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Harthaer gehen im Derby unter

Gegen den SV Ostrau gibt es eine saftige Niederlage. Döbelner SC und Roßwein feiern deutliche Erfolge, Leisnig spielt remis.

Die Ostrauer (gelbe Trikots) waren für die Harthaer nur schwer zu stoppen. In dieser Szene zeiht Sandro Antony mit Ball am fuß davon, Rico Queck (Nummer 5) will hinterher.
Die Ostrauer (gelbe Trikots) waren für die Harthaer nur schwer zu stoppen. In dieser Szene zeiht Sandro Antony mit Ball am fuß davon, Rico Queck (Nummer 5) will hinterher. © Lars Halbauer

Das Tabellenbild der Fußball-Kreisoberliga hat nach drei Spieltagen noch keine Aussagekraft. Dennoch sieht es aus Sicht der Fans in der Region Döbeln gut aus: Der Roßweiner SV führt das Klassement mit neun Punkten vor dem SV Ostrau und dem Döbelner SC (je sieben) an.

Der SV Ostrau scheint eine Vorliebe für die Zahl 5 zu haben. Wie in der Vorwoche gegen Partheland hieß es auch diesmal im Derby beim BC Hartha 5:0. „Schon in der Vorbereitung haben wir mehrfach fünf Tore erzielt“, sagte SVO-Trainer Mathias Donath. Sein Team habe zwar gegen die Harthaer mehr zugelassen, doch am Ende spreche das Ergebnis für sich. BC-Trainer Martin Scheidig verwies auf die personellen Probleme seines Teams. „Wir mussten auf Spieler der Alten Herren und der A-Jugend zurückgreifen“, sagte Scheidig. Der Sieg der Ostrauer gehe in Ordnung.

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Gedenkminute für verstorbenen Ex-Präsidenten

Bis zum ersten Treffer dauerte es eine knappe halbe Stunde. Über Marcus Hausmann und Sandro Antony landete der Ball bei Lukas Bauer, der die Führung erzielte. Die Jahnataler legen sofort nach. Toni Vogt erhöhte mit seinem ersten Treffer in der Kreisoberliga auf 2:0. Auf der Gegenseite tauchten auch die Harthaer gefährlich vor dem Tor auf, doch Toni Brabandt scheiterte am Ostrauer Torhüter Tino Gastberg. Toni Meyer besorgte den Treffer zum 0:3, ehe Hausmann mit einem Freistoß nur die Querlatte traf. 

Nach dem Wiederanpfiff machte es Hausmann besser, als er eine Flanke von Bauer per Kopf verwandelte. Die Platzherren gaben sich aber noch nicht geschlagen. Ein Kopfball von Toni Fischer landete nur an der Querlatte und in der 75. Minute vergab Brabandt eine hochkarätige Möglichkeit. Den Endstand besorgte der eingewechselte Florian Großmann.

Mit einer Schweigeminute vor dem Anpfiff hatten die Spieler und Zuschauer den verstorbenen ehemaligen Präsidenten des BC Hartha Walter Thate geehrt.

Vier Treffer in 19 Minuten

Der Roßweiner SV gewann auch sein drittes Saisonspiel. Gegen den SV Chemie Böhlen hieß es am Ende 6:3. Die Gastgeber starteten furios. Martin Schwibs mit einem lupenreinen Hattrick und Ronny Marbach schossen ihr Team bis zur 19. Minute mit 4:0 in Führung. „Ich dachte schon, das wird ein zweistelliges Ergebnis“, berichtet RSV-Trainer Jörg Soujon von seinen Gedanken zu diesem Zeitpunkt. Doch er täuschte sich. Im Spiel seiner Mannschaft gab es einen „kompletten Knick“, wie es der Trainer ausdrückte. Bis zur Pause gelang nur den Böhlenern noch ein Tor.

Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Stephan Krondorf auf 5:1, doch damit waren die Roßweiner noch nicht durch. Toni Messner sah nach einem Foul im Strafraum die Rote Karte, den folgenden Elfmeter verwandelte Steffen Scharf. Als Tino Naumann mit seinem zweiten Treffer für die Gäste auf 5:3 verkürzte, schwante Jörg Soujon nichts gutes. Doch sein Team sicherte die drei Punkte. Krondorf erzielte mit einem Distanzschuss noch das Tor des Tages zum 6:3-Endstand.

Torschütze profitiert von seiner Schnelligkeit

Auch beim Döbelner SC läuft es derzeit gut. Mit einem 4:1 schickte er den FSV Alemannia Geithain wieder nach Hause. Dabei gelang Amidu Dadi in der ersten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick. Nach drei Minuten verwertete er ein Zuspiel von David Gerold zum 1:0. Nach einer Ecke in der 13. Minute köpfte Kapitän Steve Oehme den Ball an den Querbalken, nur eine Minute später traf Amidu Dadi zunächst die Latte, von da sprang der Ball an den Pfosten. 

Bei seinen Treffern zwei und drei profitierte Dadi von seiner Schnelligkeit. „Es ist schon zu sehen, dass Amidu in solchen Situationen jetzt doch mehr Ruhe bewahrt, auch wenn natürlich nicht alles klappt“, sagte Trainer Thomas Henschel. Nach dem Wechsel nutzte Markus Draßdo die Vorlage von Dominik Börno zum 4:0. Die Gäste kamen noch zum Ehrentreffer, doch der Sieg der Döbelner geriet nicht in Gefahr.

Leisnig tauscht Heimrecht

Der VfB Leisnig erreichte gegen den SV Naunhof ein 1:1-Unentschieden. Eigentlich hätte das Spiel in Naunhof ausgetragen werden sollen, doch die Leisniger hatten um Tausch des Heimrechts gebeten. „Damit entgehen wir der Gefahr, dass das Spiel im Winter aufgrund der Platzbedingungen ausfällt“, sagte Trainer Rico Meister. 

Nach der Führung durch Sebastian Friese vergaben die Gastgeber die Chance zum 2:0. Danach mussten sie zweimal noch in der ersten Hälfte wechseln. „Das hat uns schon etwas durcheinander gebracht“, gibt Meister zu. Nach dem Ausgleich der Naunhofer habe sein Team Moral gezeigt und einen Punkt gegen den Favoriten gerettet. Auch bei den Gästen musste ein Spieler verletzt ausgewechselt werden. Er zog sich eine Platzwunde am Kopf zu, konnte aber vor Ort versorgt werden. 

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