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Störche bauen in Döbeln ein Nest

In Großbauchlitz richtet sich ein Storchenpaar offensichtlich häuslich ein. Aber es gibt noch weitere Interessenten.

Attacke von oben: Das Storchenpaar, das auf einem Schornstein in Döbeln Großbauchlitz ein Nest baut, schlägt einen weiteren Artgenossen in die Flucht.
Attacke von oben: Das Storchenpaar, das auf einem Schornstein in Döbeln Großbauchlitz ein Nest baut, schlägt einen weiteren Artgenossen in die Flucht. © privat

Döbeln. Die Störche bleiben offenbar länger in Döbeln Großbauchlitz. Auf dem Schornstein der ehemaligen PGH Fleischer sind sie dabei, ein Nest zu bauen.

In den vergangenen zehn Jahren hat Elektromeister Gerd Wießner, der von seinem Wohnhaus einen guten Blick zum Schornstein hat, immer wieder mal Störche gesehen. „Im Frühjahr und im Herbst und meist war es nur einer“, sagt Wießner.

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Seit vier, fünf Jahren seien es zwei Storchenvögel gewesen. „Die sind eine Woche dageblieben und dann weitergezogen“, so der Döbelner. Nachdem im vergangenen Jahr keine Störche da waren, herrscht in diesem Frühjahr Bewegung. Es sei das erste Mal, dass sie hier sesshaft werden wollen, so Wießner.

Neuansiedlung selten von Erfolg gekrönt

Innerhalb einer Woche haben die beiden Störche angefangen, ihr Nest zu bauen. „Sie bringen fast täglich noch irgendetwas mit, um das Nest weiter auszupolstern“, hat Gerd Wießner beobachtet.

Für den Storchenexperten Kai Schaarschmidt ist es ein gutes Zeichen, dass das Storchenpaar ein Nest baut. „Sie sind auch bemüht Nachwuchs zu zeugen“, sagt der Fachmann. Wie weit das von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt jedoch abzuwarten. „Wenn ständig einer der Vögel im Nest sitzt, könnte es darauf hindeuten, dass es mit dem Nachwuchs klappt“, so Schaarschmidt. Die Erfahrung besagt nach den Worten des Storchenexperten jedoch, dass eine Neuansiedlung selten von Erfolg gekrönt ist.

Störenfried wird abgewehrt

Der Schornstein in Großbauchlitz scheint aber nicht nur das Interesse des Storchenpaares gefunden zu haben. Gerd Wießner hat eine Szene beobachtet, als ein dritter Storch einen Angriff auf das Nest startete, als die beiden „Besitzer“ gerade anwesend waren. Der Störenfried konnte jedoch abgewehrt werden.

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Auch Danial Rahmati, der auf dem Gelände der ehemaligen Fleischerei einen Autohandel betreibt, beobachtet die Störche gern. Dass sie ab und zu etwas auf seine Autos fallenlassen, nimmt er gelassen in Kauf. „In den vergangenen Wochen war immer Bewegung auf dem Nest“, sagt Rahmati. Auch habe er beobachtet, dass sich die Störche gepaart haben.

Ursprünglich hatte er den Schornstein in diesem Jahr etwas kürzen wollen. Doch diese Pläne hat er jetzt vorerst auf Eis gelegt.

Noch ist das Nest nicht fertig. Immer wieder wird nachgebessert.
Noch ist das Nest nicht fertig. Immer wieder wird nachgebessert. © privat

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