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Selbstgepflückte Äpfel zum Sachsendreier

Die Verschiebung des beliebten Wandertages hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan. Wegen Corona gab es einige Veränderungen. Die haben sich bewährt.

Lisa Horn, Bianca Stephan, Steven Horn und Konrad Lichtenstein stammen aus der Gegend und laufen beim Sachsendreier eine 19-Kilometer-Tour.
Lisa Horn, Bianca Stephan, Steven Horn und Konrad Lichtenstein stammen aus der Gegend und laufen beim Sachsendreier eine 19-Kilometer-Tour. © Dietmar Thomas

Die Veranstalter des Sachsendreiers sind mit der Resonanz hoch zufrieden. Das sagte Organisationschef Axel Weise. Am Sonnabendmittag waren es etwa 1.000 Teilnehmer, die trotz trüben Wetters ihre Wanderschuhe geschnürt hatten und das Angebot des ESV Lok Döbeln annahmen. Die genauen Zahlen wollen die Organisatoren am Montag bekanntgeben.

„Die Leute haben sich gefreut, dass wir zur Herbstwanderung eingeladen haben, weil die im Frühjahr wegen Corona ausfallen musste“, so Axel Weise. Immerhin hatten sich 330 Teilnehmer an der 50-Kilometer-Runde beteiligt und einen frühen Start um 5.45 Uhr in Kauf genommen.

Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden

Zur langen Einkaufsnacht unter dem Motto "Late Night Shopping" lädt das City Management Dresden am Freitag, 2. Oktober, in die Dresdner Innenstadt ein. Vom Neumarkt an der Frauenkiche bis zur Prager Straße beteiligen sich zahlreiche Händler und die großen Einkaufsgalerien an der Aktion.

Damit die Wanderung überhaupt starten konnte, mussten die Organisatoren ein Hygienekonzept aufstellen. „Das hat prima funktioniert. Einige Dinge hatten wir schon vor der Pandemie in Angriff genommen, die sich nun positiv ausgewirkt haben“, sagte der Organisationschef. 

Zum ersten Mal seien die Daten der Teilnehmer elektronisch erfasst worden. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen ist so eine Kontaktverfolgung möglich, falls es eine Coronainfektion gibt. „Wir haben neben den persönlichen Daten die Startzeit, die Ankunftszeit und die Strecke der Teilnehmer. Somit können wir eingrenzen, wer wem begegnet sein könnte“, sagte Axel Weise. Ohne diese Datenbank hätte der Verein die Wanderung nicht genehmigt bekommen. Zum anderen ging es sowohl beim Anmelden für die Wanderung als auch bei der Ankunft sehr schnell. Die Urkunden konnten sofort ausgedruckt werden. 

Dietmar Dugas und Margitta Weise sorgen für die Verpflegung der Wanderer mit Fettbemmen , Obst und Tee.
Dietmar Dugas und Margitta Weise sorgen für die Verpflegung der Wanderer mit Fettbemmen , Obst und Tee. © Dietmar Thomas
Auf dem Weg zur Talsperre Kriebstein.
Auf dem Weg zur Talsperre Kriebstein. © Dietmar Thomas
Die Wanderfreunde Siegmar e.V. wandern 17km - sie machen jedes Jahr mit.
Die Wanderfreunde Siegmar e.V. wandern 17km - sie machen jedes Jahr mit. © Dietmar Thomas
Auf dem Weg zur Talsperre Kriebstein.
Auf dem Weg zur Talsperre Kriebstein. © Dietmar Thomas
Andreas Wartig und Erwin Weiß haben sich auf der Strecke von Waldheim nach Döbeln kennengelernt und wanderten zusammen.
Andreas Wartig und Erwin Weiß haben sich auf der Strecke von Waldheim nach Döbeln kennengelernt und wanderten zusammen. © Dietmar Thomas

„In den vergangenen Jahren saßen etwa 16 Leute im Vereinshaus, um die Urkunden mit der Hand zu beschriften. „Das ging so nicht mehr. Deshalb hatten wir schon vor längerer Zeit beschlossen, dass moderne Technik eingesetzt werden muss. Die Firma CSB hat uns kostenlos die Datenbank entwickelt. Dafür sind wir sehr dankbar. Alles klappt tadellos“, sagte der Organisationschef.

Neu waren auch die mobilen Handwaschstationen an den Verpflegungsstützpunkten und im Stadion. Die soll es künftig immer geben. Es sei eine feine Sache, aber auch mit einem hohen Aufwand verbunden. Deshalb ist Axel Weiße froh, dass er eine Firma in Oschatz gefunden hat, mit der er gut zusammenarbeiten kann. „Um den Sachsendreier zu organisieren, brauchen wir Partner, die unsere Ideen mit umsetzen, und viele ehrenamtliche Helfer“, so Weise. Immerhin bot der ESV an fünf Verpflegungsstellen Fettschnitten, Tee, Schokolade und Äpfel an. Für jeden Stand sind vier Helfer notwendig. 

Zwölf Leute markierten am Freitag 60 Kilometer Wegstrecke. Mindestens zehn waren dann noch im Stadion für die An- und Abmeldung zuständig und weitere für den Ordnungsdienst eingesetzt. „Vielen Dank an alle Helfer und Unterstützer. Denn ohne sie wäre der Sachsendreier nicht möglich. Viele von ihnen haben wegen Corona Einbußen hinnehmen müssen, haben aber trotzdem zu uns gestanden“, sagte der Cheforganisator. Er nennt unter anderem Regio Bus, Arten und Vielfalt, die für die Aufsteller zuständig waren, das Döbelner Baubetriebsamt, die Stadt Waldheim und das Obstgut Dreßler in Sobrigau bei Dresden.

„Die 250 Kilogramm Äpfel haben wir gesponsert bekommen. Es war aber für uns als Organisationsteam selbstverständlich, diese selbst zu pflücken“, sagte Weise. Er zog eine positive Bilanz, auch wenn es weniger Teilnehmer als zu den vergangenen Sachsendreiern waren. „Die Stimmung war gut und das ist wichtig“, so Axel Weise.

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