende Jahr durchaus zufrieden. „Etwa 3,3 Millionen Euro können wir unter anderem in den Vereinssport, Straßen, den Internetausbau sowie in die Kalköfen stecken“, sagt das Gemeindeoberhaupt. „Zusätzlich vermindern wir unsere Schulden weiterhin und haben mittlerweile eine sehr niedrige Pro-Kopf-Verschuldung.“

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Sächsische.de bietet einen Einblick in den aktuell beschlossenen Haushaltsentwurf für die Gemeinde Ostrau:

337.000 Euro für Kalköfen und neues Sportlerheim

Im Jahr 2021 läuft der Neubau des Sportlerheims für den SV 90 Ostrau weiter. Bereits im Januar startete offiziell der Bau an der Kirchstraße. Insgesamt kostet der Neubau auf dem Sportplatz etwa 879.000 Euro.

Der Landkreis Mittelsachsen steuert einen Festbetrag von 75.000 Euro als Förderung bei, als Eigenanteil des Sportvereins wurden 100.000 Euro angesetzt. Für die Gemeinde bleibt ein Betrag in Höhe von 264.000 Euro. Mittlerweile hat sich der Betrag auf 284.000 Euro erhöht und die neue Summe wurde in den Haushalt eingestellt.

Die Ostrauer Kalköfen: Neben dem Sportlerheim eines der größten Investitionen der Gemeinde im Jahr 2021.
Die Ostrauer Kalköfen: Neben dem Sportlerheim eines der größten Investitionen der Gemeinde im Jahr 2021. © Dietmar Thomas

Bei den Kalköfen kommt Kämmerin Ulrike Brückner-Kremtz auf eine Summe von etwa 225.000 Euro. 80 Prozent sollen jedoch durch die Europäische Union gefördert werden. Die restlichen 52.600 Euro muss die Gemeinde übernehmen. „Vorgesehen ist, die Kalköfe zu einem touristischen Ziel am Jahnatalradweg zu gestalten“, so Bürgermeister Schilling.

1,6 Millionen für Breitbandausbau in der Gemeinde Ostrau

Auch 2021 geht der Ausbau des schnellen Internets in der Gemeinde weiter. In den vergangenen Monaten sei das problemlos gelaufen, so Dirk Schilling. „Der geförderte Ausbau mit schnellem Internet kostet in der Gemeinde Ostrau knapp drei Millionen Euro. 20 Prozent, etwa 600.000 Euro, hat die Gemeinde bereits an die ausführende Firma überwiesen.“

Der Breitbandausbau wird zu 100 Prozent gefördert. 60 Prozent werden vom Bund und 30 Prozent vom Land Sachsen übernommen. Die letzten zehn Prozent entsprechen dem Eigenanteil der Kommunen, doch auch dieser wird über das Land Sachsen an die Landkreise weitergereicht, die das Geld an die Gemeinden auszahlen.

„Trotzdem müssen wir in Vorschuss gehen und bekommen die finanziellen Mittel schrittweise zurück. Deshalb wird es auch 2022 weitere Ein- und Auszahlungen geben“, so Kämmerin Ulrike Brückner-Kremtz.

Knapp 160.000 Euro für Investitionen im Straßenbau

Der Straßenbau wird nie komplett abgeschlossen sein. Deshalb stehen auch in diesem Jahr wieder einige Investitionen auf dem Plan. So werden unter anderem Straßenbaumaßnahmen auf der Goldhausener Straße in Jahna mit 185.000 Euro, die Sanierung der Straßen im Ostrauer Gewerbegebiets mit 410.000 Euro sowie der Mittelweg in Schrebitz mit 90.000 Euro durchgeführt.

Hinzukommen der neue Naturrastplatz südlich der ehemaligen Eschke-Mühle am Mühlgraben mit 160.000 Euro sowie der Jahnatalradweg an sich mit 20.000 Euro. Bei einigen der Maßnahmen gibt es verschiedene Fördermaßnahmen durch Bund, Land oder EU, wodurch die Gemeinde schlussendlich etwa 160.000 Euro aus eigener Kasse 2021 in den Straßenbau investiert.

Das sind in diesem Jahr knapp 20.000 Euro weniger als im Vorjahr“, so Bürgermeister Dirk Schilling. „Grundsätzlich müssen wir überall ein bisschen vorsichtig rechnen, da wir auch noch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beachten müssen.“

134.000 Euro für Feuerwehr, Schule und Bauhof

Der Absatz „Investive Neuanschaffungen“ bezeichnet im Haushaltsplan für 2021 unter anderem den Kauf verschiedener neuen Gegenstände für die gemeindeeigenen Einrichtungen.

So sollen nach Angaben von Kämmerin Ulrike Brückner-Kremtz in der Grundschule sechs neue interaktive Tafeln angeschafft werden, genauso wie neue mobile Endgeräte wie 31 Tablets und einige Laptops für Schüler und Lehrer. „Der Bauhof soll einen neuen Transporter und einen Häcksler bekommen“, so die Finanzchefin der Gemeinde.

Die Feuerwehr hat am 6. März neue Einsatzkleidung bekommen. Die wurde durch durch die Gemeinde finanziert.
Die Feuerwehr hat am 6. März neue Einsatzkleidung bekommen. Die wurde durch durch die Gemeinde finanziert. © Feuerwehr Ostrau

Bei der Feuerwehr wird dieses Jahr vor allem neue Ausrüstung angeschafft. So beispielsweise eine Tragkraftspritze, ein Hänger für Ausrüstung sowie einige neue Meldempfänger für die Feuerwehrleute. Außerdem werde noch die neue Einsatzuniform finanziert.

Neues Spielgerät, Hilfe für Skaterpark und neue Feststände

Durch Fördermittel des Freistaats sowie einem Zuschuss durch die Gemeinde will Ostrau für den Schrebitzer Spielplatz ein neues Spielgerät für Kinder kaufen und aufstellen.

Außerdem soll die Karl-Marx-Straße eine neue Gestaltung am Straßenrand durch Blumenkübel erhalten. Beides kostet die Gemeinde knapp 15.700 Euro. Unterstützt erhofft sie sich durch Landesfördermittel in Höhe von 12.600 Euro.

Für die künftigen Feste der Gemeinde will die Verwaltung nun auch fünf Präsentationshütten dauerhaft kaufen und sie nicht wie bislang immer wieder ausleihen. Dort kommen noch einmal Kosten in Höhe von 11.500 Euro auf die Gemeinde zu.

Der geplante Skaterpark und die Tennisanlage in Schrebitz soll laut Haushaltsplanung ebenfalls eine finanzielle Unterstützung von zusammen 20.000 Euro erhalten.

Weitere Maßnahmen im Rahmen laufender Kosten

Weiterführend gibt die Gemeinde Ostrau im laufenden Jahr auch noch weitere Gelder unter anderem für Straßenbeleuchtungen im Gemeindegebiet aus. Auch im Rathaus sollen einige kleinere Dinge erneuert werden. „Wir planen, einige Bodenbeläge auszutauschen und auch Wände neu zu streichen“, so Bürgermeister Schilling.

Die Räume der Gemeindeverwaltung sollen in den kommenden Monaten unter anderem neue Bodenbeläge bekommen.
Die Räume der Gemeindeverwaltung sollen in den kommenden Monaten unter anderem neue Bodenbeläge bekommen. © Archiv/André Braun

Insgesamt nimmt die Gemeinde Ostrau durch Steuern und Umlagen knapp 3,6 Millionen ein. Hinzukommen unterschiedliche Pauschalen, die die Gemeinde jedes Jahr erhält.

Pro-Kopf-Verschuldung sinkt dieses Jahr erneut

Auch in diesem Jahr sinkt die Gesamtverschuldung der Gemeinde Ostrau. Sind es am 1. Januar 2021 noch knapp 600.000 Euro Außenstände, sollen es Ende des Jahres nur noch knapp 450.000 Euro sein.

Lag die Pro-Kopf-Verschuldung 2016 noch bei 377 Euro, sank sie bis 2021 auf 168 Euro. 2022 soll das Niveau dann bei126 Euro liegen.

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