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Staatsschutz ermittelt in Waldheim

Die durch René Michael Röder organisierten Kundgebungen auf dem Waldheimer Markt beschäftigen die Polizei weiter.

Bei einer Veranstaltung auf dem Waldheimer Markt im Februar waren Äußerungen gefallen, wegen denen jetzt der Staatsschutz ermittelt.
Bei einer Veranstaltung auf dem Waldheimer Markt im Februar waren Äußerungen gefallen, wegen denen jetzt der Staatsschutz ermittelt. © Lars Halbauer

Waldheim. Dabei geht es vor allen Dingen um die Veranstaltung am 22. Februar. An diesem Montagabend hatte ein Redner die Corona-Impfkampagne mit Menschenversuchen des SS-Arztes und Kriegsverbrechers Josef Mengele verglichen.

Unmittelbar nach der Veranstaltung begann der Staatsschutz der Chemnitzer Kriminalpolizei mit der Prüfung des Tatbestands der Volksverhetzung. Inzwischen liegt laut Polizeisprecher Andrzej Rydzik das Ergebnis der Prüfung vor.

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Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt

„Seitens des Dezernats Staatsschutz ist nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden“, teilte er auf Anfrage mit. Der durch den Redner am 22. Februar in Waldheim öffentlich getroffene Vergleich erfülle den Tatbestand der Volksverhetzung.

Der Redner sei allerdings derzeit noch unbekannt. „Die Ermittlungen laufen dazu weiter“, so Rydzik.

Wie berichtet hat René Michael Röder die bislang drei Kundgebungen organisiert, um mit Atemübungen, Liedern und Gedichten einen „Einladung zum Runterkommen“ auszusprechen.

Die betreffende Aussage des Redners bezeichnete er als eine spontane Assoziation, die in einem Nebensatz gefallen sei. Sie zeige, dass die Menschen die Vergangenheit nicht aufgearbeitet haben.

Nach den Äußerungen des bislang unbekannten Redners hatte sich die Kirchgemeinde Waldheim-Geringswalde, bei der Röder seit vielen Jahren als Kantor angestellt ist, von den Veranstaltungen distanziert. Wie der Waldheimer Pfarrer Reinald Richber mitteilte, werde Röder in der Öffentlichkeit nicht als Privatmann, sondern als Mitarbeiter der Kirche wahrgenommen.

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