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Stadtwerke Döbeln senken Strompreis

Änderungen am Bezugspreis werden voll an den Kunden weitergegeben. Bei Gas sieht die Lage etwas anders aus.

Strom wird für Kunden der Stadtwerke billiger, Gas minimal teurer.
Strom wird für Kunden der Stadtwerke billiger, Gas minimal teurer. © Arno Burgi/dpa

Döbeln. Alles wird teurer? Nicht alles. Die Stadtwerke Döbeln werden im neuen Jahr den Strompreis senken. Damit werden die günstigeren Bezugskosten voll an die Kunden weitergegeben, sagte Stadtwerkechef Gunnar Fehnle. Im Einkauf sinken die Strompreise um etwa einen halben Cent pro Kilowattstunde. Auch Steuern und Abgaben gehen leicht zurück. Steigen werden zwar die Netzentgelte, aber am Ende bleibt immer noch ein Minus beim Preis übrig.

Kostensenkung weitergegeben

„Wir haben auch in den vergangenen Jahren immer gesagt: Wenn die Beschaffungskosten sinken, geben wir das an die Kunden weiter. Es geht um Fairness und Transparenz. Wir wollen keine Margenerhöhung betreiben“, sagte Fehnle.

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Bei einem Haushaltkunden mit 1.500 Kilowattstunden Verbrauch sind das knapp 9 Euro weniger. Bei einer Familie, die 4.000 Kilowattstunden verbraucht, werden rund 23 Euro weniger auf der Rechnung stehen.

Weniger Kosten in anderen Netzen

Für Kunden, die die Stadtwerke in den Netzen von Enso oder Mitnetz mit Strom beliefern, fällt die Preissenkung sogar noch ein bisschen höher aus. Das liegt an den unterschiedlichen Netzentgelten der verschiedenen Anbieter, erklärte Fehnle. Im Netz der Stadtwerke werden die Entgelte im kommenden Jahr auf 0,14 Cent pro Kilowattstunde steigen. Bei Mitnetz und Enso auf 0,11 beziehungsweise 0,13 Cent. Der Ehrgeiz der Stadtwerke bestehe darin, wirklich jedem Kunden den individuellen Preis zu berechnen, auch wenn das mit höherem Aufwand verbunden ist, sagte Vertriebsleiter Uwe Stefanowsky.

Die Stadtwerke beliefern außerhalb ihres Netzgebietes rund 6.600 Stromkunden, Tendenz steigend. Beim Gas sind es um die 1.000 Kunden außerhalb des Netzes, so Stefanowsky. Insgesamt haben die Stadtwerke rund 20.000 Strom- und 4.500 Gaskunden.

Gaspreis steigt minimal

Minimal steigen im Januar die Kosten für Erdgas. Dort sind die Bezugspreise und Netzentgelte zwar gesunken. Allerdings fällt im nächsten Jahr die CO2-Umlage von 25 Euro pro Tonne Kohlendioxid an. Aber es gelingt, die neue Abgabe fast zu kompensieren. Ein Kochgaskunde der Stadtwerke muss gerade mal um die 21 Cent mehr bezahlen. Wer sein Einfamilienhaus heizt und 18.000 Kilowattstunden Gas verbraucht, um die sechs Euro mehr pro Jahr.

Das gilt aber nur für das Gasnetz der Stadtwerke. Weil die Netzentgelte von Mitnetz steigen, müssen Kunden in diesem Versorgungsgebiet bei dieser Vergleichsgröße über 17 Euro pro Jahr mehr bezahlen.

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