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So schön wird Döbelns Bürgergarten

Der Bürgergarten gehört zu den beliebten, stadtnahen Ausflugszielen der Döbelner. Jetzt sollen etwa 3,6 Millionen investiert werden.

Der Bürgergarten soll bis 2023 umgestaltet werden. Jetzt liegt ein detailliertes Konzept für das neue Aussehen der Parkanlage vor.
Der Bürgergarten soll bis 2023 umgestaltet werden. Jetzt liegt ein detailliertes Konzept für das neue Aussehen der Parkanlage vor. © Dietmar Thomas

Döbeln. Der Bürgergarten ist aber in die Jahre gekommen. Bis 2023 soll er komplett umgestaltet werden. Rund 3,6 Millionen Euro werden voraussichtlich in das Projekt investiert. Etwa 2,7 Millionen Euro Fördergeld erwartet die Stadt vom Bund. Für die Aufwertung des Areals hat das Dresdner Landschaftsarchitekturbüro Frase ein Konzept erstellt.

Dem liegen die Historie des Bürgergartens, der aktuelle Stand, die Ideen und Wünsche der Döbelner, aber auch Dinge, die heute nicht mehr existieren zugrunde. Das Motto lautet: „Tradition und Moderne – Bewährtes bewahren, Neues entwickeln“. Der Bürgergarten soll ein Ort für eine zeitgemäße Erholung, Freizeitgestaltung, Bildung, Kommunikation und ein Naturerlebnis für alle bevölkerungs- und Altersgruppen werden.

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Der Baumbestand

Die Parkraumstruktur wird überarbeitet.
Die Parkraumstruktur wird überarbeitet. © Jens Hoyer

Die Parkraumstruktur wird überarbeitet. Parkprägende Bäume sollen gesichert werden. Ansonsten ist eine ökologisch nachhaltige Entwicklung des Grüns vorgesehen. Bei Neupflanzungen sollen die Gehölzarten dem Klimawandel angepasst und Wildwuchs regelmäßig beseitigt werden.

Gehölze, die die Sicht von den Hängen behindern, sollen ebenso entfernt werden, wie die einzeln stehende Rot-Buche am Fuß des Hangs hinter dem Lautenspieler. Im Umfeld des oberen Teiches entstehen drei Sondergärten mit Bezug auf die alten Rosen, das Engagement der Bürger und die Partnerstädte.

Der Pavillon

In dem historischen Pavillon sollen Familienfeiern und kleine Kulturveranstaltungen stattfinden können. Dafür soll er aufgewertet und neu ausgestattet werden.
In dem historischen Pavillon sollen Familienfeiern und kleine Kulturveranstaltungen stattfinden können. Dafür soll er aufgewertet und neu ausgestattet werden. © Lars Halbauer

Der historische Pavillon, dessen Wände immer wieder beschmiert werden, soll aufgewertet und so ausgestattet werden, dass darin Familienfeiern und kleine Kulturveranstaltungen stattfinden können. Eine kleine Ausstellung könnte die Entwicklung des Bürgergartens zeigen.

Die Wege zum Pavillon sollen behindertengerecht und so angelegt werden, dass auch eine mobile gastronomische Versorgung möglich ist. Vor dem Objekt soll ein kleiner Aufenthaltsbereich mit Geländer und Zierpflanzen geschaffen werden, der als Aussichtspunkt, das sogenannte „Belvedere am Fest-Pavillon“ dient.

Die Teichterrasse

Komplett verändert werden soll die Terrasse zwischen dem oberen Teich und dem Außenbereich des Restaurants.
Komplett verändert werden soll die Terrasse zwischen dem oberen Teich und dem Außenbereich des Restaurants. © Lars Halbauer

Komplett verändert werden soll die Terrasse zwischen dem oberen Teich und dem Außenbereich des Restaurants. Das Ufer erhält zum Wasser hin eine Sitzstufe ohne Geländer und ein Sonnendeck und soll sowohl zum Sitzen als auch zum Flanieren einladen.

Außerdem werden zusätzliche Sitzbänke aufgestellt – auch altersgerechte. Zudem ist ein Bootsanleger für Bootsfahrten geplant. Im gesamten Bürgergarten sind die Neugestaltung der Aufenthalts- und Sitzbereiche, inklusive Mobiliar und Abfallbehälter, sowie die Erneuerung und Erweiterung der Parkbeleuchtung vorgesehen.

Ehemaliges Ziegengehege

Das Stallgebäude und der Zaun des ehemaligen Ziegengeheges werden abgerissen.
Das Stallgebäude und der Zaun des ehemaligen Ziegengeheges werden abgerissen. © Dietmar Thomas

Das Stallgebäude und der Zaun des ehemaligen Ziegengeheges werden abgerissen. Auf dem Areal entlang der Friedrichstraße ist ein „Garten der Partnerstädte“ geplant. Der beinhaltet einen kleinen Gartenpavillon und andere Sitzmöglichkeiten, einen Wassergarten sowie Zierpflanzen, Gräser, Rosen und Bäume. Außerdem sollen dort Kunstwerke aus den vier Partnerstädten Unna (Nordrhein-Westfalen), Heidenheim (Baden-Württembnerg) Vyškov (Tschechien) und Givors (Frankreich einen Platz finden. Zudem ist die Umsetzung der Blumenuhr an diesen Standort geplant.

Die Teiche

Der kleine Teich am Parkzugang an der Friedrichstraße soll in den „Garten der Partnerstädte“ integriert werden.
Der kleine Teich am Parkzugang an der Friedrichstraße soll in den „Garten der Partnerstädte“ integriert werden. © Dietmar Thomas

Der kleine Teich am Parkzugang an der Friedrichstraße, über den der Zufluss zum oberen Teich erfolgt, soll in den „Garten der Partnerstädte“ integriert werden. Der obere Teich bietet sich am Ufer für Spaziergänge an. Deshalb sollen im Bereich des Südufers Teich- und Seerosen eingesetzt und am Nordufer die Terrasse neu gestaltet werden.

Die vorhandene Fontäne könnte zusätzlich eine Illumination erhalten. Der untere Teich kann als Angelgewässer und für Naturbeobachtungen erhalten werden. Geplant ist eine Kooperation der Stadt Döbeln mit dem Anglerverband Leipzig.

Plastik im Rosengarten

Die Plastik „Lautenspielender Knabe“ bleibt erhalten.
Die Plastik „Lautenspielender Knabe“ bleibt erhalten. © Lars Halbauer

Die Plastik „Lautenspielender Knabe“, die der Bildhauer Otto Rost (1887-1970) im Jahr 1958 geschaffen hat, gehört nach der Denkmalliste des Freistaates Sachsen zu den Denkmälern. Sie bleibt erhalten und bildet den Mittelpunkt des Sondergartens „Das neue Rosen-Parterre“.

Der soll in Erinnerung an den einstigen Rosengarten am oberen Teich in Anlehnung an die historische Geometrie angelegt und dort alte Rosensorten sowie Saisonpflanzen gepflanzt werden. In diesem Bereich sind Sitzbänke und auf der sich am Hang anschließenden Rasenfläche Liegebänke vorgesehen.

Die Freilichtbühne

Für die ehemalige Freilichtbühne gibt es drei Varianten.
Für die ehemalige Freilichtbühne gibt es drei Varianten. © Dietmar Thomas

Für die ehemalige Freilichtbühne gibt es drei Varianten. Zum einen könnte die Bühne in ihrer derzeitigen Größe saniert, für Kulturveranstaltungen und mit Spielgeräten ausgestattet werden. Möglich wäre auch der Abriss der Bühne und das Anlegen eine Rasenfläche mit Bänken am Weg.

Bevorzugt wird aber der Abriss der alten, und der Bau einer neuen, kleineren Bühne. Die soll idealerweise eine Überdachung erhalten und für Kleinkunst und als grünes Klassenzimmer genutzt werden. Zudem könnte am oberen Hang eine Spiel- und Kletterlandschaft aus Holz entstehen.

Die Wege

Wie Kristin Zieger, Frieda und Steve Quinque nutzen viele Döbelner den Bürgergarten für einen Spaziergang.
Wie Kristin Zieger, Frieda und Steve Quinque nutzen viele Döbelner den Bürgergarten für einen Spaziergang. © Dietmar Thomas

Wie Kristin Zieger, Frieda und Steve Quinque nutzen viele Döbelner den Bürgergarten für einen Spaziergang. In Zukunft können sie sich mithilfe von Hinweistafeln noch besser orientieren und an Info-Punkten über die Historie des Parks und aktuelle Angebote informieren.

Die Wege sollen ökologisch und behindertengerecht saniert werden. Abhängig von der Nutzung und der Topografie kommen abschnittsweise auch alternative Oberflächen, wie hell abgestreuter oder farbiger Asphalt sowie Natursteinpflaster infrage. Vorgesehen ist auch der Rückbau nicht mehr benötigter Wege.

Die Parkzugänge

Die Zugänge, wie der an der „Friedrichstraße – Südost“ werden neu gestaltet.
Die Zugänge, wie der an der „Friedrichstraße – Südost“ werden neu gestaltet. © Dietmar Thomas

Die Zugänge, wie der an der „Friedrichstraße – Südost“ werden neu gestaltet. In diesem Bereich soll zum Beispiel ein „Garten der Partnerstädte“ angelegt werden. Der Zugang zum Restaurant im Bürgergarten soll als gemeinsame Fahr- und Fußgängergasse bestehen bleiben.

Die Zugänge erhalten Hinweistafeln mit der Parkordnung und Wegweisern zu den nächstgelegenen Parkplätzen. Ein neuer Parkzugang ist „Am Sonneck“ vorgesehen. Der Fußweg führt von dort zum Ausblickspunkt „Sonneneck-Hang“ und weiter in Richtung Pavillon sowie zum Areal der Freilichtbühne.

Die Treppenanlagen

Die Treppe zwischen dem oberen Teich und dem Sonneck ist in einem maroden Zustand und gefährlich. Deshalb soll sie neu gebaut werden.
Die Treppe zwischen dem oberen Teich und dem Sonneck ist in einem maroden Zustand und gefährlich. Deshalb soll sie neu gebaut werden. © Jens Hoyer

Die Treppe zwischen dem oberen Teich und dem Sonneck hat einen gewissen historischen Charme. Sie zu nutzen, ist aufgrund ihres maroden Zustandes aber gefährlich. Deshalb soll sie neu gebaut werden, aber der bisherige Verlauf beibehalten bleiben.

Zwischen dem Hang, auf dem sich der Pavillon befindet, und dem Ausblick „Sonneck“ soll die „verborgene“, historische Treppe gesichert und erhalten werden. Gleichzeitig ist im Umfeld eine neue Treppenanlage nach den derzeitigen Sicherheitsstandards vorgesehen, die dem Charakter des Areals für Ruhe und Rückzug Rechnung trägt.

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