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Döbeln

Trotz Corona: Mehr Ratsuchende beim Sozialverband

Der Ortsverband Döbeln des VdK hat 265 Mitglieder. Am Sonnabend wird das 30-jährige Bestehen gefeiert.

Michaela Hustig und ihre Mitstreiter feiern das 30-jährige Bestehen des VdK-Ortsverbandes Döbeln.
Michaela Hustig und ihre Mitstreiter feiern das 30-jährige Bestehen des VdK-Ortsverbandes Döbeln. © Lutz Weidler

Döbeln. Eine Frage, die Michaela Hustig immer wieder gestellt bekommt, lautet: „Was heißt VdK eigentlich?“

Als Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Döbeln weiß sie darauf natürlich eine Antwort. Der Sozialverband VdK Deutschland wurde im Jahr 1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands gegründet. „Dieser Name wurde auch bei der Gründung des VdK 1990 in Sachsen übernommen“, so Hustig.

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Doch im Laufe der Zeit habe sich die Bedeutung gewandelt. Der Verband verstehe sich als großer Sozialverband mit Aufgaben und Zielen im gesamten sozialen Bereich. „Offiziell heißt der Landesverband deshalb seit 2005 Sozialverband VdK Sachsen“, so Michaela Hustig.

Den Ortsverband Döbeln gibt es seit 1991. „Ein genaues Gründungsdatum lässt sich nicht mehr nachvollziehen“, bedauert Hustig. Ein Grund zum Feiern ist das 30-jährige Bestehen des Ortsverbandes aber allemal. „Wir laden Mitglieder und Interessierte für Sonnabend ab 14 Uhr zum Tag der offenen Tür ein“, sagt Sylvia Porebinski, 2. Stellvertreterin der Ortsvorsitzenden.

Starker Anstieg der Mitgliederzahl

Derzeit hat der Ortsverband Döbeln 265 Mitglieder. „Angefangen hat es 1991 mit sechs Mitgliedern. Bis 2009 sei diese Zahl auf etwa 100 gestiegen. „In der Zeit danach haben wir deutlich mehr Mitglieder gewonnen. Im Jahr 2016 ist zudem der Ortsverband Waldheim dazugekommen“, so Hustig. Besonders der Einsatz des Sozialverbandes für eine Rentengarantie habe diesen Aufschwung begünstigt, sagt Michaela Hustig.

Sie selbst ist seit 2005 Mitglied. Seit 2007 arbeitet sie im Vorstand mit und ist seit 2009 Vorsitzende des Ortsverbandes.

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Die Vorsitzende und ihre Mitstreiter dienen für Mitglieder und Ratsuchende in sozialen Fragen als erste Ansprechpartner. „Wir vermitteln den Kontakt zu Fachleuten auf den entsprechenden Gebieten“, so Hustig. Aufgrund der Corona-Pandemie sei die Beratung zeitweise nur telefonisch möglich gewesen. Dennoch gebe es immer mehr Menschen, die um Hilfe bitten, sagt die Ortsvorsitzende.

Knapp 19.000 Beratungsgespräche

Dies wird durch den Landesverband mit konkreten Zahlen bestätigt. „Der VdK berät im niederschwelligen Bereich. Alle Ratsuchenden erhalten Auskunft, unabhängig von einer Mitgliedschaft“, teilt der Verband auf seiner Internetseite mit. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 18.770 Beratungsgespräche geführt, verteilt auf 40 Beratungsstellen in Sachsen. Auch wurden 2020 so viele Mitglieder wie noch nie im VdK verzeichnet – 23.140 im Dezember 2020.

Für die Übernahme eines sozialrechtlichen Verfahrens ist die Mitgliedschaft im VdK gesetzlich vorgeschrieben. Insgesamt 4.528 Verfahren wurden im Jahr 2020 für die VdK-Mitglieder neu begonnen. Diese Zahl umfasst 2.067 Anträge, 1.679 Widersprüche, 707 Klagen und 75 Berufungen.

Im Vordergrund der Beratungen beim VdK stehen Fragen rund um die Themen Schwerbehinderung, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, zur Unfallversicherung, zum Arbeitslosengeld und zur Grundsicherung. „Dabei wurden für die VdK-Mitglieder 4,5 Millionen Euro an Nachzahlungen erstritten, zum Beispiel Rentennachzahlungen oder Neurentenzahlungen“, sagte VdK-Landesverbandsvorsitzender Horst Wehner.

Sonnabend, 9. Oktober, ab 14 Uhr: Tag der offenen Tür zum Jubiläum „30 Jahre VdK-Ortsverband Döbeln“, in der Beratungsstelle Rathauspassage Döbeln.

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