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Regiobus testet zusätzliche Busse im Schülerverkehr

Auf sechs Linien sind aktuell zusätzliche Busse im Einsatz. Für Regiobus ist das eine Herausforderung.

Sechs Linien werden derzeit mit zusätzlichen Fahrten entlastet. Es ist jedoch zunächst nur ein Versuch.
Sechs Linien werden derzeit mit zusätzlichen Fahrten entlastet. Es ist jedoch zunächst nur ein Versuch. ©  Archiv/André Schulze

Mittelsachsen. Dicht an dicht drängen sich die Schüler früh sowie am Nachmittag in den Bussen, um zur Schule beziehungsweise zurück nach Hause zu gelangen. Zwar besteht in den Fahrzeugen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Doch vielen reicht das nicht aus.

Auch das Landratsamt hat sich nun für eine Auflösung der dicht gedrängten Schüler in den Bussen eingesetzt. Und beim kreiseigenen Unternehmen Regiobus Mittelsachsen um den Einsatz von zusätzlichen Fahrzeugen gebeten.

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Im Ergebnis sind seit der vergangenen Woche auf sechs Linien Verstärkerfahrten im Frühverkehr umgesetzt worden, wie Kreissprecher André Kaiser informierte. Betroffen ist unter anderem eine Fahrt der Linie 750 zwischen Döbeln und Freiberg, welche bis Roßwein verstärkt wird, sowie die Linie 857 von Leisnig nach Hartha.

Die Unterstützung läuft derzeit als Probe. Die Kosten, die für diese entstehen, werden noch berechnet. Fest steht aber schon jetzt, dass die Entlastung im Schülerverkehr für Regiobus eine zusätzliche Belastung ist. „Es ist für uns schon eine Kraftanstrengung, wir setzen hier Personal aus der Werkstatt und den Büros ein“, erklärte Michael Tanne, Geschäftsführer von Regiobus.

Ob die zusätzlichen Fahrten dauerhaft bleiben werden, ist offen. „Wenn es bei dem Thema finale Positionierungen gibt, werden wir dies offensiv kommunizieren. Einen Zeitpunkt können wir noch nicht nennen“, äußerte sich André Kaiser.

FDP-Fraktion mit Antrag zum Thema

Dem Einsatz der Busse vorausgegangen war ein Antrag der FDP-Fraktion Mittelsachsen. Jene hatte gefordert, dass sich private Busunternehmen, die derzeit im Reisegeschäft kaum tätig sein können, Fahrzeuge und Personal für den stark belasteten Schulbusverkehr zur Verfügung stellen. Doch laut Tanne sei dies nicht so einfach. Derlei Aufträge an private Unternehmen könnten nicht so ohne weiteres durch Regiobus vergeben werden.

Rund 15.000 Schüler und Azubis haben derzeit ein Abonnement für Linien von Regiobus. In den Schülerlastzeiten vormittags und nachmittags würden im Raum Döbeln laut Tanne 52 Busse eingesetzt. Und schon jetzt seien darunter auch Fahrzeuge von privaten Unternehmen. Knapp 25 Prozent der Gesamtfahrleistung werden von diesen, vorwiegend im Raum Freiberg und Mittweida, übernommen, so Tanne.

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