merken
PLUS Döbeln

Hartha mit breiter Brust, dennoch vorsichtig

Fußball-Kreisoberliga: Nach dem Überraschungssieg gegen Großsteinberg will der Trainer von einer Pflichtaufgabe gegen Partheland nichts wissen.

Hart umkämpft war am vergangenen Wochenende das Spitzenspiel zwischen dem Roßweiner SV und dem SV Ostrau (Szenenfoto). Für eine Überraschung sorgte dagegen Neuling BC Hartha.
Hart umkämpft war am vergangenen Wochenende das Spitzenspiel zwischen dem Roßweiner SV und dem SV Ostrau (Szenenfoto). Für eine Überraschung sorgte dagegen Neuling BC Hartha. © Dietmar Thomas

Hartha. Noch vor einer Woche war Martin Scheidig gleichermaßen bescheiden wie auch zuversichtlich. Der BC Hartha werde seine Punkte in der Kreisoberliga schon noch holen - aber wahrscheinlich nicht gegen den damaligen Dritten TSV Großsteinberg, sagte der Harthaer Coach damals.

Bekanntermaßen kam es anders - und das überraschend klare 5:1 nimmt der Liga-Neuling natürlich gern als Rückenwind ins nächste Spiel mit. In die Begegnung beim SV Partheland gehen die Scheidig-Schützlinge nun als klarer Favorit. Magere zwei Törchen gelangen dem aktuellen Vorletzten bislang, mit 21 Gegentreffern in sechs Spielen stellt Partheland in den bisherigen sechs Begegnungen die Negativmarke. Eine Formsache also für den BC Hartha?

Familien aufgepasst
Familien aufgepasst

Hier finden Sie alle Ergebnisse des Familienkompass 2020.

Martin Scheidig winkt ab. „Partheland ist stärker, als es der momentane Tabellenstand aussagt“, glaubt der Coach. Natürlich gehe er optimistisch in die Auseinandersetzung, von einer „Pflichtaufgabe“ will er jedoch nichts wissen. Nach wie vor komme es darauf an, „mehr Stabilität in unser Spiel zu bringen“.

1:0 bei Blau-Weiß Bennewitz, mit elf Punkten beträgt der Abstand des VfB Leisnig auf einen Podestplatz lediglich drei Zähler. Wie breit ist da die Brust vor dem Heimspiel gegen Chemie Böhlen am Wochenende? „Nicht breiter als sonst“, sagt VfB-Trainer Rico Meister. „Dazu war der Sieg in Bennewitz nicht überzeugend genug“, fügt er hinzu. Deshalb richte sich beim Blick auf die Tabelle sein Augenmerk auch eher auf den Abstand zu Platz 14. „Und da sind mir fünf Punkte noch zu wenig“, so Rico Meister.

Dass Kontrahent Böhlen mit bislang 20 Gegentoren ebenfalls zum Toreschießen gerade „eingeladen“ hat, ist für Rico Meister kein Anlass zu Euphorie. „Böhlen ist beileibe keine Laufkundschaft, zumal wir seit dem Aufstieg noch kein Spiel gegen die Böhlener gewinnen konnten“, sagt er. Zudem sei aufgrund der Wetterbedingungen und Bodenverhältnisse eher ein kampfbetontes Spiel zu erwarten. Etwas Optimismus kommt hinsichtlich der personellen Konstellation beim VfB Leisnig. „Das Lazarett lichtet sich, und damit nimmt auch die Anzahl an Möglichkeiten wieder zu“, freut sich der Trainer.

Eine vermeintlich „leichte“ Aufgabe wartet auf Spitzenreiter Roßweiner SV. Die Schützlinge von Trainer Jörg Soujon reisen zum 15. Blau-Weiß Deutzen. Der ist bislang bei drei Remis noch sieglos, der RSV immer noch ohne Niederlage. Der Tabellenzweite SV Ostrau geht mit der Empfehlung ins Spiel gegen Klinga-Ammelshain, den Roßweinern vor einer Woche das erste Remis abgetrotzt zu haben. Der Döbelner SC (7.) reist zum Duell mit dem punktgleichen Tabellennachbarn TuS Pegau (5.).

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln