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Sextäter muss ins Gefängnis

Ein Mann aus Burgstädt hat sich an seinen beiden Töchtern vergriffen. Zwischen den Vorfällen liegen mehrere Jahre.

Der Täter hat ein Geständnis abgelegt. Dennoch muss er für drei Jahre ins Gefängnis.
Der Täter hat ein Geständnis abgelegt. Dennoch muss er für drei Jahre ins Gefängnis. © André Braun/Archiv

Döbeln. Die Anklagepunkte, die der Staatsanwalt verliest, sind schwerwiegend. Vor dem Amtsgericht Döbeln wird gegen einen Mann aus Burgstädt verhandelt.

Dem 46-Jährigen wird sexueller Missbrauch von Kindern in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Im Zeitraum zwischen August 2009 und Juni 2010 soll er seine damals sechsjährige Tochter unsittlich berührt haben.

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Einige Jahre später, im Zeitraum 2018/2019 soll er sich an seiner zweiten Tochter vergangen haben, die zu diesem Zeitpunkt sieben beziehungsweise acht Jahre alt war. Doch diesmal geht der Angeklagte nach den Ausführungen des Staatsanwaltes noch weiter. Es kommt mehrfach zu beischlafähnlichen Handlungen. Davon macht er auch Aufnahmen, die er später wieder gelöscht haben will.

Öffentlichkeit wird ausgeschlossen

Einmal soll er der Tochter Filme mit pornografischem Inhalt vorgespielt haben, um sie danach zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Im September 2018 seien zwei Filme, die der Angeklagte gespeichert haben soll, durch den Internetdienst gelöscht worden. Neben den Vorwürfen wegen Missbrauchs ist der Burgstädter deshalb auch wegen der Herstellung kinderpornografischer Schriften angeklagt.

Nach der Verlesung der Anklage stellt der Verteidiger des 46-Jährigen den Antrag, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschließen. „Es geht darum, die Privatsphäre der Opfer, aber auch die des Angeklagten zu schützen“, begründet der Anwalt. Richterin Marion Zöllner gibt diesem Antrag statt.

In der Verhandlung legt der Angeklagte ein umfängliches Geständnis ab. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Marion Zöllner verurteilt ihn zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung verzichten auf Rechtsmittel, sodass das Urteil rechtskräftig ist.

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