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Rassismus-Eklat: SC Partheland setzt auf Sportgericht

Nach dem Abbruch des Spiels gegen den Döbelner SC distanziert sich der Verein von "fehlbaren Zuschauern" - und unterstützt eine zügige Aufklärung.

Fußball polarisiert und fasziniert. Doch in der Kreisoberliga am Sonntag trat dies leider in den Hintergrund.
Fußball polarisiert und fasziniert. Doch in der Kreisoberliga am Sonntag trat dies leider in den Hintergrund. © Archiv/Frank Korn

Döbeln. Nach dem Eklat um "laute Affengeräusche" am Rande des Fußballspiels zwischen dem SC Partheland und dem Döbelner SC schlagen die Wogen weiterhin hoch. Das Spiel war abgebrochen worden, nachdem eine kleine Gruppe von Zuschauern Spieler des DSC beleidigt hatte. Die Gäste waren daraufhin geschlossen vom Spielfeld gegangen.

Am späten Montagabend hat sich nun auch der SC Partheland zu den Vorfällen geäußert. Der Vorstand sowie der gesamte Verein "distanzieren sich von dem Verhalten der fehlbaren Zuschauer", heißt es in einer von Präsident Joachim Aust unterzeichneten Erklärung.

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Man wolle alles dafür tun, um den Sachverhalt vereinsintern und darüber hinaus aufzuklären. Zudem soll geprüft werden, inwiefern die betreffenden Zuschauer mit entsprechenden Maßnahmen belegt werden können, damit sich ein solches Vorkommnis nicht wiederhole.

"Zügiger Aufklärung nicht entgegenstehen"

Nähere Angaben wolle der Verein derzeit nicht machen, weil es sich um ein "schwebendes Verfahren" handele, das nunmehr vom Sportgericht des Kreises Muldental/Leipziger Land eingeleitet ist. Man habe sich dazu entschieden, um "einer zügigen sowie der Wahrheit entsprechenden Aufklärung dieses Vorfalls nicht entgegenzustehen".

Außerdem liegen nach Auskunft des Vereinspräsidenten noch nicht alle das Spiel betreffenden schriftlichen Unterlagen vor. Sobald dies der Fall sei, werde man sich dem Sportgericht gegenüber dazu äußern.

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Der Döbelner SC hatte sich bereits am Sonntag zu Wort gemeldet. In einer Erklärung von DSC-Präsident Thomas Kolbe hatte dieser sich stolz gezeigt, dass die Döbelner Spieler und Betreuer eine "klare und eindeutige Reaktion" zeigten. Harald Sather, Präsident des Kreisfußballverbandes, hatte am Montag die Frage in den Raum gestellt, ob tatsächlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, das Spiel trotzdem ordnungsgemäß zu beenden.

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Wann das Sportgericht zu dem Eklat entscheidet, ist derweil noch unklar. Der Spielabbruch geschah beim Stand von 2:1 für den SC Partheland in der Nachspielzeit. Im Raum stehen nun die Wertung des Spiels, eine mögliche Wiederholung sowie eine mögliche Geldstrafe für den SC Partheland.

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