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Döbeln

Waldheimer spielen ohne Publikum

Sechs Handballmannschaften aus der Region treten im Sachsen- und Bezirkspokal an. Zwei von ihnen müssen sogar doppelt ran.

Die Männer des VfL Waldheim 54 II treten am Wochenende im Sachsen- und Bezirkspokal an.
Die Männer des VfL Waldheim 54 II treten am Wochenende im Sachsen- und Bezirkspokal an. © Dietmar Thomas/Archiv

Region Döbeln. Nach langer Pause – aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Saison 2019/2020 abgebrochen – geht es für die Handballmannschaften wieder auf die Platte. Am Wochenende steht jeweils die erste Runde im Sachsen- und Bezirkspokal an.

Der VfL Waldheim 54 II hat gleich zwei Aufgaben zu lösen. Zunächst spielt die Mannschaft am Sonnabend im Sachsenpokal gegen den Verbandsligisten ESV Dresden. Bei diesem Spiel sind allerdings keine Zuschauer erlaubt. „Wir haben ein Hygienekonzept erarbeitet. Bisher haben wir aber noch keine Mitteilung erhalten“, sagt Trainer und VfL-Präsident Lars Friedrich. 

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Michael Wittig, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Stadt, sagte, dass dieses Konzept in der kommenden Woche gemeinsam mit Verein, Stadt und Kreissportbund besprochen werden soll. Erst danach könne eine Entscheidung fallen, ob und wie viele Zuschauer in die Halle dürfen.

Das Spiel gegen die Dresdener sieht Lars Friedrich eher als Testspiel an. „Der ESV hat sich in den vergangenen Spielzeiten meist recht gut geschlagen“, schätzt er ein. 

Auch sein Team habe eine gute Qualität, müsse sich jedoch aufgrund der neuen Zusammenstellung erst zusammenfinden, so Friedrich. Für das Bezirkspokalspiel bei Roter Stern Leipzig II sieht Lars Friedrich sein Team als Favorit.

Sachsenpokalspiel als Belohnung

Auch der SV Leisnig 90 muss doppelt ran. Immerhin sind aber bei den beiden Heimspielen jeweils 50 Zuschauer zugelassen. „Ein Vorverkauf war nicht möglich, deshalb ist es ratsam, rechtzeitig in der Halle zu sein“, sagte SVL-Trainer Falko Fritsche. 

Zunächst geht es für die Bergstädter im Bezirkspokal gegen die TSG 1861 Taucha, die ebenso wie die Leisniger in der Bezirksklasse spielt. „Auf diesem Spiel liegt unser Fokus, wir wollen unbedingt weiterkommen“, umreißt der Trainer die Zielstellung. 

Dagegen sei das Sachsenpokalspiel am Sonntag gegen die HSG Freiberg II eher als Belohnung für die guten Leistungen im Pokal der Vorsaison zu sehen, so Fritsche. 

Damals gelang den Leisnigern, die Nico Mathys aus Waldheim als Neuzugang vermelden, der Einzug ins Halbfinale. Weil die Saison aus bekannten Gründen vorzeitig beendet wurde, dürfen auch die Halbfinalisten im Sachsenpokal antreten.

Die Männer der HSG Neudorf/Döbeln müssen beim Chemnitzer Bezirksligisten Sachsen 90 Werdau ran. Trainer Stefan Preuß strebt mit seiner Truppe einen Sieg an. In einem gemeinsamen Training mit dem Sachsenligateam HSG Rottluff/Lok Chemnitz habe seine Mannschaft gute Ansätze gezeigt. Wir wollen uns weiter einspielen und die Abläufe intensivieren“, sagte Preuß, der auf Tobias Claassen und Christoph Eppinger verzichten muss.

Handball-Frauenteams treten auswärts an

Im Bezirkspokal Leipzig der Männer muss die HSG Neudorf/Döbeln II beim HV Böhlen II antreten. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga müssen sich die Neudorf/Döbelner sicher erst neu sortieren. Dennoch dürfte das Weiterkommen bei einer Bezirksklasse-Sieben machbar sein.

Im Bezirkspokal Leipzig der Frauen müssen die beiden Mannschaften aus der Region auswärts antreten. Die HSG Neudorf/Döbeln II spielt beim Bezirksligakonkurrenten TuS Leipzig-Mockau II. Nach der Platzierung des Vorjahres, die HSG lag auf Rang zwei, die Gastgeberinnen auf Platz acht, scheint die Aufgabe lösbar.

Die Frauen des VfL Waldheim 54 haben sich aus der Verbandsliga freiwillig in die Bezirksklasse zurückgezogen. In der ersten Pokalrunde müssen sie bei Germania Zwenkau ran. Das Team spielt ebenfalls Bezirksklasse. Für Trainer Ulf Seeger ist die Partie eine Standortbestimmung. „Nichtsdestotrotz wollen wir in die nächste Runde einziehen“, so Seeger.

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