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Döbeln

Schulbesuch mit Mitte 70

Die „Erstklässler“ von 1951 haben sich in der Grundschule Gersdorf umgesehen. Die Erinnerungen sind noch frisch.

Diese „Erstklässler“ sind vor 70 Jahren in Gersdorf eingeschult worden. Auch nach so langer Zeit sind die Erinnerungen noch frisch.
Diese „Erstklässler“ sind vor 70 Jahren in Gersdorf eingeschult worden. Auch nach so langer Zeit sind die Erinnerungen noch frisch. © Dietmar Thomas

Gersdorf. Karl-Heinz Bauer ist nicht zu überhören. Er steht im ehemaligen Musikzimmer der Gersdorfer Schule und erzählt eine Geschichte aus der Schulzeit. „Der Musiklehrer hatte oft eine Stimmgabel in der Hand. Einmal waren wir wohl sehr laut, als die Stimmgabel plötzlich durch das Zimmer flog. Zum Glück hat er niemanden getroffen“, sagt Bauer.

Nach 70 Jahren treffen sich die „Erstklässler“ aus dem Jahr 1951 in der Grundschule Gersdorf. Vieles ist inzwischen anders, dennoch sprießen die Erinnerungen, als wäre es erst gestern passiert. Eine Mitschülerin weiß noch genau, wie die Klassenzimmer damals aussahen. „Wir hatten noch Tintenfässer in der Schulbank stehen. Auch damit wurde so mancher Unfug getrieben““, sagt sie mit einem Lachen.

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Explosion in der Chemiestunde

Karl-Heinz Bauer und Wolfgang Düsterhöft waren damals im Fach Chemie gemeinsam mit einem Experiment dran. Kaliumpermanganat sollte hergestellt werden. „Plötzlich gab es eine Explosion. Unsere Kleidung war zerfetzt“, erinnert sich Bauer. Die Aufregung sei groß gewesen. „Doch so sind wir zu unserer ersten Autofahrt gekommen, weil wir mit dem Wagen unseres Lehrers ins Krankenhaus gefahren wurden“, ergänzt Düsterhöft.

15 Schüler umfasste die Klasse bei der Einschulung. Nach dem Verlassen der Schule im Jahr 1959 haben sich die Schüler zum ersten Mal zehn Jahre später getroffen. Zunächst waren die Abstände der Treffen größer. Doch das änderte sich vor 20 Jahren. Auch damals gab es ein Treffen in der ehemaligen Schule.

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„Wir haben dann beschlossen, dass wir uns jedes Jahr sehen“, berichtet Wolfgang Düsterhöft. Aber nicht nur für einen Abend. Nein, jedes Mal wird eine Kurzreise daraus. „Wir waren schon an der Ostsee, in der Lausitz, im Erzgebirge und im Harz“, so Düsterhöft. Die Partner sind nach Möglichkeit mit dabei. Man kenne die Familienverhältnisse der anderen, sodass es stets viel zu erzählen gibt.

Einige der damaligen Mitschüler wohnen noch in der Region. Andere hat es nach Dessau, Leipzig und auf die Insel Rügen, eine Mitschülerin nach Limburg an der Lahn in Hessen, verschlagen.

Bei aller Erinnerung staunen die Mittsiebziger, wie sich ihre Schule im Laufe der Jahre verändert hat. Seit Anfang des Schuljahres ist Bianca Ehrlich die neue Leiterin. Sie freut sich über den Besuch und führt die ehemaligen Schüler durch das Haus. Ehrlich berichtet, dass die Schule seit Anfang Mai saniert wird. Das Gebäude bekommt eine Wärmedämmung und eine neue Gestaltung. Auch die Fenster werden ausgetauscht. In den nächsten Jahren sind aber noch weitere Baumaßnahmen in der Schule erforderlich.

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