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Döbeln

Wohngebiet-Erschließung kann starten

Lange wollte die Gemeinde Großweitzschen einen Eigenheimstandort in Westewitz. Nun sind alle rechtliche Voraussetzungen dafür gegeben.

Das neue Wohngebiet "Am Kirschberg" wird derzeit noch von Archäologen begutachtet. Bald kann es aber mit der Medienverlegung und dem Straßenbau losgehen.
Das neue Wohngebiet "Am Kirschberg" wird derzeit noch von Archäologen begutachtet. Bald kann es aber mit der Medienverlegung und dem Straßenbau losgehen. © Dietmar Thomas

Großweitzschen. Die Pläne für einen Eigenheimstandort in Westewitz „Am Kirschberg“ gibt es bereits seit mindestens fünf Jahren. Seit einiger Zeit wird dieser Plan Realität. Die „Projektgesellschaft Kirschberg“ will das Areal erschließen und 16 Parzellen für Eigenheime schaffen. Nun haben die Gemeinderäte von Großweitzschen dem Bebauungsplan zugestimmt.

In der vergangenen Sitzung billigten die Räte alle Begründungen und Anlagen für den Bebauungsplan, der zuvor mehrere Instanzen durchlief. Nach einigen Einsprüchen wurde er auch noch einmal geändert.

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So wurde der Plan nach einem Vor-Ort-Termin mit der Deutschen Bahn angepasst. So soll entlang der Bahnlinie im Bereich des Wohngebietes eine zwei Meter hohe Schallschutzwand entstehen. Notfalls ist der Einbau einer Außenschutzdämmung vorgesehen. Entlang der Bahntrasse darf die Pflanzhöhe zwei Meter nicht überschreiten.

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Auch mit der geplanten Versickerungsanlage hatte die Bahn AG ihre Probleme. Die sei zu nah an den Gleisanlagen. „Da die Anlage tiefer liegt als der Bahnkörper, kann dieser nicht unterspült werden“, so einer der Investoren im Dezember 2020. Letztendlich gab es jedoch grünes Licht für die Erschließung des Gebietes.

Erst die Medien, dann die Straße in Westewitz

Wie einer der Investoren aus Leipzig berichtet, seien derzeit noch die Archäologen vor Ort, die vor einigen Wochen Entdeckungen gemacht hatten, die weitergehend untersucht werden müssten. „Die Frist dafür läuft in zwei Wochen aus, dann kann es vor Ort mit dem Spatenstich losgehen“, erklärt er vor den Räten. Hierzu sollen die Gemeindevertreter samt Bürgermeister eingeladen werden.

Sollte dieser Spatenstich erfolgt sein, komme es dann zunächst zum Anschluss an die Medien, also an Wasser, Abwasser, Strom sowie Internet. „Dann geht es weiter mit der Straße“, so der Investor.

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