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Region Döbeln: Zwei Stromausfälle in kurzer Zeit

Gleich zwei Mal fiel am Dienstag in Leisnig und Umgebung der Strom aus. Mehr als 3.000 Kunden waren betroffen. Auch in Döbeln flackerte es kurz.

Die Monteure von MitnetzStrom sind auf der Suche nach der Ursache des Stromausfalls am Dienstagvormittag.
Die Monteure von MitnetzStrom sind auf der Suche nach der Ursache des Stromausfalls am Dienstagvormittag. © Egbert Kamprath

Region Döbeln. Bei knapp 3.000 Kunden von MitnetzStrom ging am Dienstagvormittag das Licht aus. Vermutlich aufgrund der Witterungsverhältnisse hatte es einen Stromausfall gegeben, so Evelyn Zaruba von der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH.

Gegen 9.30 Uhr wurde der Stromausfall gemeldet. Gegen 10 Uhr hatten die Kunden nach Angaben der Sprecherin wieder Strom. Sie sind über das Umleiten auf andere Leitungen wieder versorgt worden.

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Grund für den Ausfall war nach Angaben von Zaruba eine Störung im Hochspannungsnetz. Die Monteure der Firma haben sich die Leitungen zwischen Leisnig/Etzdorf und Sermuth/Döbeln angeschaut. Es seien jedoch keine Beschädigungen oder Fremdkörper in den Leitungen zu finden gewesen.

"Der Normalzustand wurde im Netz demzufolge wieder hergestellt. Wir gehen davon aus, dass die Witterung den Stromausfall verursachte. Wir beobachten und untersuchen dies aber noch", erklärte die Sprecherin.

Gegen 11 Uhr kam es nach Angaben von Zaruba zu einer weiteren Störung. Jene habe zu einem Ausfall bei knapp 1.100 Kunden erneut in Leisnig und Umgebung geführt. Auch jene Kunden wurden durch Umschalten auf eine andere Leitung wieder versorgt. Ab 12.20 Uhr hatten die wieder Strom.

In jenem Fall waren Bäume die Ursache für die Störung. Sie waren aufgrund des Schneefalls auf eine Mittelspannungsfreileitung in der Nähe von Gorschmitz gefallen. Noch am Nachmittag wurde durch den Stromversorger mit den Reperaturarbeiten begonnen. Sobald diese abgeschlossen waren, hatten auch die rund 80 Kunden in Gorschmitz wieder Strom.

Fahrstuhl bleibt in Leisnig stecken

Auch in Leisnig ging zeitweise nichts mehr, was mit Strom zu tun hatte. Aus diesem Grund war auch ein Fahrstuhl in dem Wohnkomplex am Kirchplatz steckengeblieben.

Nicht zum ersten Mal. Die Feuerwehr ist erneut alarmiert worden. Doch ohne Weiteres hätten die Fahrzeuge nicht ausrücken können. Denn auch die Rolltore öffnen sich mit Strom. Für den Fall, das keiner anliegt, greifen die Helfer auf ein Notstromaggregat zurück.

Tatsächlich ausrücken mussten die Leisniger Feuerwehrleute dann aber nicht. "Als der Strom zurück war, hat auch der Fahrstuhl wieder funktioniert", so der stellvertretende Wehrleiter René Gentzsch.

Von dem Stromausfall betroffen war auch die Helios-Klinik in Leisnig. Doch das war kaum spürbar, denn: „Im Fall eines Stromausfalls – wie heute morgen – springt in unserer Klinik innerhalb weniger Sekunden ein Notstromaggregat an, das die Klinik zuverlässig versorgt", äußerte sich Helios-Sprecherin Juliane Dylus.

In Döbeln kurzer Aussetzer

Auch in Döbeln hatte es am Morgen kurzzeitig eine heftige Stromschwankung gegeben. "Wir hatten einen Wischer im vorgelagerten Netz", sagte Stadtwerkechef Gunnar Fehnle. Diese kurzzeitige Überspannung sei ohne größere Folgen geblieben.

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Allerdings hatten sich die Blockheizkraftwerke der Stadtwerke ausgeschaltet, die neben Strom auch Heizwärme liefern. Möglicherweise sei bei einer der Maschinen in Döbeln Nord der Generator beschädigt worden, sagte Fehnle. Auch Ausfälle an empfindlichen Geräten der Stromkunden seien nicht auszuschließen. "Das ist höhere Gewalt", so Fehnle.

Dieser Beitrag wurde um 15.30 Uhr am Dienstag, 12. Januar, aktualisiert.

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