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„Wir sind bis an körperliche Grenzen gegangen“

Die Feuerwehrmänner Denny Thomas und Max Grundmann aus Ostrau haben beim 17. Treppenmarathon in Radebeul teilgenommen - unter Atemschutz.

Denny Thomas (links) und Max Grundmann haben eine unglaubliche Leistung vollbracht. In voller Feuerwehrmontur und mit Atemschutzgerät haben sie die Spitzhaustreppe in Radebeul absolviert.
Denny Thomas (links) und Max Grundmann haben eine unglaubliche Leistung vollbracht. In voller Feuerwehrmontur und mit Atemschutzgerät haben sie die Spitzhaustreppe in Radebeul absolviert. © privat

Ostrau/Radebeul. Sie haben es geschafft, sind an ihre körperlichen Grenzen gegangen und waren danach einfach nur glücklich. Max Grundmann (25) und Denny Thomas (32) haben erfolgreich am 17. Mount Everest Treppenmarathon in Radebeul teilgenommen.

Organisiert wird dieser für die Feuerwehrleute vom Verein Feuerwehrfitness Dresden. 55 Teilnehmer aus ganz Deutschland sind an den Start gegangen. Voraussetzung dafür waren ein absolvierter Lehrgang für Atemschutzträger, ein gültiger Gesundheitspass und jede Menge Selbstvertrauen.

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Wer die Spitzsteintreppe in Radebeul kennt, weiß, dass man schon beim normalen Aufstieg ins Schwitzen kommt. Die beiden Ostrauer Feuerwehrleute haben den Marathon in voller Feuerwehrmontur, Sauerstoffflaschen und unter Atemschutz gemeistert – eine unglaubliche Leistung.

397 Treppen und 20 bis 25 Kilogramm Ausrüstung

Immerhin mussten die Feuerwehrleute zunächst 50 Meter bis zur Treppe laufen, 397 Stufen nach unten absolvieren, 150 Meter bis zum Wendepunkt rennen und dann ging es wieder 397 Treppen mit der 20 bis 25 Kilogramm wiegenden Ausrüstung plus Anzug nach oben.

„In den vergangenen Jahren sind die Läufer mit Überdruckgeräten aus Carbon gestartet. Die waren wesentlich leichter. Da die Organisatoren Probleme mit der Beschaffung hatten, organisierte der Verein Stahlflaschen mit Normaldruck, die zum Einsatz kamen“, so Denny Thomas.

Mehr als ein Jahr haben er und Max Grundmann für dieses Event trainiert: Sind in ihrer Freizeit ins Fitnessstudio gegangen, sind viel gelaufen und Rad gefahren sowie die Atemschutzstrecke absolviert. „Wir wollten dabei sein. Auch wenn wir uns nur annähernd vorstellen konnten, was die Teilnahme für uns an körperlicher Fitness fordern würde. Wir wollten uns dieser Herausforderung stellen“, so Denny Thomas.

"Warum habe ich hierzu ja gesagt?"

„Während des Laufes habe ich mich manchmal gefragt, warum ich überhaupt mitmache“, sagte Max Grundmann. Als es die Treppen wieder nach oben ging, habe er eine kleine Verschnaufpause benötigt, sich dann aber nach oben gekämpft. "Das hat schon eine ungeheure Überwindung gekostet", so der Ostrauer.

Denny Thomas ging es nicht anders. "Warum habe ich hierzu 'ja' gesagt? Das habe ich mich tatsächlich gefragt." Auch wenn beide am Ziel fix und fertig waren, so waren sie glücklich, die Herausforderung gemeistert zu haben. „Es ist auch unglaublich, wie schnell wir wieder fit waren“, sagten die beiden Feuerwehrmänner.

Denny Thomas legte die Strecke in zwölf Minuten und 58 Sekunden zurück und kam somit auf Rang 16. Max Grundmann absolvierte den Treppenmarathon in 15 Minuten und einer Sekunde und belegte damit von den mehr als 100 Teilnehmern einen beachtlichen 32. Platz.

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