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Drei angehende Ärzte erhalten Stipendium

Pro Monat bekommen die Studierenden 400 Euro vom Landkreis. Sie sollen damit an Mittelsachsen gebunden werden.

Um Mediziner für Mittelsachsen zu gewinnen, investiert der Landkreis in deren Ausbildung. Via Stipendium erhalten nun drei Studierende pro Monat 400 Euro dazu.
Um Mediziner für Mittelsachsen zu gewinnen, investiert der Landkreis in deren Ausbildung. Via Stipendium erhalten nun drei Studierende pro Monat 400 Euro dazu. © ZB

Mittelsachsen. Was im Partnerlandkreis Calw funktioniert hat, soll nun auch im Landkreis Mittelsachsen fruchten. Ein Medizinstipendium soll dafür sorgen, den Ärztemangel in der Region zu bekämpfen.

Nachdem die Kreisräte bereits im Juli ihre Zustimmung zum Programm „Rundum gesund – Ärztin/Arzt werden für Mittelsachsen“ gegeben haben, wurden die Stipendien ausgeschrieben.

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Laut Jörg Höllmüller, dem zweiten Beigeordneten des Landrates Matthias Damm (CDU) und zuständig für die Bereiche Gesundheit und Soziales in Mittelsachsen, haben sich fünf Interessenten für ein Stipendium beworben.

Ein Auswahlgremium, das vom Landkreis berufen worden und mit sechs Personen aus den Kliniken, der Kreisärztekammer sowie zukünftigen Mentoren besetzt ist, hat sich für drei Studenten entschieden.

Nicht alle leben in Mittelsachsen

Jenen sei noch vor Weihnachten mitgeteilt worden, dass sie das Stipendium erhalten werden. Die Studenten haben zum Wintersemester 2020/2021 ihr Studium begonnen. „Nicht alle von ihnen leben in Mittelsachsen“, äußerte sich Höllmüller. Weitere Details zu den Stipendiaten sind derzeit noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden.

Unterstützt werden die Studierenden im Rahmen des Programms für maximal zwölf Semester beziehungsweise sechs Jahre. So ist es in der entsprechenden Richtlinie geregelt. Ziel des Stipendiums ist es, dass sich die angehenden Mediziner dann als solche auch im Landkreis niederlassen.

Die Studenten verpflichten sich zudem dazu, im Rahmen des Stipendiums alle praktischen Phasen ihres Studiums sowie ihrer Facharztausbildung an medizinischen Einrichtungen im Landkreis zu absolvieren. Bestandteil des Programms ist darüber hinaus eine persönliche Begleitung der Studierenden durch Fachärzte aus Mittelsachsen als Mentoren.

Bei Abbruch Rückzahlung

Sollten die Stipendiaten gegen die mit dem Programm verbundenen Pflichten verstoßen, zum Beispiel bei Abbruch des Studiums oder der Aufnahme einer medizinischen Tätigkeit außerhalb des Kreises, so müssen sie das Stipendium zurückzahlen. Wer sich nach erteilter Approbation nicht unmittelbar zum Facharzt weiterbilden möchte, der ist verpflichtet, im Landkreis als angestellter Arzt zu arbeiten oder im Gesundheitsamt tätig zu werden.

Ausgangspunkt für das Stipendium war der Bedarf an Ärzten im Landkreis Mittelsachsen. Nach den Betrachtungen der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen bestand im Sommer dieses Jahres für 59 Mediziner eine Zulassungsmöglichkeit im Landkreis. Gebraucht würden besonders Hausärzte.

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