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FDP Mittelsachsen für Entlastung der Schulbusse

Das Politiker wollen private Busunternehmen in den Schülerverkehr einbinden. Doch so einfach geht das nicht.

Ab Montag steigt die Zahl der Fahrgäste in den Bussen wieder. Grund ist das Ende der Herbstferien.
Ab Montag steigt die Zahl der Fahrgäste in den Bussen wieder. Grund ist das Ende der Herbstferien. © dpa

Mittelsachsen. In der kommenden Woche startet der Schulbetrieb nach den Ferien wieder. Dicht gedrängt werden die Schüler dann wieder in den Bussen zusammensitzen oder -stehen. Die Politiker der FDP Mittelsachsen haben sich daher dafür ausgesprochen, private Busunternehmen für den Schülerverkehr einzusetzen. Schließlich könnten diese derzeit kaum ihre Fahrzeuge für Reisen nutzen. Doch ganz so einfach lässt sich diese Idee nicht umsetzen, wie Michael Tanne, Geschäftsführer von Regiobus Mittelsachsen, deutlich macht. Denn die behördlichen und organisatorischen Hürden seien sehr hoch.

Zum einen darf Tanne selbst die Aufträge nicht vergeben. Dies sei nur nach einer öffentlichen Ausschreibung möglich. Dieses Verfahren könne lediglich der Gesetzgeber außer Kraft setzen, meint Tanne. Darüber hinaus gebe es Schwierigkeiten bei der personellen Besetzung. Schließlich würden die Fahrer im Endeffekt nur für maximal vier Stunden im Einsatz sein, denn vor allem am Vormittag zwischen 6 und 8 Uhr sowie am Nachmittag gebe es im Schülerverkehr Stoßzeiten mit einer hohen Belastung. „Aber die Arbeit muss sich für einen Mitarbeiter auch lohnen“, meinte Tanne. Da eine entsprechende Regelung zu finden, sei schwierig.

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Über 50 Busse im Einsatz

Rund 15.000 Schüler und Azubis haben derzeit ein Abonnement für Linien von Regiobus. In den Schülerlastzeiten vormittags und nachmittags würden im Raum Döbeln laut Tanne 52 Busse eingesetzt. Und schon jetzt seien darunter auch Fahrzeuge von private Unternehmen. Knapp 25 Prozent der Gesamtfahrleistung werden von diesen, vorwiegend im Raum Freiberg und Mittweida, übernommen, so Tanne. Regiobus selbst stünden derzeit vier Omnibusse zusätzlich zur Verfügung, die vom Tochterunternehmen Reisegenuss aufgrund der aktuellen Lage kaum genutzt werden können.

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