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Roßwein hofft auf Interessenten für Abrissgrundstücke

An der Mühlstraße hat die Stadt fünf Häuser erworben, die weg sollen. Doch derzeit ist das Projekt ins Stocken geraten.

Von Frank Korn
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Die Stadt Roßwein hat die Grundstücke 5 bis 13 an der Mühlstraße erworben. Zum Abriss der Häuser ist es aber bisher noch nicht gekommen.
Die Stadt Roßwein hat die Grundstücke 5 bis 13 an der Mühlstraße erworben. Zum Abriss der Häuser ist es aber bisher noch nicht gekommen. © Dietmar Thomas

Roßwein. Geht es nach dem Willen der Roßweiner Stadtverwaltung, sollen an der Mühlstraße marode Häuser abgerissen werden. Bis 2020 hatte die Stadt die Grundstücke Mühlstraße 5 bis 13 erworben.

Geplant war, Fördergeld für den Abriss über das Landesbrachenprogramm zu beantragen. Doch die Zusage seitens des Freistaates Sachsen steht noch aus. Das liegt aber daran, dass die Stadt noch eine Antwort liefern muss. „Wenn wir mit Fördermitteln abreißen und anschließend die Grundstücke verkaufen, müssten wir Geld zurückzahlen“, erklärte Bauamtsleiter Dirk Mehler.

Frist läuft bis März

Wenn sich ein Investor finden ließe, würde die Stadt den Abriss nicht weiter verfolgen. „Wir würden die Grundstücke so weiterreichen, wie wir sie erworben haben“, so Mehler. Dann sei es Sache des Erwerbers, die Häuser abzureißen und das Areal zu entwickeln. Ob es schon Interessenten gibt, dazu wollte sich der Bauamtsleiter nicht äußern.

Die Stadt habe eine Frist bis März. Dann müsse sie sich äußern, ob sie Fördergeld für den Abriss beantragt. „Entweder werden wir dann in den Topf mit eingereiht oder nicht“, so Mehler.

An anderer Stelle soll jedoch demnächst ein Abriss erfolgen. Das Haus an der Wehrstraße 29 wird seitens des Landkreises Mittelsachsen im Rahmen einer sogenannten Ersatzvornahme abgerissen. Das Haus ist einsturzgefährdet und der Besitzer hat bisher nicht auf die Schreiben der Behörde reagiert. Voraussichtlich im Mai soll der Abriss erfolgen. Die Kosten liegen bei etwa 120.000 Euro.