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Rauschenthal: Mit der Schwalbe über die Schiene

Die Kleinbahner hatten gleich zwei Joker im Ärmel: Einen besonderen Gast und einen neuen offenen Wagen.

Jan Köttnitz aus Plauen war mit einer Schienen-Schwalbe da.
Jan Köttnitz aus Plauen war mit einer Schienen-Schwalbe da. © Thomas Kube

Von Thomas Kube

Waldheim. Beim Bahnhofsfest des Vereins Rauschenthalbahn durften die Fahrgäste in einem neuen Wagen Platz nehmen. „Damit können wir jetzt, auf drei Wagen verteilt, insgesamt 18 Personen mitnehmen“, sagte Vorsitzender Hans-Rainer Fischer. Auch Gerhard Helmecke zählt als Eisenbahnbetriebsleiter zu den derzeit 15 Mitgliedern. „Wir bilden im Verein sogar neue Lokführer auf unserer kleinen Babelsberger Diesellok Baujahr 1957 aus“, so Helmecke. 

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An Feiertagen oder auf Bestellung kann die Rauschenthalbahn für private Feierlichkeiten genutzt werden. Die Fahrstrecke auf der 600 Millimeter Spurbreite führt bis zur Lindenhofbrücke in die eine Richtung und vorbei am Bahnhofsgelände und dem früheren Holzlagerplatz weiter in Richtung Kriebstein. Etwa 15 Minuten dauert der Fahrspaß in den offenen Wagen.

Dass solche Anlässe Eisenbahnfreunde aus nah und fern anlocken, ist bekannt. Diesmal kam der Vogtländer Jan Köttnitz extra aus Plauen angereist. Auf der Ladefläche seines Autos hatte er eine Schienen-Schwalbe mitgebracht. An das Moped Schwalbe aus DDR-Produktion hat er einfach ein Fahrwerk für das Schmalspurgleis gebaut.

Der Verein Rauschenthalbahn betreibt die ehemalige Anschlussbahn Waldheim-Kriebethal, die für die Papierfabriken in Kriebethal erbaut wurde. Heute verkehren sie mit Feldbahnfahrzeugen auf ihren selbst verlegten Schmalspurgleisen. Hauptziel ist die Etablierung eines regelmäßigen Fahrbetriebes zwischen Waldheim und Kriebethal.

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