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Meißen

Nossen: Schon wieder Lkw-Unfall auf A14

Zwischen Nossen-Nord und Nossen-Ost sind am Mittwochmittag auf der A14 drei Laster am Stauende zusammengestoßen. Zwei Fahrer wurden schwer verletzt.

Bei dem Zusammenstoß am Stauende wurden zwei Fahrer schwer verletzt. Die Ladung verstreute sich auf der Autobahn.
Bei dem Zusammenstoß am Stauende wurden zwei Fahrer schwer verletzt. Die Ladung verstreute sich auf der Autobahn. © Roland Halkasch

Nossen. Erneut hat es am Stauende bei Nossen gekracht: Drei Laster sind am Mittwochmittag zwischen Nossen-Nord und Nossen-Ost zusammengestoßen.

Wie die Polizei mitteilt, fuhr der 27-jährige Fahrer eines Lkw DAF gegen 13 Uhr am Stauende auf einen weiteren Sattelzug DAF (Fahrer 43) auf.

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Dieser wurde durch den Aufprall auf einen weiteren Sattelzug Mercedes Actros (Fahrer 45) geschoben. Der 27-Jährige wurde bei dem Unfall schwer, der 43-Jährige leicht verletzt.

A14 bei Nossen über mehrere Stunden gesperrt

Wie ein Reporter berichtet, wurden beide in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten durch die Feuerwehr befreit werden. Der Rettungsdienst brachte sie in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr aus Nossen sicherte die Unfallstelle ab.

Die Ladung zweier Unfall-Lkw verteilte sich auf der Fahrbahn. Durch herumfliegende Fahrzeugteile wurde zudem ein Renault (Fahrer 69) durch herumfliegende Fahrzeugteile beschädigt.

Die Ladung der Unfall-Laster verteilte sich auf der Fahrbahn.
Die Ladung der Unfall-Laster verteilte sich auf der Fahrbahn. © Roland Halkasch
Mehrere Einsatzkräfte sind derzeit auf der A14 bei Nossen im Einsatz
Mehrere Einsatzkräfte sind derzeit auf der A14 bei Nossen im Einsatz © Roland Halkasch

Derzeit ist die Autobahn 14 zwischen den beiden Anschlussstellen seit mehreren Stunden gesperrt. Die Polizei empfiehlt eine Umleitung über Nossen und die Bundesstraße 101. Aktuelle Informationen zur Verkehrslage auf den Autobahnen und Straßen in Sachsen sind auf der Internetseite der Polizei zu finden.

Kritik an A4-Baustelle bei Wilsdruff wird lauter

Seit Beginn der Bauarbeiten an der Baustelle zwischen Wilsdruff und dem Dreieck Nossen ist der Unfall am Mittwoch nicht der Erste. Vor etwa einem Monat krachte auf der A4 bei Siebenlehn ein Kleintransporter in einen am Stauende stehenden Lkw auf.

Nur eine Woche zuvor verunfallte ebenfalls auf der A14 zwischen Nossen-Nord und Nossen-Ost ein weiterer Lkw-Fahrer. Er wurde schwer verletzt. Bereits im April krachte ein polnischer Lkw-Fahrer an gleicher Stelle auf einen anderen Laster. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen.

Die Baustelle zwischen Wilsdruff und Nossen steht seit einiger Zeit in starker Kritik. Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) forderte die zuständige Autobahn GmbH auf, "umgehend entsprechende Maßnahmen zur Entschärfung der Situation auf der Autobahn als auch im umliegenden Straßennetz vorzunehmen".

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Auch die Anwohner an den Umleitungsstrecken der A4, beispielsweise in Tanneberg, hatten in den vergangenen Wochen auf verschiedenste Weise dagegen protestiert. Durch die Ortschaften nahm der Verkehr beträchtlich zu. Seit zwei Wochen wurde in den betroffenen Orten Tempo 30-Schilder aufgestellt.

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