merken
PLUS Döbeln

Handball-Zuschauer dürfen zum Derby

In der Verbandsliga der Männer hat der VfL Waldheim im ersten Spiel Heimvorteil. Der Gegner hat schon zwei Partien hinter sich.

Im vergangenen Jahr traf der VfL Waldheim 54 im Lokalderby der Verbandsliga auf die zweite Vertretung der HSG Neudorf/Döbeln. In dieser Saison geht es für den VfL gegen die „Erste“ der HSG.
Im vergangenen Jahr traf der VfL Waldheim 54 im Lokalderby der Verbandsliga auf die zweite Vertretung der HSG Neudorf/Döbeln. In dieser Saison geht es für den VfL gegen die „Erste“ der HSG. © Frank Korn

Waldheim. Nach über einem halben Jahr Pause gibt es in der Waldheimer Stadtsporthalle wieder einen Heimspieltag der Handballer.

„Endlich“, lässt Manuel Kirpal, Trainer der Verbandsligasieben des VfL Waldheim 54, einen Stoßseufzer los. Während die meisten anderen Mannschaften bereits in Pokal und/oder Meisterschaft aktiv waren, darf der VfL erst am Sonnabend zum ersten Mal in dieser Saison auf die Platte.

Anzeige
Dresdner Christstollen genießen
Dresdner Christstollen genießen

Kommen Sie in Weihnachtsstimmung mit hauseigenen Spezialitäten der Fürstenbäckerei Matzker!

Gegner im ersten Spiel für die Zschopaustädter ist die HSG Neudorf/Döbeln. Noch in der vergangenen Saison hatte es der VfL mit der zweiten Vertretung der HSG zu tun. Das Hinspiel gewannen die Waldheimer klar, das Rückspiel fiel aufgrund der Corona-Pandemie aus.

Hygienekonzept genehmigt

Das Thema Corona spielt auch bei der Begegnung am Sonnabend (18 Uhr) eine Rolle. Das Gesundheitsamt des Landkreises Mittelsachsen hat das Hygienekonzept, das der VfL Waldheim 54 mit dem Ordnungsamt der Stadt Waldheim erstellt hat, vollumfänglich genehmigt. 

Die Halle ist für 120 Zuschauer freigegeben, davon maximal 25 Gästefans. Zu achten ist dabei auf die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Kann der 1,5-Meter-Abstand nicht eingehalten werden gilt Maskenpflicht. „Um die Auflagen zu erfüllen, hat der VfL jede Menge Ordner im Einsatz, die die Regeln überwachen und durchsetzen. Den Hinweisen vor Ort ist unbedingt Folge zu leisten“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Personeller Umbruch in beiden Mannschaften

Sowohl beim VfL Waldheim 54 als auch bei der HSG Neudorf/Döbeln hat es einen personellen Umbruch gegeben. Mit Sebastian Hauck, Martin Kater, Uwe Zschoche, Frank Lohse und Nico Mathys stehen beim VfL fünf wichtige Akteure nicht mehr zur Verfügung. „Wir müssen versuchen, die Lücken so gut wie möglich zu schließen“, sagt Manuel Kirpal. Der Kader sei mit Spielern aus der zweiten Mannschaft komplettiert worden. „Für uns kann das Ziel nur lauten, nicht abzusteigen“, so Kirpal.

Im Lokalderby sieht der Waldheimer Trainer die Gäste in der Favoritenrolle. „Die Neudorf/Döbelner haben bereits zwei Punkte auf dem Konto. Die Begegnung wird ein richtiger Gradmesser für uns“, sagt der Trainer. Maurice Ließke und Denny Ilbig sind angeschlagen, ihr Einsatz entscheidet sich erst vor dem Spiel.

Freiwilliger Abstieg

Die HSG Neudorf/Döbeln spielt nach fast zwei Jahrzehnten in der Sachsenliga freiwillig eine Etage tiefer. Nach dem Abgang zahlreicher Spieler soll eine rein einheimische Mannschaft in der Verbandsliga den Umbruch einleiten. Der Rückzug ist aus Sicht des neuen Trainers Stefan Preuß die richtige Entscheidung gewesen. „Wir wollen mit dem eigenen Nachwuchs wieder etwas aufbauen. Dazu braucht man Zeit“, so Preuß.

So sei es zunächst das Ziel, in der Verbandsliga Fuß zu fassen. Mittelfristig solle der Blick aber schon wieder in Richtung Sachsenliga gehen. Jedoch fordert der neue Trainer auch Geduld. „Es wird auch Rückschläge geben“, sagt er.

Für das Spiel gegen Waldheim sieht Preuß seine Mannschaft gerüstet. „Waldheim hat noch kein Spiel absolviert, deshalb kann man sich kein richtiges Bild machen. Wenn wir aber mit dem Elan des ersten Punktspiels herangehen, sollte ein positives Ergebnis für uns machbar sein“, sagt der HSG-Trainer.

Neudorf/Döbelner Frauen vor schwerem Spiel

Die Frauenmannschaft der HSG Neudorf/Döbeln strebt in der Sachsenliga einen Platz im oberen Tabellendrittel an. „Das Wichtigste ist, dass wir ohne Probleme und gesund über die Saison kommen“, sagt Trainer Daniel Reddiger. Als Neuzugang ist Franziska Teuchert von Rotation Weißenborn gekommen. 

Nach dem Sieg im Auftaktspiel gegen Plauen-Oberlosa muss die HSG zum HV Chemnitz II reisen. In der vergangenen Saison gab es dort eine klare Niederlage. Entsprechend groß ist der Respekt vor dieser Aufgabe. „Wir müssen einige Spielerinnen ersetzen, deshalb wird es nicht einfach. Dennoch wollen wir etwas mitnehmen“, so Reddiger.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln