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Döbelner Handballer bauen Team neu auf

Die HSG Neudorf/Döbeln ist freiwillig in die Verbandsliga abgestiegen. Für den neuen Trainer ist das kein Rückschritt.

Stefan Preuß hat das Traineramt bei der ersten Männermannschaft der HSG Neudorf/Döbeln übernommen.
Stefan Preuß hat das Traineramt bei der ersten Männermannschaft der HSG Neudorf/Döbeln übernommen. © Frank Korn

Döbeln. Das Wochenende war anstrengend, auch für ihn selbst, gibt Stefan Preuß unumwunden zu. Der 43-jährige Leipziger hat das Traineramt bei den Verbandsligahandballern der HSG Neudorf/Döbeln übernommen.

Nach fast zwei Jahrzehnten in Sachsens höchster Spielklasse spielt die erste Männermannschaft der HSG freiwillig eine Etage tiefer in der Verbandsliga Staffel West. „Wir haben uns dazu entschlossen, um nicht noch ein Jahr um den blanken Klassenerhalt kämpfen zu müssen“, hatte HSG-Präsident Steffen Händler die Entscheidung begründet. Nach dem Abgang zahlreicher Spieler soll eine rein einheimische Mannschaft in der Verbandsliga den Umbruch einleiten. „Wir hätten oben bleiben können, doch das wäre ein verschenktes Jahr gewesen“, so Händler weiter.

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Trainingslager bringt wertvolle Erkenntnisse

Mit einem Trainingslager haben sich die Neudorf/Döbelner am Wochenende auf die neue Saison eingestimmt. „Die Jungs haben ordentlich mitgezogen, sind schon seit dem Trainingsauftakt sehr motiviert“, schätzt Stefan Preuß ein. Der Verein will den Zusammenhalt zwischen erster und zweiter Mannschaft stärken. „Das ist auch in der Vorbereitungszeit zu spüren gewesen. Es ist eine Entwicklung zu erkennen, auch wenn es sicher noch einige Sachen gibt, an denen wir weiter arbeiten müssen“, sagte Preuß.

Die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft soll sich auch auf der Trainerbank auswirken. So ist René Busch, der in der vergangenen Saison noch den VfL Waldheim betreute, für die zweite Vertretung der HSG verantwortlich. Gleichzeitig ist er aber auch Co-Trainer der ersten Mannschaft. „Der Austausch untereinander soll dadurch erleichtert werden“, begründet Preuß diesen Schritt.

Team soll zunächst in der Verbandsliga Fuß fassen

Die Mannschaft sei sehr jung. Mit Torhüter Nico Nabor sowie Sebastian Blech und Marcel Schumann konnten erfahrene Spieler überzeugt werden, weiter zur Verfügung zu stehen. Um sie herum wird das Team mit jungen Spielern besetzt.

Der Rückzug in die Verbandsliga ist aus Sicht des neuen Trainers die richtige Entscheidung. „Wir wollen mit dem eigenen Nachwuchs wieder etwas aufbauen. Dazu braucht man Zeit“, so Preuß. So sei es zunächst das Ziel, in der Verbandsliga Fuß zu fassen. Mittelfristig solle der Blick aber schon wieder in Richtung Sachsenliga gehen. Jedoch fordert der neue Trainer auch Geduld. „Es wird auch Rückschläge geben“, sagt er.

In der zweiten Männermannschaft sollen bereits Spieler der A-Jugend integriert werden. „Wenn sie richtig gut sind, können sie natürlich auch den Sprung in die erste Mannschaft schaffen“, so Preuß.

Derbys auf Augenhöhe

Stefan Preuß hat beim HC Sachsen Neustadt-Sebnitz gespielt. Im Jahr 2000 wechselte er zu Turbine Leipzig, später zum USC Leipzig. Nach einer Verletzung sei die eigene Handballer-Laufbahn beendet gewesen. Preuß betreute als Trainer die Frauenmannschaften von Turbine Leipzig und des HSV Mölkau. In den vergangenen drei Jahren war er beim SV Aufbau Altenburg aktiv.

In der Verbandsliga treffen die Neudorf/Döbelner auf Lokalrivale VfL Waldheim 54, der die Klasse, im Gegensatz zur zweiten HSG-Mannschaft, auch sportlich gehalten hat. Damit gibt es in der neuen Saison zumindest wieder Lokalderbys auf Augenhöhe. Die HSG-Reserve wird dagegen in der Bezirksliga Leipzig spielen. (DA/mit dwe)

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