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Döbeln

Eine kurze und verrückte Saison

Kevin und Leon Orgis spielen im Motorrad-Rennzirkus in ihren Startklassen eine mehr als passable Rolle.

Auf Höhenflüge hatte man beim Orgis Racing Management in Striegistal für Kevin und Leon Orgis gehofft. Trotz der durch Corona verkürzten Saison konnten die Brüder mit tollen Ergebnissen aufwarten.
Auf Höhenflüge hatte man beim Orgis Racing Management in Striegistal für Kevin und Leon Orgis gehofft. Trotz der durch Corona verkürzten Saison konnten die Brüder mit tollen Ergebnissen aufwarten. © Foto: PinamotoRS

Striegistal. Die Ambitionen und Ansprüche an die eigene Leistung waren hoch. Nachdem Kevin und Leon Orgis aus Striegistal im vergangenen Jahr in der „FIM CEV REPSOL Moto2 European Championship STK 600 2019“ die kräftezehrende Saison auf dem vierten und fünften Platz beendeten, wollte das Duo der Bike-Enthusiasten 2020 „so richtig durchstarten“, wie es Vater Rene Orgis formulierte. Für Kevin sollte es eine Rennserie auf einer neuen Maschine werden. „Ich bin total happy, dass ich mit dem Team Pinamoto RS in der Moto2 EM auf einer Suter an den Start gehen werde“, verlautete er gleich zu Jahresbeginn. „Ich kann’s kaum erwarten, die ersten Runden mit diesem Bike drehen zu können.“

Da ahnte freilich noch niemand, dass Corona sämtliche Pläne übers Jahr tüchtig über den Haufen werfen würde. Nun aber ist die kurze und schwierige Saison 2020 Geschichte. Das Finale in Valencia fand unter sonnigen Bedingungen statt. Leon Orgis konnte dabei schon im Freien Training an seine Form vom vorhergehenden Rennen in Aragon anknüpfen und fuhr auf Anhieb super Zeiten. „Auch bei Kevin hatten wir nach großen Setup-Änderungen endlich den richtigen Weg gefunden“, so Rene Orgis. Doch für ihn war der Wettkampf schon zu Ende, bevor er richtig begonnen hatte. Am zweiten Tag hatte er in der letzten Kurve einen Highsider – ein Sturz, bei dem sich das Motorrad zur kurvenäußeren Seite überschlägt – und ging böse vom Motorrad. Dabei brach er sich den linken Unterarm.

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Im Qualifying konnte Leon seine Performance halten und fuhr die drittschnellste Zeit in der STK600-Klasse. Das war eine super Ausgangsposition für die beiden Rennen. Der Start zum ersten Rennen gelang Leon nicht so gut, trotzdem konnte er sich innerhalb der ersten Runde wieder vorkämpfen. Mit zunehmender Renndauer jedoch wurde der Grip am Hinterrad immer schlechter.

Unterstützt wurden die Fahrer von einem starken und zuverlässigen Team.
Unterstützt wurden die Fahrer von einem starken und zuverlässigen Team. © Foto: PinamotoRS

Sturz nach Kollision

Das war den deutlich wärmeren Bedingungen geschuldet und somit konnte Leon nicht mehr so fighten, wie das gerne wollte. Da sich seine Kontrahenten vor ihm aber auch nicht ganz einig waren, konnte er nicht nur Platz drei im Rennen, sondern auch seinen Bronzeplatz in der Gesamtwertung sichern.

Im zweiten Rennen des Tages kollidierte er in Runde 7 mit einem Moto2-Fahrer, der sich vor ihm verbremst hatte und wieder auf die Strecke zurückkam – Leon ging zu Boden. Er blieb unverletzt und konnte sich nach ein paar Minuten des Ärgerns doch wieder über seinen starken dritten Gesamtrang freuen. Außerdem konnte er sich mit seiner Standard-Yamaha R6 auf einem starken 16. Platz im 30 Fahrer umfassenden MOTO2-Feld behaupten. Bei Kevin reichte es trotz der Ausfälle noch für Gesamtrang 22.

Rene Orgis hat neben dem Dank für das Team, die Sponsoren, Freunde und Unterstützer nun schon das kommende Wettkampfjahr seiner Söhne im Blick. „Ziel ist es, auf den Leistungen aufzubauen, Kevin endlich in alter Stärke zu sehen und Leon vielleicht auch auf einer Moto2“, sagt er.

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