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Poolwasser zum Gießen ungeeignet

Immer mehr Kleingärtner stellen sich einen Pool in den Garten. Doch wohin mit dem Wasser, wenn er wieder abgebaut wird?

Symbolfoto: Noch stehen in vielen Kleingärten der Region die Pools. Doch nach den warmen Tagen werden die meisten Anlage abgebaut werden. Wohin dann aber mit dem Wasser?
Symbolfoto: Noch stehen in vielen Kleingärten der Region die Pools. Doch nach den warmen Tagen werden die meisten Anlage abgebaut werden. Wohin dann aber mit dem Wasser? © Archiv/Sebastian Schultz

Region Döbeln. Pools in Kleingärten werden immer beliebter, auch in der Region Döbeln. Nach den warmen Tagen jetzt Mitte September müssen die Anlagen in den meisten Fällen zu Beginn des Herbstes wieder abgebaut werden. So sieht es die Verordnung der Kleingärtner vor. Doch wohin dann mit dem Wasser aus dem Pool? 

Viele Kleingärtner nutzen es zum Gießen im Garten. Doch das ist nicht immer erlaubt. Darauf machte jetzt Olaf Modrozynski von der Veolia Wasser Deutschland GmbH jetzt aufmerksam. „Sobald Chemikalien eingesetzt werden, darf das Poolwasser nicht einfach unbedacht im Garten entsorgt werden.“ 

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Nach dem Wasserhaushaltsgesetz gelte das Poolwasser als Schmutzwasser, das durch häuslichen oder gewerblichen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert wurde. „Es ist somit der öffentlichen Kanalisation zuzuführen“, betont Modrozynski.

Anlagen liefen beim Wasserbetrieb auf Hochtouren

Trotz anhaltender Trockenheit gab es auch in diesem Sommer kein Verbot, Pools mit Trinkwasser zu befüllen. „Grundsätzlich ist das Befüllen von Pools aus dem Trinkwassernetz zulässig“, sagte Modrozynski. Die Versorgung in der Region mit Trinkwasser war sichergestellt. Die Wassergewinnungsanlagen im Gebiet des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz arbeiteten aufgrund von Hitze und Trockenheit über Wochen auf Hochtouren. 

Dennoch fordert Modrozynski die Verbraucher im Hochsommer dazu auf, sorgsam mit dem Trinkwasser umzugehen, da es sich um eine Ressource handle, die nicht unendlich verfügbar sei. Ein Verbot, Pools mit Trinkwasser zu befüllen, habe nicht zur Debatte gestanden.

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