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Der Pott geht nach Roßwein!

Fußball-Kreispokal: Die Schützlinge von Trainer Soujon siegen im Endspiel gegen Einheit Frohburg mit 3:1. Torgarant Martin Schwibs trifft doppelt.

Wir haben den Pokal! Stephan Krondorf, Kapitän des Roßweiner SV, streckt die Trophäe im Jubelsturm der gesamten Mannschaft in den Himmel.
Wir haben den Pokal! Stephan Krondorf, Kapitän des Roßweiner SV, streckt die Trophäe im Jubelsturm der gesamten Mannschaft in den Himmel. © Foto:Jens Arnold

Roßwein/Frohburg. Das Daumendrücken für die Fußballer von Kreisoberligist Roßweiner SV hat sich gelohnt. Die Schützlinge von Trainer Jörg Soujon besiegten im Finale des Kreispokals am Sonnabend Kontrahent SV Einheit Frohburg mit 3:1. Und das auf gegnerischem Boden, weil das vor Wochen festgelegte Prozedere das so vorsah.

570 zahlende Zuschauer sahen eine packende Begegnung, die zunächst die Gastgeber im Vorteil wähnte: Nach 14 Minuten ging Frohburg in Führung. Doch das Soujon-Team erholte sich vom Rückstand, drehte bis zur Pause das Spiel durch Tom Seydel (23.) und Martin Schwibs (44.). Für die Entscheidung sorgte wiederum Torgarant Schwibs in der 87. Minute.

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Die Frohburger hatten sich auf ihr „Finale daheeme“ besonders gefreut und wollten sich für die beiden Niederlagen im Endspiel im Elfmeterschießen von 2018 und 2020 revanchieren. Die Gäste um ihren Trainer Jörg Soujon hingegen gingen mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Schließlich sind sie „heimlicher Kreismeister“ der abgebrochenen Kreisoberliga-Saison. Dennoch habe die Mannschaftsansprache vor Anpfiff natürlich unter dem Eindruck des Todes von Ulf Kirchhof, langjähriger Spieler und Trainer beim RSV, gestanden.

Die 570 zahlenden Zuschauer im Werner-Seelenbinder-Stadion hofften ob der Konstellation natürlich auf ein dramatisches Finale. Sie wurden nicht enttäuscht. Von Anbeginn ging es munter zur Sache - mit Vorteilen zunächst für die Eintracht. „Die haben eine Viertelstunde mächtig Druck gemacht“, so Jörg Soujon. Nach einem Standard ging Frohburg in Führung. Doch die Freude währte nur kurz. Der RSV-Coach spricht sogar von einem „Tor des Jahrzehnts“ durch Tom Seydel zum 1:1. Nach Eckball und Kopfballverlängerung nahm der Schütze das Leder volley und schmetterte es ins Netz. „Ein Traumtor, mit dem man sich berühmt schießen kann“, so Soujon schmunzelnd.

Noch vor der Pause und damit wohl zum richtigen Zeitpunkt traf Martin Schwibs per Freistoß zur Führung. Alle erwarteten nun ein Aufbäumen der Gastgeber nach dem Wechsel. Doch Jörg Soujon gesteht: „Ich hatte viel mehr Gegenwehr erwartet.“ Torwart Torsten Jentzsch sei nicht ein einziges Mal ernsthaft gefordert worden. Und bei den nicht ungefährlichen Frohburger Standards war die Abwehr stets auf der Hut. „Wir haben kaum Chancen zugelassen, darauf bin ich schon stolz“, so die Nachbetrachtung des Roßweiner Coaches.

Drei Minuten vor Ultimo dann die endgültige Entscheidung durch Doppeltorschütze Schwibs. „Der macht halt den Unterschied“, so Soujon.

Nach dem Abpfiff ausgelassene Freude bei den Roßweinern. „Die Stimme ist noch ein bisschen belegt“, beschreibt der Trainer den Tag danach. Mit Spielern, Fans und Vereinsfreunden wurde bis in die Nacht gefeiert. Der Blick geht dennoch schon wieder nach vorn. Nach einer trainingsfreien Woche gibt es einen „Aufgalopp“ mit einem Test gegen Gleisberg. Und dann stehen die ersten Pflichtspiele bereits an - zunächst im Pokal, dann in der Kreisoberliga. „Wir sind guter Dinge und wollen natürlich wieder oben mitspielen“, umreißt Jörg Soujon den Anspruch des RSV.

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