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Unerschrockener Jungspund

Nick Koitsch aus Döbeln fährt bei seinem ersten Rennen der HAIGO-Serie gleich auf den 5. Platz. Und das mit 18 Jahren.

Nick Koitsch unmittelbar vor dem Start zum HAIGO-Cup in Oschersleben. Bei seinem ersten Rennen landete der 18-Jährige sofort auf dem 5. Platz und erntete dafür viel Anerkennung von der Konkurrenz.
Nick Koitsch unmittelbar vor dem Start zum HAIGO-Cup in Oschersleben. Bei seinem ersten Rennen landete der 18-Jährige sofort auf dem 5. Platz und erntete dafür viel Anerkennung von der Konkurrenz. © Michael Krause

Döbeln. Darauf mussten die Fahrer und ihre Rennställe lange warten: In der Motopark Arena Oschersleben ging endlich wieder ein Wettbewerb der „HAIGO“ (Historische Automobilrennsport-Interessen-Gemeinschaft Ostdeutschlands) über die Bühne. Ein Podium, bei dem seit Jahren der Name Koitsch aus Döbeln nicht fehlt.

Und doch war Oschersleben für die motorsportbesessene Familie eine Premiere. Mit Nick Koitsch stellte sich der Jüngste erstmals der Konkurrenz. Im Februar ist er erst 18 Jahre alt geworden - die Voraussetzung für die Teilnahme an der Haigo-Serie. Das Qualifying verlief vorsichtig optimistisch - Platz 15.

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Und der Start in den Wertungslauf verlief auch nicht unbedingt nach dem Geschmack des Youngsters. „Den Start habe ich vergeigt“, kommentiert er den Rückfall auf den letzten Platz. „Das war‘s“, habe er da gedacht und wollte nur noch „meinen Stiefel fahren“. Das machte er allerdings furios, holte in jeder Runde wichtige Sekunden und vor allem Kontrahenten ein, „und plötzlich stand da die 5“.

Einen Tag später, beim zweiten Wertungslauf, kam Nick auf dem 6. Platz ein. Und seine Gemütslage bringt er kurz und knapp auf den Punkt: „Ich bin glücklich ohne Ende. Das war so nicht zu erwarten.“

Döbelner will bei Rennen in Brno dabei sein

Der 18-Jährige setzt damit fort, was Bruder Toni und Onkel Jörg Koitsch schon seit längerer Zeit in der HAIGO tun: als Rennfahrer in der Formel Mundia um Punkte, Siege und Treppchenplätze zu fahren.

In Oschersleben waren Toni und Jörg allerdings nicht dabei. Das, so Gerd Koitsch, Vater von Nick und Toni, soll sich aber im Spätsommer ändern. Zwar sei es logistisch unmöglich, sämtliche Wettbewerbe in diesem Jahr zu belegen. Doch das Wochenende in Brno (Brünn) im September gilt bei den Döbelnern als „gesetzt“. Gerd Koitschs Plan und Wunsch ist es, dass dann das Trio komplett an den Start geht.

Ob Jungspund Nick dann schon „reif“ ist, seinen Bruder zu schlagen, sei dahingestellt. „Brno ist Tonis Lieblingsstrecke“, weiß er. Bei Wettbewerben der vergangenen Jahre war er im Fahrerlager und als Zuschauer stets dabei. „Mir schwebt da noch Einiges vor“, sagt er selbstbewusst mit Blick auf seine Rennfahrer-Zukunft. Vater Gerd ordnet den Ehrgeiz ein. „Nick wollte schon immer seinem Bruder nacheifern“, sagt er.

Konzentriert bereitete sich der Youngster auf die Rennen vor.
Konzentriert bereitete sich der Youngster auf die Rennen vor. © Michael Krause

Natürlich hoffen alle, dass Corona künftig überhaupt erst wieder Rennveranstaltungen möglich macht. Denn HAIGO ist letztlich nicht nur bei den Fahrern, sondern auch den Fans sehr beliebt.

Dabei handelt es sich um eine Rennserie mit Formel- und Tourenwagen aus den Motorsport-Epochen des ehemaligen Ostblocks und den damaligen Ländern Osteuropas, die von der FIA als internationale historische Rennserie anerkannt ist.

Die Rennoldtimer der HAIGO standen vor Jahrzehnten bereits bei Veranstaltungen wie dem „Pokal für Frieden und Freundschaft“ in der Startaufstellung.

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