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Schrott sammeln für die Feuerwehr

Der Schrottcontainer war schnell gefüllt. Für den Feuerwehrverein Ostrau ist es eine der wenigen Möglichkeiten, an Geld zu kommen.

Ein großer Container stand am Sonnabend am Feuerwehrgerätehaus in Ostrau. Vanessa und ihre Mutter Nadine haben den Schroff vorsortiert.
Ein großer Container stand am Sonnabend am Feuerwehrgerätehaus in Ostrau. Vanessa und ihre Mutter Nadine haben den Schroff vorsortiert. © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer

Ostrau. Nach nur eineinhalb Stunden war der große Container schon voll, bis zu diesem Zeitpunkt war aber noch lange nicht alles zusammengetragen. Am Wochenende haben 15 Mitglieder des Feuerwehrvereins Ostrau Schrott gesammelt.

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Schon am Freitag wurden die ersten Anhänger mit Schrott gefüllt und durch die Vereinsmitglieder abgeholt. Am Sonnabend waren trotz der niedrigen Temperaturen alle Vereinsmitglieder schon früh auf und hochmotiviert: „Aktuell sind solche Aktionen die einzigen Möglichkeiten, dass wir die Vereinskasse füllen können“, berichtet Mario Thomas, „Die Veranstaltungen sind im letzten Jahr ausgefallen, wer weiß, wie es dieses Jahr weitergeht, da müssen wir eben was anderes machen.“

Die Aktion wurde von den Ostrauern und den umliegenden Ortschaften sehr gut angenommen. Schon am Freitag wurde sogar in Niederstriegis eine ganzer Anhänger mit dem wertvollen Metallschrott abgeholt. Am Sonnabend waren dann zwei Trupps unter anderem in Obersteina, Kiebitz und natürlich in Ostrau unterwegs und haben an den vorher angemeldeten Stellen den Schrott eingesammelt.

Vanessa und ihre Mutter Nadine sind auf dem Feuerwehrgelände damit beschäftigt, die einzelnen Metalle voneinander zu trennen, „Hier sind Alukabel, Buntmetalle und Mischschrott, die wir vorsortieren“ sagt die Feuerwehrfrau-Anwärterin. „Wir unterstützen unseren Verein, wo immer wir können, und sind auch den Menschen, die den Schrott bereitgestellt haben, sehr dankbar.“

Dem stimmt auch Mario Thomas zu: „Ein riesengroßen Dank an alle, die mitgemachten haben. Das aus dem Verkauf des Schrotts erzielte Geld wollen wir für den weiteren Ausbau der Feuerwache nutzten.“ Die bestehende Alarm-App soll um weitere Feature ergänzt werden, so sollen auch in den Aufenthaltsräumen Bildschirme angeschafft werden, auf denen die Einsatzart angezeigt wird.

Drei Stunden und einen prall gefüllten Container voll Schrott später gab es für die Kameraden noch Mittag, und es konnte zufrieden Bilanz gezogen werden. Die Oschatzer Recycling- und Umwelt-Technik GmbH wird in der kommenden Woche den kostenlos bereitgestellten Container abholen, wiegen und den Betrag in Bares umwandelnd.

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