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Testzentrum an Ostrauer Grundschule geplant

Michael Köhler, der bereits die Station am Döbelner Marktkauf betreibt, hat die Vorbereitung schon getroffen. Und er hat noch mehr vor.

Der Container für das Testzentrum an der Grundschule Ostrau wurde am Wochenende aufgestellt. Darüber freut sich auch Bürgermeister Dirk Schilling. Sobald die Genehmigung da ist, kann es losgehen.
Der Container für das Testzentrum an der Grundschule Ostrau wurde am Wochenende aufgestellt. Darüber freut sich auch Bürgermeister Dirk Schilling. Sobald die Genehmigung da ist, kann es losgehen. © Lars Halbauer

Ostrau. Die Eltern dürfen die Kindertagesstätten und Grundschulen nicht mehr betreten, es sei denn, sie weisen einen negativen Corona-Test vor. Grundschüler und Lehrer müssen sich künftig zweimal pro Woche testen, ebenso die Mitarbeiter von Firmen.

Für Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) Grund genug, auch in seiner Gemeinde ein Testzentrum zu etablieren. Der Container, der sozusagen die Zentrale des Testzentrums bildet, steht bereits seit Sonnabend neben der Ostrauer Grundschule.

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Der Platz wurde bewusst gewählt. „Dann können sich die Schüler testen lassen, ohne dass sie dafür eine Straße überqueren müssen“, meint Schilling.

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Das Ostrauer Testzentrum betreibt Michael Köhler, Chef des Getränkevertriebs Döbeln, der auch schon eine solche Station am Döbelner Marktkauf aufgebaut hat. Und genau wie dort soll es auch in Ostrau ein Drive-in-Testzentrum werden. Das heißt, die Personen, die sich testen lassen möchten, fahren mit dem Auto vor, müssen dort aber nicht aussteigen.

Ergebnis steht nach 15 Minuten fest

Zuerst wird die Krankenkassenkarte eingelesen, dann die Probe genommen und schon kann die Fahrt weitergehen. Jeder Getestete bekommt zudem einen Zettel mit einem QR-Code. Über den kann das Testergebnis etwa 15 Minuten später abgerufen werden. Natürlich kann das Testzentrum auch zu Fuß besucht werden. Das Prozedere ist dasselbe.

Der Test erfolgt nicht wie andernorts üblich mit einem Stäbchen, das in Nase oder Rachen geschoben wird. Sondern es ist ein Speicheltest. Die Testperson spuckt also in ein Tütchen. Das ist auch für die Grundschüler eine einfache und praktikable Variante.

„Wir haben in der vergangenen Woche zehn weitere Mitarbeiter für die Arbeit in einem Testzentrum schulen lassen“, erklärt Köhler. Vorerst drei sollen in Ostrau zum Einsatz kommen. Und der Chef sucht noch weitere Interessierte, die Lust haben, sich dieser Aufgabe zu stellen und mit Menschen sowie einem Computer umgehen können.

Weitere Station in Leisnig

Denn Michael Köhler plant schon weiter. Nicht nur für Ostrau hat er einen entsprechenden Antrag beim Landratsamt gestellt, sondern auch für Leisnig, Oschatz und Grimma. In Leisnig gibt sogar schon einen Stellplatz – der Parkplatz am Rewe-Markt. Eine Zusage steht aber bisher für alle Stationen noch aus.

In Ostrau soll das Testzentrum von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 17 Uhr sowie an den Wochenenden von 11 bis 16 Uhr geöffnet werden. „Wir denken außerdem über Sonderöffnungszeiten für Unternehmen nach“, so Köhler.

„Erste Interessierte gibt es bereits“, so Dirk Schilling. Er hofft, dass der Start bald erfolgen kann. „Wir sehen das Testzentrum als großen Gewinn an“, meint der Bürgermeister, und er beschränkt die Station nicht nur auf seine Gemeinde: „Dorthin können auch Zschaitzer und Großweitzschner kommen.“

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