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Mehr Platz für Rettungswache in Naußlitz

Der Standort zwischen den Autobahnanbindungen Döbeln-Ost zur A14 und Roßwein ist ideal. Die Bedingungen für die Retter sind es nicht.

Philipp Georg Berndt vom Abschleppunternehmen und Vivien Große vom DRK-Rettungsdienst stehen vor der Halle, die zur Rettungswache umgebaut werden soll.
Philipp Georg Berndt vom Abschleppunternehmen und Vivien Große vom DRK-Rettungsdienst stehen vor der Halle, die zur Rettungswache umgebaut werden soll. © Dietmar Thomas

Roßwein. Schon seit mehreren Jahren ist der Landkreis bestrebt, die Rettungswache in Naußlitz so herzurichten, dass sie die Anforderungen an ein modernes Rettungswesen erfüllt. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

Eine Halle des Abschleppunternehmens Autoservice Hübler (ASH), die sich ebenfalls in Naußlitz am gleichen Standort befindet, soll umgebaut werden. Damit stünde den Rettern nicht nur mehr Platz zur Verfügung. Laut dem sogenannten Bereichsplan soll auch ein weiteres Fahrzeug in Naußlitz stationiert werden.

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Zwölf Mitarbeiter des DRK in Naußlitz bei Roßwein

Eine erste Hürde ist am Donnerstag genommen worden. Die Roßweiner Stadträte haben dem Vorhaben ihr Einvernehmen erteilt. Das fiel einstimmig aus. Wie Bauamtsleiter Dirk Mehler den Stadträten erklärte, werden sich nach dem Umbau in der Halle Ruheräume, Toiletten, Aufenthalts- und Umkleideräume sowie Wasch- und Duschräume befinden. Überdies gibt es dann ausreichend Platz für zwei Einsatzfahrzeuge, die Lagerung von Sauerstoff sowie weiteren Materialien.

Nach Angaben von Tino Gaumnitz, Bereichsleiter Rettungsdienst und Vorstandsmitglied beim DRK-Kreisverband Döbeln-Hainichen, sind derzeit zwölf Mitarbeiter in Naußlitz stationiert. Die Umkleidemöglichkeiten sind so beengt, dass sich Männer und Frauen versetzt umziehen müssen.

In diesem ehemaligen Heizhaus aus DDR-Zeiten ist die Rettungswache Naußlitz derzeit noch untergebracht. Die Bedingungen dort sind unzureichend.
In diesem ehemaligen Heizhaus aus DDR-Zeiten ist die Rettungswache Naußlitz derzeit noch untergebracht. Die Bedingungen dort sind unzureichend. © Dietmar Thomas

Auch für eine Desinfektionsstrecke fehlt im alten Haus der Platz. Positiv würde sich laut Tino Gaumnitz das neue Domizil auf die Ausrückezeiten auswirken. „Wenn alles ebenerdig ist, sind die Mitarbeiter schneller am Fahrzeug.“ Jetzt müssen sie noch über eine steile Treppe aus dem Obergeschoss zum Auto.

Romy Berndt, Chefin des ASH, würde sich freuen, wenn die Pläne umgesetzt werden. Der Standort in Naußlitz sei aufgrund der Autobahnanbindung nicht nur für ihr Unternehmen, sondern eben auch für den Rettungsdienst optimal. Mit den Rettern gebe es seit vielen Jahren ein gutes Miteinander.

„Wir haben einiges umdisponiert und können die Halle deshalb zur Verfügung stellen“, sagt Philipp Georg Berndt, der sich ebenfalls mit den Planungen beschäftigt.

Plan für Wache in Roßwein scheiterte

Vor einigen Jahren war die Rettungswache in Naußlitz und deren Zukunft schon einmal Thema. Mit dem Umbau der alten Post in Roßwein war geplant, den Stützpunkt dort mit einzurichten. Doch aufgrund des Widerspruchs eines Anwohners gegen die Baugenehmigung ist die Wache vorerst in Naußlitz geblieben.

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Auch Peggy Hähnel, Pressereferentin des Landkreises Mittelsachsen, bestätigte, dass die Wache nicht mehr den gültigen Vorgaben entspricht.

Derzeit würden Verhandlungen und Abstimmungen laufen. Konkrete Details könnten daher zunächst nicht genannt werden, so Hähnel.

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