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Waldheims Spielplätze sollen sauberer werden

Beim Familienkompass gibt es dafür Minuspunkte. Die CDU-Fraktion will ein Alkohol- und Rauchverbot durchsetzen.

Die Waldheimer nutzen die Spielplätze in der Stadt gern. Die CDU-Fraktion will sich jetzt für mehr Sauberkeit einsetzen.
Die Waldheimer nutzen die Spielplätze in der Stadt gern. Die CDU-Fraktion will sich jetzt für mehr Sauberkeit einsetzen. © Dietmar Thomas

Kippen und Scherben von zerbrochenen Flaschen auf den Spielplätzen und teilweise sogar im Sandkasten. Das haben die Mitglieder der CDU-Fraktion bei einem Rundgang über einige Spielplätze gefunden. „Das geht so nicht. Wo Kinder spielen, hat so etwas nichts zu suchen“, sagt Fraktionsvorsitzender Ricardo Baldauf.

Die Fraktion will jetzt gegen die Verunreinigungen auf den Waldheimer Spielplätzen vorgehen und hat in er jüngsten Stadtratssitzung einen entsprechenden Antrag eingebracht. 

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Hoffen auf die Vernunft der Leute

Auf Hinweisschildern, die an den Spielplätzen aufgestellt werden, soll zunächst darauf hingewiesen werden, dass ein Rauch- und Alkoholverbot herrscht. „Damit wollen wir erst einmal an die Vernunft der Leute appellieren und hoffen, dass das fruchtet“, sagte Baldauf. Falls nicht, müsse darüber nachgedacht werden, diese Regelungen in die Polizeiverordnung der Stadt Waldheim aufzunehmen, um zu erreichen, dass Verstöße auch geahndet werden können.

„Die Sanktionierung steht für uns aber nicht im Vordergrund, sondern es geht um die Gesundheit der Kinder“, so Baldauf, der mit seinem Sohn selbst oft auf den Spielplätzen der Stadt unterwegs ist. 

Der CDU-Antrag ist während der Stadtratssitzung zunächst an den Kultur- und Sozialausschuss verwiesen worden. „Ich bin optimistisch, dass auch die anderen Fraktionen, den Antrag befürworten.“

© SZ Grafik
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Bauhof kontrolliert regelmäßig

Insgesamt ist die Zschopaustadt mit 14 Spielplätzen gut ausgestattet. Diese werden regelmäßig von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs kontrolliert. Im Sommer sind die am Zänker und an der Hauptstraße mit neuen Spielgeräten ausgestattet worden. Sand und Kies wurden mit einer Spezialmaschine gereinigt.

Überdies ist es geplant, am Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Reinsdorf einen weiteren Spielplatz zu bauen. Das Gerätehaus wird derzeit mit Fördermitteln aus dem Leader-Programm saniert. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Erst im Anschluss können die Pläne für das Freigelände umgesetzt werden.

Durchschnittliche Noten

In der großen Online-Umfrage zum Familienkompass haben die Waldheimer der Sauberkeit der Spielplätze mit 2,87 durchschnittliche Noten gegeben. Fast 37 Prozent der Befragten gaben sogar an, mit der Sauberkeit auf den Spielplätzen zufrieden zu sein. 40 Prozent waren zumindest teilweise zufrieden, 23,3 Prozent schätzten die Sauberkeit mit unzureichend ein.

Dass es in ihrem Wohnumfeld genügend Flächen zum Spielen gibt, beantworten allerdings nur knapp zehn Prozent der Teilnehmer am Familienkompass mit ja.

Deutlich mehr als ein Drittel der Einwohner Waldheims (37,5 Prozent) sind der Meinung, dass ihre Kommune viel für Familien tut. Lediglich 15,6 Prozent glauben, dass das nicht der Fall ist.

Schlechte Noten gab es von den Waldheimern, auf die Frage, ob sie den Schulweg mit dem Rad als sicher einschätzen. Mit der Note 3,94 werteten sie schlechter als der Durchschnitt der Sachsen (3,48). Im Bereich Kita bemängeln die Waldheimer besonders die Personalausstattung und vergeben dort nur die Note 4,0. 

Elternbeiträge zu hoch

Unter dem Sachsendurchschnitt liegen die Benotungen in dieser Rubrik aber auch bei den Fragen nach bezahlbaren Elternbeiträgen (3,55), der gesunden Ernährung in der Kita (2,91), ob es möglich ist, das Kind in der Wunsch-Kita betreuen zu lassen (2,55) und nach engagierten Erziehern (2,27).

Der Ärztemängel in der Region schlägt sich bei den Antworten in der Rubrik Gesundheit nieder. Lediglich die Versorgung durch Hausärzte wird mit 2,59 mit gut eingeschätzt. Gegenüber dem Sachsendurchschnitt klagen die Waldheimer aber über fehlende Fach- und Kinderärzte. 

Schlechtere Noten als im Sachsendurchschnitt gab es auch für die Schulvielfalt und die Anbindung an den ÖPNV.

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